Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6617-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3'

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11 Das ebenfalls in der Querstraße gelegene Kolonialwarengeschäft van Walter Schlosser zog mit seinen vorbildlich gestalte-

ten Schaufensterauslagen stets die Blicke der Vorübergehenden auf sich. Alle Schulkinder kannten den Laden von Thams und

Garfs, weil es dort die verschiedensten 'Sûßen Sachen' gab. Gelegentlich konnte man auch für wenige Pfennige eine große

Tüte mit 'Waffelbruch' erstehen. Das Bild entstand 1935.

12 Das Kaufhaus Schabeek, später Conitzer, war in Calbe in den zwanziger Iahren das größte Bekleidungshaus. Bei einem Brand im Winter 1928 wurde das Innere des Hauses vollständig zerstört. Ursache des Brandes war ein vergessenes noch heißes Bügeleisen! Die Conitzers, eine jüdische Familie, haben das Haus wieder aufgebaut, mußten aber auf Druck der N ationalsozialisten das Geschäft 1938 aufgeben. Es wurde dann von der arischen Familie Rhinow weitergeführt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann

die Rhinows von der Sozialistischen Einheitspartei enteignet, die dann 1949 den ersten 'Preien Laden' der Staatlichen Handelsorganisation (HO) einrichtete. Zu recht hohen Preisen

konnte man hier Lebensmitteloder andere 'bewirtschaftete' Waren erwerben. Die ganze DDR-Zeit über hieß dieses Geschäft der 'Große HO'.

13 Anläßlich des 100. Jahrestages der Revolution von 1848 wurde der Gastwirtschaft 'Zum blauen Hecht' in der damaligen Querstraße der Name 'Zum Wilhelm-Loewe-Haus' gegeben, weil hier von 1840 bis 1849 der Arzt und Politiker Dr. Wilhelm Loewe (1814-1886) wohnte. Nach seiner Wahl am 18. Mai 1848 wurde er Abgeordneter der 'Frankfurter Nationalversammlung' . Später war er Abgeordneter im Preußischen Landtag und im Reichstag. Ihm zu Ehren heißt die ehemalige Querstraße heute 'Wilhelm-Loewe-Straße' .

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14 Ein bemerkenswerter Neubau erfolgte 1927 im Zentrum der Stadt. Der Drogist Richard Hoppe

ließ damals dieses ansprechende große Miets- und Geschäftshaus errichten. Die Kreuz-Drogerie hier

'An den 7 Ecken' mit ihrem großen Verkaufsraum und den großen Schaufenstern wurde ein

Beispiel moderner Geschäftstätigkeit.

1 5 So sah das Geschäftshaus an der Ecke Bernburger Straße/Lampengasse nach der Neueinrichtung der Geschäfte des Tabakhändlers Paul Becker, des Modegeschäftes von Luise Frohwein und des Lebensmittelgroßeinkaufshauses der Gebrüder Dingel etwa im Iahre 1928 aus. Die Dingels waren bis nach dem Ersten Weltkrieg Mitinhaber derTuchfabrik Raschke und Dingel am oberen Ende der Ritterstraße und hatten sich nach Aufgabe der Tuchfabrik dem Lebensmittelhandel zugewandt. In Paul Beckers engem Tabakladen war täglich Rauchertreffpunkt.

Luise Frohwein verlegte ihr Hutgeschäft alsbald in die Querstraße. In den freigewordenen Laden zog Paul Wiegand, der hier über viele Iahre sein Milchge-

schäft betrieb. Nach Abriß des Hauses befindet sich hier ein freier Platz.

16 Am Anfang der Bernburger Straße gab es um 1920 das Lebensmittelgeschäft von Albert Radecke. Die Aufnahme wurde ge-

macht anläßlich der erfolgten Renovierung seines Hauses. Mit der gleichzeitigen Darstellung des Pferde- Kastenwagens vor dem

Haus sollte die prompte Warenanlieferung dokumentiert werden.

1 7 Das Geschäftshaus von Max Hoffmeister, Bernburger Straße 92, wurde anläßlich der Renovierung des Hauses und der Neueinrichtung seines Herrenkonfektionsgeschäftes 1930 aufgenommen. Mit dem Bild sollte zugleich Werbung betrieben werden.

18 Das Gebäude der Kreissparkasse ist in den Iahren 1935 und 1936 erbaut worden. Im Zuge der Tausendjahrfeier der Stadt Calbe wurde das Haus am 6. Juli 1936 offiziell als 'Kreissparkasse des Kreises Calbe (Saale)' eingeweiht. Erbaut wurde das Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen 'Lemmerhofes' , das vom Landratsamt aufgekauft worden war. Bis 1936 war die Kreissparkasse in Räumen des Landratsamtes in der damaligen Poststraße. Der Neubau beflügelte die Geschäftstätigkeit der Kreissparkasse. Auch der Werbespot 'Ieder Kreisinsasse spart bei der Kreissparkasse ' verhalf zu guten Ergebnissen.

19 Die 'Neustadt' um 1900. Bemerkenswert ist, daß alle Häuser in gleicher Höhe Giebel an Giebel gebaut sind. Die Böden waren aus Sparsamkeitsgründen nur durch eine mit Lehm und Stroh zugestopfte Sparrenwand getrennt. An verschiedenen Stellen gab es Löcher, so daß Kinder gelegentlich von Hausboden zu Hausboden kriechen konnten. Fast alle Häuser waren Fachwerkhäuser und somit recht dünnwandig gebaut worden. In Verlängerung der Neustadt sieht man die Windmühle von Müllermeister Minde. Wo heute die Feuerwehrgerätehäuser stehen, war damals ein freier Platz.

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Calbe a. S.

N(lUlltac;lt mit Wasserturm'c

20 Eine der Ausflugsgaststätten von Calbe war die Restauration 'Zum Weinberg' . Hierhin pilgerten an den Wochenenden etliche

Familien. Die Männer tranken ihr Bier und fanden sich oft auch zum Skatspielen zusammen. Die Frauen tranken zu mitgebrachtem

Kuchen eine oder zwei Tassen Kaffee, und die Kinder bekamen für 1 0 Pfennige ein Glas Zitronensaft mit Strohhalm. Im Vordergrund

befand sich das Brunnenhaus der Gaststätte.

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