Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6617-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3'

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21 Als das 'Lindendreieck' noch bebaut war, befand sich dort einst die Gaststätte 'Zur Börse' von Ferdinand Kebbel und die Flei-

scherei von Gustav Scheele. Mit der Nummer 1 begann hier die Nienburger Straße. Das Bild zeigt links das Gefährt eines Kohlenhändlers,

von dem die vor der Gaststätte stehenden Kohlensäcke abgeladen worden waren. Rechts in der Straße ein mit Getreidesäcken be-

laden er Ackerwagen, dessen Besitzer vermutlich im Begriffist, in der 'Börse' einzukehren.

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22 Schräg gegenüber von der 'Bórse' befand sich um 1920 der Gasthof 'Zur Reichskrone' von Fritz Hellwig. Hier war auch Gelegenheit zur Übernachtung gegeben, und pferde und Wagen fanden bei Hellwigs auch ein Unterkommen.

Als seinerzeit der Fotografier-Onkel seinen Fotografenkasten auf der Straße aufbaute, sammelte sich schnell die ganze Nachbarschaft, um mit 'aufs Bild' zu kommen. Da wurde auch der Ziegenwagen vorgeführt (links), das schmuck aufgezäumte Reitpferd mit seinem Reiter gezeigt und der Eiswagen vorgefahren, dessen Besitzer angesichts der vielen Kinder wohl auf ein gutes Geschäft hoffte.

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Deutsches 'Haus

23 Das 'Deutsche Haus' in der Grabenstraße 28 war eine bekannte Gastwirtschaft, die auch als Vereins-

lokal von Bedeutung war. Die Frequentierung des Deutschen Hauses basierte vor allem durch viele Tanz-

veranstaltungen, die in dem angrenzenden schönen Saal stattfanden (noch nach 1945). Bei gutem

Wetter wurden sonntags im Garten die Kaffeegäste bedient.

24 Das 'Kaffee pflugmacher' nach seiner äußeren und inneren Neugestaltung. Gustav Pflugmacher verstand es, mit dem Verkauf von erstklassigen

Backwaren und in den Sommermonaten mit dem Verkauf von Speiseeis viele Kunden zu binden. Darüber hinaus war seine Tanzgaststätte ein Begriff

für alle Calbenser, die gern tanzten. Während an den Wochenenden am Nachmittag ein 'Stehgeiger' die Kaffeegäste unterhielt, spielte abends eine Tanzka-

pelle auf. Das Besondere bei "Täve' Pflugmacher war die von unten beleuchtete Tanzfläche, die allein schon die Neugier derTanzliebhaber weckte.

Kaffee Fflugmacher Konditorei

25 Der im Iahre 1927 erbaute Wohnblock Ecke Friedrich- Ebert -Straße/ Salzer Straße war nach der In-

flationszeit eine der ersten Neubauten, die die Stadtverwaltung für ihre Angestellten errichten ließ. Da

in den unteren Räumen später das Arbeitsamt des Kreises Calbe untergebracht war, hieß das Haus

über viele Iahre eben das 'Arbeitsamt' .

26 Die bereits 1305 erbaute Kirche 'Zum heiligen Geist' oder 'Heiliggeistkirche' in der Schloßstraße 88 und ein nicht mehr vorhandenes Hospital St. Annen gehörten zu den seinerzeitigen Stiftungen 'St. Georg und St. Spiritus'. Später war das Gebäude die Kirche der Schloßvorstadt und wurde lange Zeit 'Spittelkirche' (von Spital) genannt. Nach 1800 diente sie nicht mehr gottesdienstlichen Zwecken und wurde als Feuerwehrgerätehaus undAbstell-Remise der Stadt genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Neuapostolische Gemeinde der Stadt das Gebäude. Sie machte es

nach über Iahre dauernden mühevollen Renovierungsarbeiten wieder zu einem Haus der Andacht, zum Lobe Gottes und zur Begegnung.

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27 Das Wohngebäude des ehemaligen Rittergutes in Calbe, Ritterstraße 1, ist jahrzehntelang nicht mehr bewohnt worden. Nachdem der letzte Besitzer FriedrichAribert van Reichenbach im Iahre 1790 gestorben war, hatten die Nachfolger die Landwirtschaft zunächst noch weiterbetrieben, doch 1818 wurde das Rittergut vollständig aufgegeben. Die 281 Morgen Land, das Vieh, die Scheunen und Ställe wurden verkauft. Von 1832 bis 1870 diente das Areal als Posthalterei. Von 1897 bis 1923 wurden hier Kutsch- und Gebrauchswagen hergestellt. Seitdem nutzten in Calbe

ansässige Konservenfabriken Wohnhaus und Scheunen bis 1976.

28 Eine Inschrifttafel mit lateinischem Text, die einst neben dem Rittergutsgebäude an einem Torpfeiler angebracht war, wies darauf hin, daß die Witwe des Iohann Friedrich Reichenbach das Wohnhaus, das vorher abgebrannt war, im Iahre 1715 hat neu errichten lassen. Iohann Friedrich Reichenbach war Rittergutsbesitzer in Calbe, anhalt-bernburgischer Rat, Landrichter über Rosenburg, Steuerdirektor, Syndikus und Bürgermeister in Calbe.

291mjahre 1936 wurde das vormalige 'Konzertund Ballhaus zum Deutschen Kaiser' in 'RolandGaststätten' umbenannt und baulich verändert. Das Bild zeigt die Situation in der Umbauzeit. Rechterhand stand damals noch das Gerätehaus der ehemaligen Bernburger Vorstadt, in dem auch Leitern, Schläuche und anderes Gerät der Feuerwehr untergebracht waren. Zuweilen wurden darin auch 'Bierleichen' aus der Gaststätte abgelegt! Vor dem Gebäude parallel zur Bernburger Straße befand sich eine Waage, die früher 'Zollwaage' genannt wurde, weil hier vor der Einfüh-

rung der Deutschen Zollunion (1834) aus- und einreisende Fernkaufleute ihre Waren wiegen lassen mußten. Später war das die amtliche Waage der Bernburger Vorstadt.

30 Ein typisches Beispiel für die neoklassizistische Bauweise ist das seinerzei-

tige Wohnhaus des Maurermeisters Oskar Werner, Bernburger Straße 16, mit

seiner exakten Fassadenund Ornamentsgestaltung.

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