Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6617-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3'

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41 Nicht nur Fischer waren früher auf der Saale unterwegs, sondern auch Schiffseigner, die mit ihren Schiffen im Auftrag von Kaufleuten Waren saaleabwärts oder -aufwärts transportierten. In komprimierter Form zeigt das Bild, welcher Art die um 1850 verkehrenden Saaleschiffe waren. Rechts befand sich das Fährwindenhäuschen, in dem die Kurbel für das Herunterlassen des Fährseils installiert war, denn jedesmal, wenn ein Schiff kam, mußte das Seil auf den Grund der Saale herabgelassen werden.

42 Fast an der gleichen Stelle gegenüberTippelskirchen, wo um 1850 die Fähre pendelte, bot sich um 1920 die Saaleaue in

dieser Form dem Betrachter. Das Plußbett war inzwischen ausgebaggert worden, so daß 'Dampfer' mit Schleppkähnen die

Saale befahren konnten. Der Uferbereich war befestigt und ein Promenadenweg angelegt worden, der von den Calbensern gern

als Ausflugsweg genutzt wurde.

43 Noch 1938 befuhren täglich etliche Motorgüterschiffe den großen Saalebogen am Hohendorfer

Busch, bevor der 'Durchstich' der heute hier rechts abzweigt, fertiggestellt war.

44 Am Promenadenweg am Ufer der Saale hatte um 1900 der Verschönerungsverein der Stadt Calbe an mehreren Stellen Findlingsgruppen als Denkmal für bedeutende Männer errichtet. Hier der Gedenkstein für Friedrich Schiller mit dessen Medaillon und einigen berühmten Zitaten aus seinen Werken.

45 Der Goethe-Gedenkstein mit der Goethe-Quelie, errichtet im Iahre 1907, ebenfalls ein Werk des Verschönerungsvereins, zeigt auf einem großen Findling das Medaillon Goethes.

An den umgebenden Steinblöcken entdeckt man Zitate aus Goethes Werken.

46 Gut in Erinnerung geblieben ist bei den älteren Calbensern die 'Wilhelmsbrûcke', die von 1 880 bis

1945 Bestand hatte. Hier der Blick auf die Brücke, wenn man sie von der Brückenauffahrt bei Tip-

pelskirchen erreichte. Noch verschiedene Iahre nach der Fertigstellung hatte man für das Passieren

der Brücke einen 'Brûckenzoll' zu bezahlen.

47 Die am 13.April1945 van Soldaten derWehrmacht gesprengte Wilhelmsbrücke blieb für etliche Monate ein trauriges Wahrzeichen der Stadt

Calbe. Mit der Sprengung wollte man damals das Vorrücken der amerikanischen Truppen verhindern. Zwischen der Stadt und den ostsaalischen Gemeinden

gab es von da an zunächst nur den Weg über die Fähre bei Gottesgnaden.

48 An Stelle der ehemaligen Wilhelmsbrücke verkehrte ab August 1945 diese Behelfsfähre für den Fahrzeug- und Personenverkehr. Sie wurde mit viel

handwerklichem Geschick auf ehemaligen Fischerkähnen erbaut und tat bis 1952 ihren Dienst. Organisator und Miterbauer war der in Calbe ansässige

Schiffshaupter Paul Becker, der hier mit seinen Gefährten im Fährdienst fotografiert wurde. Die Leute links mit ihren vollbeladenen Handwagen kamen ver-

mutlich gerade von einer 'Hamsterfahrt' mit bei Bauern ergatterten Lebensmitteln zurück. Damals war der Hunger weit verbreitet!

49 Bis 1940 war die 'Alte Schleuse' auf dem Mönchsheger noch in Betrieb. Ganz so einfach war

seinerzeit eine Durchschleusung nicht, denn die moderneren Schiffe waren größer und auch breiter

geworden. Die jeweilige Ausfahrt aus der Schleusenkammer verlangte vom Schiffsführer viel Geschick,

was das Bild hier gut verdeutlicht.

SO Um den Schiffsverkehr auf der Saale grundsätzlich zu verbessern, wurden das Flußbett weiter ausgebaggert, große Saaleschleifen begradigt und neue größe-

re Schleusen gebaut. Der große Saaiebogen am Hohendorfer Busch wurde 1938 mit dem 'Durchstich' am Weinberg begradigt. Das Bild zeigt den Flußbag-

ger beim Abbaggern der letzten Meter Land, bevor die Saale ihren Laufhier entlang nahm. An dem betreffenden Tag machten wir Schulkinder dorthin einen

Ausflug, um Zeuge dieses wichtigen Ereignisses zu sein.

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