Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hanns Schwachenwalde
Gemeente
:  
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6617-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calbe an der Saale in alten Ansichten Band 3'

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51 Nach demAbschluß der Kanalisierung des Saalelaufes und der Fertigstellung des Schleusenkanals hinter Gottesgnaden wurde 1940 die 'Neue

Schleuse' dem Verkehr übergeben. Erstaunt waren die Calbenser, daß bei dieser Schleuse die Tore in großen stählernen Jochbögen aufwärts bzw. abwärts

bewegt wurden. Seitdem können bis zu tausend Tonnen große Schiffe die Schleuse Calbe passieren.

52 Auf dem Gelände der ehemaligen Ratsziegelei in der Schloßvorstadt entstand um 1900 ein Sägewerk, das im Iahre 1911 dem Zimmermeister Georg Schotte gehörte. Seinem Bruder Adolf oblag als Kaufmann die kaufmännische Leitung der Firma. Diesem als 'Dampfsägewerk' genau bezeichneten Betrieb waren angeschlossen noch eine Holzhandlung und eine 'Maschinentischlerei' . Das Bild zeigt die Familie Schotte auf dem Hof des Betriebes.

Um 1930 gehörte das Areal, Schloßstraße 44, dem Dreschmaschinenbesitzer Richard Marschall.

53 Für Spaziergänger, die früher einen Heger-Rundgang machten, eröffnete sich beim Überschreiten der Brücke am Mühlgraben

diese Perspektive. Rechterhand befanden sich vorn die Spiritusfabrik der Schloßdomäne, dahinter die Zimmerei und, mit

dem Schornstein, die Schmiede der Schloßdomäne. Im Hintergrund ist die einstige Eisenbrücke erkennbar, über die man

vom Schloß zur Gärtnerei am 'Sandgarten' gelangte.

54 An der Straße nach Nienburg wurde 1885 das Gut Bartelshof als ein Mustergut erbaut. Die gesamte Anlage mit Scheunen, Stäl-

len, Remisen und Nebengebäuden ist damals in einem Zuge errichtet worden. Die Familie Bartels zog in dieses Herrenhaus,

das mit einem Turm für die Beobachtung der Felder versehen war. Der letzte Besitzer Martin Bartels ist durch die sozialistische Bo-

denreform 1945 enteignet und vertrieben worden.

55 Zugleich mit der Errichtung des Mustergutes Bartelshof wurden diese beiden Landarbeiterhäuser für die Stammbelegschaft

erbaut. Zu jederWohnung gehörte ein Stall, der zur Haltung eigenen Viehs geeignet war.

56 Auch ein vorbildlicher landwirtschaftlicher Betrieb war die staatliche Domäne Gottesgnaden. Im Viereck umstanden Ställe und Scheunen den großen

Wirtschaftshof. Von ihm gingen Feldbahnen bis zu kilometerweit entfernten Feldern. Bis 1554 gehörte dieser landwirtschaftliche Betrieb zum damaligen

Kloster Gottesgnaden, das von 113 1 bis dahin Bestand hatte. Später war es preußische Staatsdomäne. Der letzte Pächter, Wilhelm Köhne, wurde 1945 ver-

trieben, die Ländereien wurden aufgeteilt.

57 Ein 'Cruß aus Calbe a. Saale' von 1906 beinhaltet den Blick von der Grabenstraße auf verschiedene

Funktionsgebäude der Schloßdomäne, nämlich die Schrotmühle links und das 'Dampfkesselhaus' mit

dem Schornstein. Davor erkennt man das Eingangstor zum Wirtschaftshof. Wie immer, wenn ein Fotograf

erschien, versammelten sich auch hier Kinder und Erwachsene, um mit aufs Bild zu kommen.

Gruss aus Cal b e cl./Saale.

Grabcnstrasse mil Sditoss.

58 Die Schloßstraße in Höhe der ehemaligen Schloßdomäne (rechts) vor siebzig Iahren. Links die damals ehemalige Heiliggeistkirche, seinerzeit nur

'Spittelkirche' genannt, die von der Stadtverwaltung als Feuerwehrgerätehaus genutzt wurde. Das Haus daneben, Nr. 87, schon wegen Baufälligkeit ge-

stützt, ist erst einige Iahre später abgerissen worden. Bemerkenswert ist die schmutzige Straßenfläche, hervorgerufen von den vielen Ackerwagen, die

vom Feld kommend, auf den Straßen ständig Erdbrocken verloren.

59 Die letzte Erntefuhre wird eingebracht. Mit viel Gesang und lautem Rufen oben vom Erntewagen herab wurde aller Welt

kundgetan, daß dieser Bauer die letzte Fuhre Korn vom Feld brachte. Die Freude darüber war berechtigt und als äußeres

Zeichen dafür wurde oben auf dem Fuder eine Erntekrone mitgeführt, um die sich die Erntehelfer scharten. Wenn dann die letzte

Garbe in der Scheune eingelagert war, wurde kräftig gefeiert.

60 Bei Ankunft mit dem letzten Erntewagen wurde vor dem heimisehen Gehöft für ein Erinnerungsfora halt gemacht. Die Erntekrone mit der Jahresschleife hatte man schon heruntergenommen, um sie anschließend im Hausflur aufzuhängen. Dort blieb

sie bis zur nächsten Ernte. So wie die Jahresschleife zeigt, pflegte man diesen Brauch noch im Iahr 192 2.

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