Calw in alten Ansichten

Calw in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Staudenmeyer
Gemeente
:   Calw
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1786-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calw in alten Ansichten'

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9. Das Haus Schauber mit dem Gartenhaus bestimmte Jahrzehnte hindurch das Bild des Nagoldufers zwischen Nikolausbrücke und Weinsteg. Die Ballustraden zu beiden Seiten des Gartenhauses und die Bäume gaben dem Ganzen parkähnliches Aussehen.

10. Der Bliek geht über die Nagold und den kleinen Brühl zum Schloßberg. Dort stand seit der Mitte des 11. Jahrhunderts die Burg der Grafen von Calw. Herzog Friedrich 1. von Württemberg ließ sie abbrechen, um an ihrer Stelle nach Plänen seines Baumeisters Heinrich Schickhardt ein Schloß zu errichten. Als die Grundmauern noch nicht ganz standen, starb Friedrich im Januar 1608. Der Weiterbau unterblieb. Erst im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts wurde dort das Wehrbezirkskommando errichtet, heute Dienstsitz der Polizei. Der hübsche Pavillon auf der linken Bildseite wurde auf den Fundamenten des ehemaligen Bürgerturms errichtet.

Ca/wo Partie an der Nago/d. Bischoffsfrasse.

11. Das Bild zeigt uns ein kleines Industriegebiet. Am rechten Bildrand sehen wir die einstige Zigarrenfabrik, die Heinrich Hutten gründete. Bei dem hohen Schornstein befand sich eine Färberei, deren Gebäude kurz vor der Jahrhundertwende von der Firma Perrot übernommen wurden. Hinter der Turnhalle erkennen wir die Calwer Decken- und Tuchfabrik.

12. Über die Flößer wir d berichtet, daß sie abgehärtete stärnrnige Männer waren. Dies traf sicher auch für die Holzhauer zu, denen wir auf diesern Bild begegnen. Von Ernst und verhaltener Freude sprechen ihre Gesichter. Ihre Kleidung haben sie unkonventionell gewählt und bringen dadurch ihre persönliche Note zum Ausdruck.

13. Um 1850 erreichte die Flößerei im Calwer Gebiet ihren Höhepunkt. Die Flößerei vollzog sich in drei Stufen: bis Vaihingen (Enz) fuhren einfache Flöße, die sich aber immerhin aus 10 bis 15 Gstören zusammensetzten. Von Vaihingen an fuhren die umgebundenen Flöße als Talflöße bis Mannheim und setzten ihren Weg nach erneutem Umbinden als Kapitalflöße nach Holland fort. Diese waren bis zu 350 Metern lang und hatten um 500 Besatzungsmitglieder an Bord. Die Breite der Flöße auf der Nagold richtete sich nach der Breite der in die Wehre eingebauten Floßgassen.

14. Vor der endgültigen Aufhebung der Flößerei (1911) veranstaltete der Calwer Schwarzwaldverein Floßfahrten, die nicht wirtschaftlicher Natur waren, sondern der Geselligkeit dienten. Sie fanden großen Anklang sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern, die sich in großer Zahl an der Nagold eingefunden hatten. Hermann Hesse schrieb in seiner Erzählung 'Die Floßfahrt': ' ... etwas Schönes und Geheimnisvolles, etwas Märchenhaftes, etwas vom Allerschönsten, was dieser schöne sagenhafte Fluß besaß: die Flößerei.'

15. Der Bliek geht von der fast verträumt daliegenden Altburger Straße auf die alte Stadtkirche. Wie gut sich optisch die Staffeln zum Dekanat und die zur Stadtkirche einander anpassen, zeugt vom Können der alten Baumeister und Handwerker.

16. Das Bild zeigt uns die Stadtkirche, wie sie bis zum Jahre 1884 aussah. Die breite Freitreppe wurde von den Zeitgenossen mit der Treppe vor der Michaelskirche in Hall verglichen. Der Neubau der Kirche wurde notwendig, weil sich zu Beginn des vorigen Jahrhunderts Schäden an der Kirche zeigten, die zum Teil durch den übereilten Wiederaufbau nach der Zerstörung von 1692 entstanden waren.

17. Besonders malerisch zeigt sich auf den Fotographien vor 1884 die südliche Langseite des Kirchenschiffs. Gleichsam ihren Mittelpunkt bildete das 'Paradies', dem sich nach rechts der mit einer Haube bekrönte Treppenturm anschloß.

18. Der fast menschenleere Marktplatz - beherrscht vom Rathaus und dem Turm der alten Stadtkirche - erinnert uns daran, daß dieser Platz dazu geeignet war, Kulisse von Volksschauspielen zu sein, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts hier aufgeführt wurden.

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