Calw in alten Ansichten

Calw in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Staudenmeyer
Gemeente
:   Calw
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1786-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calw in alten Ansichten'

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39. Ein Bliek in die Lederstraße, damals noch Ledergasse genannt. Hinter dem Gebäude rechts (R. Hauber) erstreckt sich jetzt das neue Einkaufszentrum, 'Calwer Markt' genannt. Die Straße ist noch in der damals üblichen Weise gepflastert.

40. Das hohe Haus am rechten Bildrand, das Schauber'sche Haus, wurde stark umgebaut und enthält jetzt die Räume der Möbelhandlung Zeyher. An den Hof schließt sich das heutige Andreähaus an, das der Stadtkirchengemeinde als Gemeindehaus dient.

41. Bis zum Jahre 1797 befanden sich im heutigen Andreähaus Fabrikationsräume der Ca1wer Zeughande1s-Compagnie. Nach deren Auflösung übernahmen die Handelsleute Dörtenbach und Schauber das Gebäude. Aus ihrem Besitz ging es im Jahre 1877 in den Besitz des Evangelischen Vereins über. Deshalb wird das Gebäude von alten Calwern auch als Vereinshaus bezeichnet.

42. Der 'Reischacher Hof' gehörte, mindestens seit dem Jahre 1524, den Herren von Reischach zu Rechtenstein. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts erwarb Noa Geisel, einer der geschäftstüchtigsten Färber, auch Bürgermeister und Landschaftsassesor (Land tagsabgeordneter) das Anwesen. Aus seinem Besitz ging es auf den ersten Zunftmeister der 1650 gegründeten Zeughandlungs-Cornpagnie über und diente bis nach der Mitte des vorigen Jahrhunderts dieser Handelsgesellschaft beziehungsweise ihren Rechtsnachfolgern.

43. Bis zum 31. Oktober 1928 erfolgte die Paketzustellung durch die Post mit einem pferdebespannten Wagen. Hier hält er an der Einmündung der Biergasse in die Lederstraße.

44. Der Bauer steht mit seinem Kälblein auf einer für die Stadt Calw einst bedeutenden Achse, die sich aus der Verlängerung des Kirchenschiffs nach Westen, hier freilich nur ein paar Meter lang, und nach Osten ergab. Die nördliche und die südliche Hälfte der Stadt kamen dadurch zustande. Die Bewohner auf der einen Seite wurden kirchlich von Spezialsuperintendent, später Dekan, betreut. Um die andere Seite nahm sich der Helfer, später Stadtpfarrer, an. Diese beiden Kirchenbezirke entsprachen bei politischen Wahlen auch den Wahlbezirken.

45. Man freute sich aufs Bild zu kommen, bis auf den Handwerker, der mit seiner Leiter beschäftigt ist. Die Biergasse sorgte für geistige und leibliche Genüsse. Im Eckhaus rechts entstand das Calwer Tagblatt. In drei anderen Häusern befanden sich Gaststätten; zwei davon waren mit einer Bäckerei verbunden. Heute noch besteht die Weinstube Frank, die im Unterschied zu damals durch eine große Brezel auf sich aufmerksam macht.

46. Die Lederstraße scheint sich in sonntäglicher Ruhe zu befinden. Daß es Werktag ist, merkt man eigentlich nur an dem Fuhrwerk, dessen Fuhrmann lässig auf die Seite blickt. Unterhalb der Bäume erkennen wir das ehemalige Gasthaus' Zur Rose', die deshalb eine gewisse Rolle spielte, weil in ihr Buchbinderburschen beherbergt wurden, die sich auf der Durchreise in Calw aufhielten. Von 1714 bis 1788 beherbergte die Goldene Rose 266 Buchbindergesellen. Die Gäste verewigten sich im Gästebuch; einer schrieb: 'Gott im Herzen, die Geliebte im Arm - das eine verschafft uns des Himmels Eintritt, das andere gibt warm.' Später befand sich bis zum Neubau die AOK in dem Gebäude, in dem heute die Firma Plus die Kunden anzieht.

47. In der unteren Lederstraße sehen wir links das schöne Fachwerkhaus, das als das schönste der Stadt galt. Auf der rechten Seite schließen sich an das Gasthaus 'Zur Kanne' die drei Häuser an, die der Verbreiterung der Lederstraße zum Opfer fielen. Das Bild läßt uns etwas vom Geheimnis der alten Städte spüren, deren Grundriß so gestaltet war, daß enge Stellen sich verbreiterten und wieder ein wenig schlossen. Dadurch befand sich der Besucher immer irn Zustand der Erwartung.

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48. Die geschlossenen Fensterläden vom 'Waldhom' und der' Alten Post' lassen uns die rnittägliche Hitz e spüren, unter der dieses Bild entstand. Die menschenleere Brücke läßt die V 0[stellung aufkommen, daß damals - ähnlich wie in südlichen Ländern ~ die Menschen um diese Tageszeit sich in die Kühle ihrer Häuser zurückzogen, um sie erst wieder gegen Abend zu verlassen.

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