Calw in alten Ansichten

Calw in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Staudenmeyer
Gemeente
:   Calw
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1786-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calw in alten Ansichten'

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49. So sah die Nikolauskapelle nach der Renovierung in den Jahren 1863/64 aus. Die vier Säulen des gotischen Türmchens waren nach außen durch die vier Evangelisten verziert. Über ihnen befanden sich vier Ritter. An der Einweihungsfeier nahm auch König Karl von Württemberg teil, der ein farbiges Fenster für die Kapelle gestiftet hatte. Der damalige Stadtschultheiß beendete seine Rede mit einern Hoch auf den König. In der Aufregung ließ er aber König Wilhelm hochleben, der kurz zuvor verstorben war. König Karl meinte lächelnd: 'Es freut mich, daß Sie meinen Onkel noch so gut im Gedächtnis haben.'

50. 'Über die Brücke fuhr kein Wagen und trabte kein Gaul, von dem ich nicht wußte, wem er gehörte', schrieb Hermann Hesse einmal. Am linken Bildrand sieht man das Haus Rathgeber in seinern früheren Zustand und das ehemalige Schlachthaus. Gegenüber des Nagoldwehrs befindet sich der sogenannte Eselstall der Mittleren Mühle, die am rechten Bildrand zu sehen ist. Auf ihrern Platz befindet sich jetzt das Parkhaus in der Lederstraße.

51. Am 1. Mai 1909 übernahm die Stadt die Obere Mühle, die sie erworben hatte, um an dieser Stelle ein Elektrizitätswerk zu bauen. Die Obere Mühle läßt sich seit 1461 in den städt. Akten verfolgen.

52. Was uns auf den ersten Bliek als ein Gewirr von Dächern und Häusern anmutet, erweist sich beim gen au eren Betrachten als ein harmonisch ineinander gefügtes Bild. Neben der Oberen Mühle erhebt sich das 'Waldhorn'. Unterhalb der Nikolausbrücke befand sich die Mittlere Mühle, der davorstehende Fachwerkbau war der Eselstall. Der Name lebte bis in die Gegenwart hinein.

53. An der Stelle der Oberen Mühle ist das Elektrizitätswerk errichtet worden. Seine Inbetriebnahme wurde gleichsam zum Weihnachtsgeschenk für die Einwohner der Stadt Calw. 'Am 15. Dezember 1910 abends wurde zum erstenmal die Turbine und eine Dynamo-Maschine im städt. Elektrizitätswerk in Betrieb gesetzt und die Zentrale beleuchtet.'

54. Eine dichte Menschenmenge hatte sich zur Einweihung der renovierten Nikclauskapelle im Juli 1926 versammelt. Links von der Türe steht Bürgermeister Göhner, neben ihm ist die alte Stadtfahne (jetzt im Heimatmuseum) zu erkennen, die Herzog Eberhard Ludwig 1710 der Stadt Calw stiftete.

55. Wenn man heute über die zur Fußgängerbrücke gewordenen Nikolausbrücke schlendert, vermag man sich nur schwer vorzustellen, daß über diese Brücke einst 'der Verkehr flutete'. Gemächlich fahren die beiden Personenwagen hinter der Schafherde her, die ihrem Stall in der Metzgergasse zustrebt.

56. Immer wieder wurde die Stadt Calw von gewaltigen Hochwassern heimgesucht. Auch die Bilder 57 und 58 legen davon beredtes Zeugnis ab.

57. Besonders schlimm war das Hochwasser am 1. August 1851. Der damalige Ratsschreiber Wiedmann schrieb im Gemeinderatsprotokoll: 'Der erste August war für unsere Gemeinde ein schrecklicher Tag der Net, des Jammers, ein Tag schwerer göttlicher Heimsuchung.' Beim Einsturz mehrerer Häuser kamen neun Menschen ums Leben.

58. Das letzte große Hochwasser kam Ende Dezember 1947 über die Stadt. Eine durchgreifende Korrektion der Nagold hat nach menschlichem Ermessen die Hochwassergefahr gebannt.

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