Calw in alten Ansichten

Calw in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Staudenmeyer
Gemeente
:   Calw
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1786-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Calw in alten Ansichten'

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59. Am 1. Juli 1895 suchte ein verheerender Wirbelsturm - Zyklon genannt - die Stadt Calw heim. Hohe Schäden entstanden an Gebäuden, aber auch an Bäumen. Die Kastanien auf dem Brühl wurden zum Teil entwurzelt. Der Gesamtschaden betrug nach dem Gemeinderatsprotokoll über 100 000 Mark. Hermann Hesse berichtet darüber: ' .. .Ich sah, alles in einer Minute, Bretter, Dachschindeln und Baumzweige durch die Luft dahingerissen, fallende Steine und Mörtelstücke, alsbald von der Masse der darüber geschleuderten Hagelschloßen bedeckt; ich hörte, wie unter raschen Hammerschlägen, Ziegel brechen und stürzen, Glas zersplittern, Dachrinnen stürzen ... '

60. In diesern Haus in der Bahnhofstraße nahm die Spöhrerschule 1875(76 ihren Anfang. Als wenige Jahre später Spöhrer diese Wohnung aufgeben mußte, griff ihrn die Stadt dadurch unter die Arme, daß sie ihm ein Haus in der Badstraße verkaufte, 'insofern das Verbleiben dieser Lehranstalt in hiesiger Stadt sehr im öffentlichen Interesse gelegen ist.'

61. Bis zum 2Sjährigen Jubiläum der Schule im Jahre 1900 hatte sie sich beträchtlich erweitert. Eine ganze Reihe von Gebäuden in der Badstraße wurde erworben oder den Erfordernissen der Schule gemäß gebaut.

Calw, Höhere Handelsschele.

62. Aller Wahrscheinlichkeit nach gehörte das Auto, das 1908 über die Neue Brücke fährt, zu den Fahrzeugen, die auf Anregung des Kaiserlichen Automobilklubs eine Deutschlandfahrt machten. Bei dieser l7tägigen Tour hatten die leichten Wagen täglich etwa 180 Kilometer die schweren 'nur' 125 Kilometer zu bewältigen. 'Sämtliche Wagen fuhren in mäßigem Tempo und erregten deshalb nirgends den üblichen Schrecken', konnte der Calwer Chronist befriedigt feststellen.

63. Auf diesem Bild präsentiert sich die am 18. Februar 1870 eingeweihte Turnhalle. Bei einem Gesamtaufwand von 8 000 Gulden beteiligte sich der Turnverein mit dem mehr als beachtlichen Betrag von 2 500 Gulden. Mit diesem finanziellen Beitrag hatte sich der Turnverein ein Mitspracherecht bei der Vergebung der Halle erworben. Der Turm mit dem adretten pavillonartigen Aufbau diente als Steigerturm der Feuerwehr für Übungszwecke. Inmitten des ehemaligen Apothekergartens von Joseph Gärtner und Carl Friedrich von Gärtner erhebt sich ein Gartenhaus, das an Goethes Gartenhaus in Weimar erinnert.

Beairkskrankenhaus

64. Im Mittelpunkt des Bildes steht das Bezirkskrankenhaus, das in den Jahren 1912/14 errichtet wurde. Es ersetzte das alte Krankenhaus, das sich dort befand, wo heute das Gymnasium steht.

65. Viel mehr als heute war damals der Fluß noch in die Stadt mit einbezogen; die Nagold war noch nicht tiefer gelegt. Die Bewohner der zu beiden Seiten des Flusses liegenden Häuser sahen aber mit Angst und Bangen den Hochwassern entgegen. Diese Überschwemmungen traten bei anhaltendem Regen, schneller Schneeschmelze und bei Wolkenbrüchen ein. Jedes Jahrhundert hatte neben den 'normalen' Hochwassern zwei große Überschwemmungen von katastrophalem Ausmaß aufzuweisen.

66. Vom Mai 1886 bis Juli 1912 wurde das hiesige Gymnasium von Professor DI. Weizsäcker geleitet. Er nahm dank seiner hervorragenden Geistesgaben im Gefüge unserer Stadt eine bedeutende Rolle ein. Er betreute nicht nur die damalige Stadtbibliothek, soridern förderte auch durch Vorträge im Georgenäum die Bildung der Bürger unserer Stadt. Als Redakteur der Blätter des Württembergischen Schwarzwaldvereins war ihm die Hebung des Allgemeinwissens um unsere Heimat ein besonderes Anliegen.

67. Dieses Bild entstand als das Gymnasium anfangs der zwanziger Jahre sein neues Domizil beziehen konnte. In der Mit te der Türe steht Bürgermeister Göhner, der von 1918 bis 1946 die Geschicke der Stadt Calw leitete. Der Redner ist Professor Kaiser, der damals interimistisch das hiesige Gymnasium betreute.

68. Verträumt stehen die Häuser am Zwinger, hinter den Bäumen verschafft sich 'der Lange' Beachtung. Die Musiker der Stadtkapelle tragen noch keine Uniformen. 'Gleiche Brüder, gleiche Kappen' macht uns aber bewußt, daß sie sich in ihrem Bemühen vereint fühlen, ihren Mitbürgern anläßlich eines Festtages einen musikalischen Morgengruß zu bringen. Eine Leserin von Hesses Büchern schrieb ihm einmal: 'Auch bei mir lösten die Klänge der Calwer Stadtkapelle an den Festtagsmorgen immer ein Glücksgefühl und große Freude aus, ich erlebte das durch Ihre Schilderung aufs neue.'

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