Cham in alten Ansichten Band 2

Cham in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hermann Steiner
Gemeente
:   Cham
Provincie
:   Zug
Land
:   Schweiz
ISBN13
:   978-90-288-6642-3
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Cham in alten Ansichten Band 2'

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6 RunderTwm

Auf diesem Bild sehen wir den Runden Turm vou Großwallstadt. Im Iahre 1460 wurde auf Anordnung des Erzbischofs Theoderich der Ort Großwallstadt befestigt, um ihn vor den immer häufiger werdenden Überfällen zu sichern.

Das Dorf soll von drei Seiten mit einer Mauer, einem Graben und einem Wall umgeben gewesen sein. Auf der vierten Seite bildete der Main genügend Schutz vor Überfàllen.

Während Wall und Graben heute noch nachweisbar sind, ist die Mauer bis aufkleine Reste verschwunden. Ein letztes und sicheres Zeugnis der Ortsbefestigung ist der noch heute gut erhaltene RundeTurm an der Nordseite der einstigen Befestigung.

In der Chronik wurde derTurm 'Unteres Tor'. auch 'Sandtor' oder 'Sandpforte' genannt.

AmTurm sind heute noch die sogenannten Pechnasen undVorrichtungen zur Befestigung des ehemaligen Tores zu sehen. Die pforte an der Südseite des Turmes wurde erst später eingesetzt. DasTurmmännchen, eine steinerne Figur auf der Zinne desTurmes, hält heute noch nach Westen Wacht.

DerTurm mißt 16 m, sein Umfang beträgt 16,60 m. Die Mauer weist eine Stärke von 1,60 m auf, sein Durchmesser beträgt 5,30 m.

Das nebenstehende Bild entstand im Iahre 1934. Bei näherem Hinsehen bemerkt man, daß es sich bei der Straße um einen reinen Brdweg handelt, der weder gepflastert, noch geteert ist, Teerdecken und Kopfsteinpflasterbelag bekamen die Straßen erst in späterer Zeit.

7 Schleusenanlage

So sah die Schleusenanlage im Iahre 1934 aus. Auf der linken Mainseite, auf der Kleinwallstadt liegt, ist das Kraftwerk zu sehen und auf der rechten Mainseite, auf der Großwallstadt liegt, sieht man den Schleusenkanal. Diese Staustufe trägt den Namen 'Kleinwallstadt' , weil das Kraftwerk auf der Seite steht, auf der auch der Ort Kleinwallstadt liegt.

Für das Bediemmgspersonal der Schleuse (1. und 2. Schleusenmeister) wurde auf der Großwallstädter Seite ein Schleusenmeister-Gehöft gebaut. Um die gesamte Schleuse begehbar zu machen, führt ein Wehrgehsteg vom Schleusenmeister-Gehöft über die gesamte Anlage zum jenseitigen Ufer an das Kraftwerk. Diesen Wehrsteg, der seit Einstellung der Mainfähre im [ahre 1968 die kürzeste Verbindung nach Kleinwallstadt bildet, kann man auf dem Bild gut sehen.

Ein anderer Weg von Großwallstadt nach Kleinwallstadt führt über die Bundesstraße, vorbei am 'langen Handtuch' über die Mainbrücke Obernburg-Elsenfeld.

Die gesamte Schleusenanlage wurde im jahre 1930 in Betrieb genommen.

Der heutige Stau in der Schleusenanlage beträgt 4 m und ist so berechnet, daß er sich zur nächsten Staustufe in Normalhöhe ausgleicht. Eine Schleusung dauert ungefähr 1 5 Minuten. In der 300 m langen Schleusenkammer können bis zu drei Motorschiffe auf einmal durchgeschleust werden.

Nach der in den letzten [ahren durchgeführten Ausbaggerung des Flußbettes können heute Schiffe bis zu 2 500 Tonnen bei 2,50 m Tiefgang abgefertigt werden.

Das im Iahre 1976 eingeweihte Schwimmbad mit Badesee wird auch gerne von den Bewohnern Kleinwallstadts benutzt. Sie nehmen den kürzesten Weg über den Steg, da sich das Schwimmbad in der Nähe der Schleuse befindet.

8 Handarbeitsschule

Dieses Bild, das die im Anstaltsgebäude untergebrachte Handarbeitsschule zeigt, stammt aus dem [ahre 1930. Dort konnten sich die schulentlassenen Mädchen unter Anleitung einer Klosterfrau in Handarbeiten weiterbilden. Für den Besuch dieser Arbeitsschule waren monatlich zwei Mark zu zahlen, wenn man den ganzen Tag dort verbrachte und eine Mark für einen halben Tag.

In der damaligen Zeit war diese Schule sehr wichtig, da die schulentlassenen Mädchen nur im Haushalt oder in der Landwirtschaft tätig werden konnten.

In der unteren Reihe sitzend sind, von links nach rechts, zu sehen: Malia Kunkel (ein sogenanntes Großwallstädter Original, da sie Theater spielte, im Kirchenchor sang, Geige spielte und sich als 'Hansdampf in allen Gassen' immer in Erinnerung brachte), Maria Reimann, Josefine Fischer und Gretchen Fischer.

Zweite Reihe von unten, von links nach rechts: Dora Markert, Pfarrer Hennigs Haushälterin Maria Schüßler, Antonia Kunkel, Handarbeitsschwester [olanda, eine Postulantin und Schwester Lindina, Rosa Köhler und Angelika Dantonello.

Obere Reihe, von links nach rechts: Cäcilie Schnabel, Mariechen Wildner, Käthe Schandel, Berta Wildner, Anna Kern, Anni Sam, Marie Giegerich, Eugenie Schadt und Berta Schadt.

9 Bildstock

War früher jemand in einer Familie schwer erkrankt vertraute man auf Gott und betete viel. So mancher versprach nach Gesundung des Kranken einen Bildstock errichten zu lassen. In Großwallstadt gibt es auch Bildstöcke, die auf Erkrankung mancher Menschen zurückzuführen sind.

Dieses Bild zeigt einen Bildstock, den eine aus Großwallstadt stammende Frau an der Straße von Mömlingen kommend nach Dorndiel, in Dorndiel errichtete.

Die Inschrift lautet:

'Im Iahre 1804 den 8ten Juny Maria. Anna. Francisca Sollin in Dorndiel eine geborene von der Linden zu Großwallstadt hat diesen Bildstock erbauet zu ehren den 14 Nothelfern und zum Trost der armen Seelen so noch zu leithen haben am dritten Ort des Fegfeuers am 12 CaP des 2. Buchs der menheber mit diesem Spruch ist es ein heiliges heilsames Bedenken für die toten zu Beten.'

10Marienverein

Auf diesem Bild, das anläßlich des zehnjährigen Stiftungsfestes des Marienvereins bzw. der marianischen Kongregation gemacht wurde, sehen wir alle Mitglieder. In der Bildmitte links Pater Maurus, daneben pfarrer Hemüg.

Unter anderem heißt es dazu:

'In würdigerWeise feierte am 1S.August 1927 unter Anteilnahme der ganzen Gemeinde die hiesige marianische Kongregation ihr 1 O-jähriges Stiftungsfest mit Fahnenweihe, Voraus gingen drei Tage Exerzitien, die von Pater Maurus aus Münsterschwarzach in Großwallstadt gehalten wurden. Nach der Festpredigt wurde die neue Fahne geweiht, vor dem Allerheiligsten und vor dem Bild der Gottesmutter wurde gehuldigt. Nachmittags Bundeserneuerung in der Anstalt (Kindergarten) sowie gemütliches Beisammensein.

Am folgendenTag um 9.00 h war "Amt" (eine gesungene katholische Messe) für die verstorbenen Mitglieder der Kongregation. Alle Mitglieder erhielten anläßlich dieses Festtages eine an einem blauen Band befestigte Medaille, die eine Gottesmutter zeigte. Diese Medaille wurde dann immer zu besonderen Anlässen umgelegt.

Auf diesem Bild sieht man die Mädchen der Jahrgänge 1 9111914, die heute, im Iahre 1998, die 84- bis 87jährigen sind,

Die Frauen, die heute noch leben, werden hier wie folgt aufgeführt:

Untere Reihe, von links nach rechts: Hilde Krämer, Katinka Korn und Josefme Sam.

Zweite Reihe von unten, von links nach rechts: Rosa Rachor, Elise Giegerich, Eugenie Eppig und Maria Scheer.

Dritte Reihe von unten, von links: Maria Reimann.

Vierte Reihe von unten, von links nach rechts: Käthchen Kunkel, Barbara Giegerich und Angela Wildner.

Fünfte Reihe von unten, von links nach rechts: Berta Schadt, Elise Scherger und Josefine Fischer.

Obere Reihe, von links nach rechts: Berta Klug undAnna Kern.

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