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Charlottenburg in alten Ansichten

Charlottenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Gustav Sichelschmidt
Gemeente
:   Charlottenburg
Provincie
:   Berlin
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2603-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Charlottenburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Charlottenburg rangiert mit seinen 3 033 Hektar Gebietsfläche zwar erst an achter Stelle der zwölf Westberliner Bezirke, aber es kann sich unter ihnen mit seiner immerhin mehr als 250jährigen glorreichen Geschichte sehr wohl sehen lassen. Man entsinnt sich: die Kurfürstin Sophie Charlotte, welfische Prinzessin und mit Abstand die bedeutendste Frau auf dem Thron der Hohenzollern, ließ sich von ihrem Baumeister Arnold Nering in der Nähe des Dorfes Lietzow ein Gartenschloß entwerfen, das im Sommer 1699 eingeweiht werden konnte. Dieses sichtlich bevorzugte Fleckchen märkischer Erde am grünen Strand der Spree soll es der Kurfürstin bei einer sommerlichen Wasserpartie so angetan haben, daß sie alles daransetzte, sich von den lästigen Repräsentationspflichten am Berliner Hof hierhin zurückzuziehen, um ihren geistigen Ambitionen nachhängen zu können. Und wirklich hat ihr Domizil durch die Präsenz so vieler erlauchter Geister, von denen der große Leibniz nur der universalste und prominenteste war, einen gesicherten Platz innerhalb der deutschen Geistesgeschichte erlangt.

Nach ihrem frühen Tod verlieh König Friedrich 1. dem südlich des Schlosses gelegenen Ort Namen und Stadtrechte. In einer Urkunde vom 5. April 1705 dekretierte er, Charlottenburg 'zum Andenken Unserer Hoch- und Hertzlieben Gemahlin mit der Stadtgerechtigkeit zu begnadigen'. Gleichzeitig wurde auch die Berliner Straße als Verbindung mit der Hauptstadt in Benutzung genommen: der König befahl seinen Hofbeamten lakonisch, sich 'längs der großen Straße von Charlottenburg bis an den Tiergarten' anzusiedeln. Er mochte kaum ahnen, daß er mit seinem Dekret ein Gemeinwesen aus der Taufe gehoben hatte, das sich bald zu einem Prunkstück von Stadt entwickeln und mit den Jahren sogar zu Preußens reichster Stadt avancieren sollte. Begreiflich daher, daß Charlottenburg sich viele städtebauliche Extravaganzen leisten konnte, die heute noch die Bewunderung von Berlin-Touristen hervorlocken und bei Bestandsaufnahmen von Bauwerken und Kunstdenkmälern merklich zu Buche schlagen.

Natürlich profitierte Charlottenburg weidlich von seiner Nachbarschaft zu Berlin, an dessen hektischem

Entwicklungstempo es nach 1871 partizipierte. Dabei schien es alle Bevölkerungsrekorde schlagen zu wollen. Der 'Zug nach dem Westen' hatte diese Gemeinde, die 1871 noch 20 000 Seelen zählte, zu einem Mammutgebilde auswuchern lassen, so daß sie bei ihrer Eingemeindung in Groß-Berlin im Jahre 1920 die Traumgrenze von 300 000 Einwohnern längst überschritten hatte und als zehntgrößte Stadt Deutschlands rangierte.

Der Erste Weltkrieg setzte dieser atemberaubenden, geradezu amerikanischen Entwicklung ein Ende. Der Zustrom an Kapital und Menschen flaute ab. Aber nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges und der Spaltung der Stadt ist Charlottenburg heute das eigentliche Herzstück und Zentrum des westlichen Berlin mit seinem markanten Kristallisationspunkt, der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die als Stadtsymbol einen hohen internationalen Stellenwert besitzt.

Allerdings wird der Chronist dem heutigen Charlottenburg nicht unbesehen bescheinigen wollen, es

hätte durch den sonst so respektablen Wiederaufbau an städtbaulischer Anmut und Schönheit hinzugewonnen. Die Poesie, stellt sich bei genauerer Betrachtung heraus, ist dabei kläglich auf der Strecke geblieben, die Aura von Wärme, Geborgenheit und Intimität hat sich verflüchtigt, und alle Romantik scheint unter Schutt und Trümmern begraben zu sein. Man wittert sie noch am ehesten bei Durchsicht alten Bildmaterials, vor allem aber der zu hohen Ehren gelangten alten Ansichtskarten, die unsere Vergangenheit so überaus eindrucksvoll reflektieren und bei unseren abenteuerlichen Exkursionen in ferne Zeiten als Gedächtnisstützen fungieren. Sie brauchen angesichts unverkennbarer menschlicher Regressionen gegenüber der guten alten Zeit keine elegischen Empfindungen in uns zu wecken. Sie versetzen uns vielmehr in die Lage, zuweilen besinnliche oder auch aufrührende Erlebnisse im Rückspiegel der Zeit nachvollziehen und somit opulente Feste der Erinnerung begehen zu können.

1. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde als neoromanischer Bau in Form eines lateinischen Kreuzes von 1891 bis 1895 von Franz Schwechten aufgeführt. Der 113 Meter hohe Hauptturm an der Westfront war ebenso wie der Chor von zwei Nebentürmen flankiert. An der West-, Nord- und Südfront befanden sich drei gewaltige Fensterrosen. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, blieb nur die Turmruine erhalten. Der Neubau der Kirche wurde von 1961 bis 1963 nach Plänen von Egon Eiermann ausgeführt.

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Berl in-Charlottenburg

Tauen tzienstraße

2. Um der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche eine dem gleichen Stil angepaßte Umgebung zu verleihen, entwarf Franz Schwechten gegenüber der Kirche zwei romanische Häuser, Das Romanische Haus zwischen der Tauentzien- und der Budapester Straße war im April 1901 fertiggestellt. Es enthielt das sogenannte 'Romanische Café', den Treffpunkt der Berliner Bohème der zwanziger Jahre. Die anschließende Tauentzienstraße, die 'Leipziger Straße des Westens', gehört nur bis zur Nürnberger Straße zum Bezirk Charlottenburg.

3. Die noch erhaltene Feuerwache Rankestraße 10/12, die sogenannte Charlottenburger Ostwache, ein gotischer Bau mit vier großen Toren, war mit ihren Pferdeständen zur Straße hin zur Zeit ihrer Eröffnung im April 1897 eine der modernsten deutschen Feuerwachen überhaupt.

Grüsse aus eharlGttenbur~

Bahnhof Zoologischer Garten

Charlottenburq

4. Der heute als Westberliner Verkehrszentrum geltende Bahnhof Zoologischer Garten wurde am 7. Februar 1882 für den Stadtbahnverkehr in Betrieb genommen. Zwei Jahre später bereits mußte die Bahnhofshalle auf hundert Meter erweitert werden, da der Bahnhof auch Aufgaben des Fernverkehrs übernahm. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er erheblich beschädigt. Heute wiekelt sich auf seinen Bahnsteigen der gesamte Interzonenverkehr der Eisenbahn ab.

7. CHARlOTTENBURG. Ausstellungshalle am Zool. Garten.

5. Gegenüber dem Bahnhof Zoo wurden zwischen 1905 und 1907 die 210 Meter langen Ausstellungshallen in romantisierenden Formen mit Front zur Hardenbergstraße hin zwischen Joachimstaler Straße und dem jetzigen Breitscheidplatz gebaut. In den beiden großen Hallen fanden volkstümliche Veranstaltungen, darunter auch Sechstagerennen statt. Um 1916 wurde das Ausstellungsrestaurant zum Bierhaus 'Wilhelmshallen' und 1925 die Halle I zum Filmtheater 'Ufa-Palast' umgebaut. Bei der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes wurden die Ruinen der Hallen beseitigt.

Berli n-Charlotten bu ~g Ober - Verwaltungsgericht

6. Das Oberverwaltungsgericht wurde von 1905 bis 1907 mit einem Kostenaufwand von mehr als anderthalb Millionen Mark nach einem Plan von Paul Kieschke in der Hardenbergstraße, Ecke Jebenstraße errichtet. Seit dem 1. April 1953 hat das massive Gebäude, von dem lediglich das Dach im Bombenkrieg beschädigt wurde, das Bundesverwaltungsgericht aufgenommen.

7. Die ehemalige Artillerie- und Ingenieurschule Ecke Hardenberg- und Fasanenstraße wurde nach einem Plan von Baurat Voigtel errichtet und im Dezember 1876 eingeweiht. Das langgestreckte Hauptgebäude an der Fasanenstraße, ein Verblendziegelbau mit siebenundzwanzig Achsen an der Hauptseite, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Einsturzgefahr abgerissen. An seiner Stelle befindet sich heute der Neubau der Berliner Bank.

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138. CHARlOTTEBURG.

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8. Der Platz, auf den nach dem Hobrechtschen Bebauungsplan vom Jahre 1862 die Goethe-, Carmer- und Uhlandstraße zuliefen, erhielt 1885 seinen Namen nach dem Freiherrn vom Stein und wurde mit einer runden Rasenfläche geschmückt. Heute stehen in den wiederhergestellten Anlagen des Platzes zwei schlichte Denkmäler für die Opfer des Nationalsozialisrnus und des Stalinismus.

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