Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Böttcher
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2067-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Die von der 'Evangelischen Gemeinschaft ClausthaI' im Jahre 1906/07 erbaute Bethanienkapelle in der Seilerstraße. Die den Methodisten nahestehende Religionsgemeinschaft war auf Veranlassung des Sagewerksbesitzers Wilhelm Schubert (Sägewerk Harzziegelhütte ) zur Pflege besonderer religiöser Anliegen und Bedürfnisse im Jahre 1900 gegründet worden. Durch neuzeitlichen Hausbeschlag wurde der ursprünglich charakteristische Baustil der Kapelle im Jahre 1979 völlig verändert.

40. Hölzerner Wasserbottich am Großen Bruch. Diese für den Oberharz eigentümlichen Holzbrunnen dienten der Trinkwasserversorgung. Über hölzerne Rohrleitungen erhielten die Bottiche ständigen Wasserzufluß vom Hirschler Teich. Zellerfeld hatte einen eigens für Trinkwasser angelegten Röhrenteich am Fuße der Schalke. Der tägliche Haushaltsbedarf an Wasser wurde mit der Schanne, einem Traggestell für zwei Eimer, nach Hause getragen. Das war besonders im Winter bei Frost und Schneeglätte eine schwere Belastung. Die alten Holzbottiche wurden 1891 durch gußeiserne Schmelztiegel ersetzt, die bei den Hüttenwerken als Entsilberungskessel ausgedient hatten.

41. Die letzten Clausthaler Nachtwächter Karl Lindner, Fritz Steinkuhl, Georg Ahrend und August Böhm. Das Ende der episodenreichen Nachtwächterromantik war gekommen, als der nicht mehr zeitgemäße nächtliche Sicherheitsdienst am 1. August 1925 von der neugebildeten Ortspolizei übernommen wurde. Die in der als Timnitz bezeichneten Stadtwache neben dem Rathaus am unteren Marktplatz stationierten Nachtwächter hatten beim Rundgang durch ihr jeweiliges Stadtviertel mit dem Signalhorn und der melodischen Mahnung 'Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen ... ' die vollen Stunden auszurufen, nächtliche Ruhestörer zu arretieren, bei Brandgefahr zu alarmleren und auf Bestellung Frühaufsteher zu wecken. Tagsüber waren sie berufstätig: Lindner als städtischer Ausrufer, Steinkuhl als Ziegenhirt, Ahrend als Fuhrknecht und Böhm schnitzte Schaubergwerke.

42. Gußeiserner Wasserbottich an der Unteren Sorge. Nach Fertigstellung der Hausanschlüsse an das städtische Wasserleitungsnetz wurden die alten Wasserbottiche im Jahre 1926 beseitigt, aus denen bisher das Wasser kostenlos herausgeplätschert war. Die Straßenansicht der Unteren Sorge wurde 1945 durch Kriegseinwirkungen vollständig zerstört,

43. Dieser auf einer Ansichtspostkarte aus dem Jahre 1902 abgebildete Teil der Sorge wurde am 7. April 1945 bei einem unvermuteten Luftangriff zerstört, der 80 Todesopfer und weitere Gebäudeverluste in der Bader- und Silberstraße zur Folge hatte.

44. Der Kronenplatz im Jahre 1926 mit austreibender Kuhherde. Die Milchviehwirtschaft war ein bedeutender Nebenerwerbszweig vieler Bergmannsfamilien und im Oberharz die einzige Möglichkeit zur teilweisen Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln, die sich während zweier Weltkriege und darauf folgenden Hungerjahren besonders bewährt hat, Wirtschaftlicher Strukturwandel brachte diesen mit altüberlieferter Tradition und bodenständigem Brauchtum engverknüpften Erwerbszweig nach 1948 zum Erliegen. An der Straßenecke zur Windmühlenstraße ist - gewissermaßen als Syrnbol der Neuzeit - die Zapfsäule einer der ersten Clausthaler Tankstellen für Autobenzin aufgestellt.

45. Bliek auf das untere Zellbachviertel. Hier wurden auf der erzreichen Fortsetzung des aus dem wolfenbüttelschen Oberharz in grubenhagensches Gebiet herüberstreichenden Zellerfelder Hauptzuges - etwa gleichzeitig mit der Aufnahme des Bergbaues am Rosenhof - der Clausthaler Bergbau aufgenommen. Die zwischen Zellbach- und Bauhofstraße entstandene Bergrnannssiedlung wird in alten Bergakten als 'Zellerfeld grubenhagensehen Teils' bezeichnet. Die grenznahen Gruben waren häufig Anlaß zu bergrechtJichen Konflikten, die jahrzehntelange Verhandlungen über Stollenrezesse, Grenzvereinbarungen und landesfürstliche Erbansprüche zur Folge hatten.

46. Teilansicht von Zellerfeld mit dem Eulenspiegler Teich. Der für den Oberharz ungewöhnliche Teichname bezieht sich auf langwierige Grenzstreitigkeiten zwischen Braunschweig-Wolfenbüttel einerseits und Grubenhagen andererseits, die von Chronisten als 'Ulenspiegeleien' charakterisiert wurden. Die Landesgrenze verlief in der Mitte des Teiches. Sie war auf dem Teichdamm duren einen Grenzstein markiert.

47. Das erste im Jahre 1875-1877 erbaute Stationsgebäude des Bahnhofs Clausthal-Zellerfeld. Nachdem der Zugverkehr 1875 zunächst bis nach Lautenthal aufgenommen worden war, folgte der nächste Streckenabschnitt bis zur Frankenscharrner Hütte am 1. Januar 1877. Das letzte Teilstück durch das Zellerfelder Tal bis zum Bahnhof Clausthal-Zellerfeld wurde am 15. Oktober 1877 dem Verkehr übergeben, Der damals noch nicht mit einem Dach versehene Bahnsteig war mit Bäumen bepflanzt.

48. Ein eindrucksvolles Bilddokument vom Eisenbahnbau nach Altenau. Die äußerst schwierigen Geländeverhältnisse begannen bereits beim ersten Streckendurchbruch hinter dem Bauhof (Bild). Die 8,7 Kilometer lange Bahntrasse nach Altenau erforderte eine Bauzeit von zwei Jahren. Sie wurde am 1. Mai 1914 feierlich dem Verkehr übergeben. Am 31. Mai 1976 erfolgte nach 62 Betriebsjahren die Stillegung auch der gesamten Bahnlinie von Goslar nach Altenau. Der Streckeneinschnitt am Bauhof wurde inzwischen wieder zugefüllt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2017 Uitgeverij Europese Bibliotheek