Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Böttcher
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2067-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1'

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49. Der ehemalige Bahnhof Clausthal-Zellerfeld. Als das erste Stationsgebäude (Bild 47) den betriebstechnischen Anforderungen und den Bedürfnissen zur Abfertigung des Reise- und Güterverkehrs nicht mehr genügte, wurde das Bahnhofsgebäude im Jahre 1920 um einen turmartigen Aufbau für Dienstwohnungen erweitert und die Schalterhalle vergrößert. Die Bahnhofswirtschaft erhielt mit der Sommerhalle einen für Festlichkeiten und Versammlungen besonders geeigneten Saalanbau. Bei einem Luftangriff im Oktober 1944 wurde das Bahnhofsgebäude schwer beschadigt und später mit einer einfachen Dachkonstruktion wieder instandgesetzt.

50. Die ehemalige Zellerfelder Bergbrauerei. Ein Brauhaus ist in Zellerfeld bereits 1549 nachweisbar, das 1579 in städtischen Besitz überging. Den brauberechtigten Bürgern, die damals ihr Bier noch selbst brauten, waren zur Benutzung des Brauhauses geregelte Brauzeiten vorgeschrieben. Diese Form des Bierbrauens mußte infolge von Unwirtschaftlichkeit 1793 aufgegeben werden. Die Brauzeitenansprüche wurden in Geschäftsanteile umgewandelt, die heute noch bestehen. Seitdem befand sich die Brauerei unter Leitung eines Braumeisters in städtischem Besitz, Nach einem Beschluß der Brauzeiteninhaber erfolgte 1970 die Betriebsübergabe an eine Großbrauerei. 1979 wurden sämtliche Betriebsanlagen abgebrochen und die Zellerfelder Brauerei dem Erdboden gleichgemacht.

51. Das Eisgerust der Zellerfelder Brauerei im Jahre 1959. Bei frostigem Winterwetter wurde das aus starken Fichtenstämmen errichtete Holzgerüst mit Wasser berieselt. Das zu dicken, langen Zapfen gefrorene Natureis war für den Sommerbedarf der Brauerei zur Kühlung des Lagerbiers erforderlich. Es wurde in einem besonderen Eiskeller eingelagert und auch an die Gaststätten zur Kühlung ihres Bierausschanks abgegeben. In früheren Zeiten wurde der Eisbedarf zusätzlich noch durch Eisschneiden auf den zugefrorenen Teichen gedeckt. Seit Einführung der modernen Kühlmaschinentechnik wurden diese hohe Lohnkosten verursachenden, umständlichen Methoden der Eisgewinnung aufgegeben. Die Aufnahme vom Eisgerust der Zellerfelder Brauerei stammt immerhin noch aus dem Jahre 1959.

-ellerjeld, 548 m (Jfarz) 3e/lweg mil Schul.

52. Das nach dem großen Stadtbrand von 1672 erbaute ZeIlerfelder Schulgebäude. In diesem Hause befand sich bis 1833 die älteste Lateinschule des Oberharzes. Die Tradition als Volksschule geht bis auf das Jahr 1619 zurück. Von 1683 bis 1710 hatte der persönliche Leibnizfreund und ZeIlerfelder Superintendent Caspar Calvör die Schulaufsicht. Ihm ist die Entdeckung der musikalischen Begabung seines Schülers Georg Friedrich Telemann zu verdanken, dessen späteres musikalisches Schaffen durch den ZeIlerfelder Organisten Georg Martin Thiele grundlegend beeinflußt wurde. Die ältere Generation wird sich gern noch einiger Lehrer erinnern, die damals im Schuldienst standen: Lehrer Just, Damrneyer, Wichmann, Bolte, Riechers und Dittmann.

53. Der Straßenzustand des Zellwegs bis zum Jahre 1910. Die bei Regenwetter und Schneeschmelze kaum noch passierbar gewesene Straße erhielt 1911 zur Erhöhung der linken Fahrbahn eine Stützmauer mit Eisengeländer. Die untere Straßenhälfte wurde mit Rinnsteinpflasterung und erhöhtem Bürgersteig verbessert.

54. An der Geschoßgliederung der nordseitigen Häuserfront der Terrasse ist die nach dem großen Stadtbrand von 1672 angeordnete Bauweise zur Errichtung regelmäßiger Straßenfronten erkennbar. Mit überhöhten Kellergeschossen wurde die abschüssige Hanglage zum Zellweg ausgeglichen. Der Landdrost hatte befohlen, 'die zu erbauenden Häuser nach aller Möglichkeit in gleicher Höhe zu errichten, ob der Berg steiget oder fället'. Den Platz unterhalb der Kirche ließ der Vize-Berghauptmann von Trebra - ein persönlicher Freund Goethes - nach seinem eigenen Plan 1797 mit 132 Bäumen in 12 Reihen bepflanzen, deren Einfriedigung und Pflege einzelnen Spendern übertragen wurde.

55. Dem verheerenden ZeIlerfelder Stadtbrand von 1672 waren außer 465 Wohnhäusern auch beide Pfarrkirchen zum Opfer gefallen. Die Grundsteinlegung zum Bau der Sr-Salvatoris-Kirche erfolgte 1675. Sie wurde 1683 eingeweiht. Den als einschiffige Saalkirche gestalteten Innenraum überspannte ein meisterhaft konstruiertes Holztonnengewölbe, Die 1701 von Arp Schnitger erbaute Orgel befand sich ursprünglich oberhalb der heutigen Winterkirche. Der reichverzierte barocke Orgelprospekt ist noch vorhanden. 1863/64 wurde der Umbau des Kirchenraumes in eine dreischiffige Hallenkirene mit Bündelpfeilern, Spitzbogen und Kreuzrippengewölbe durchgeführt und in Anwesenheit von König Georg V. von Hannover eingeweiht, der zu den Baukosten 12 500 Taler beigesteuert hatte. Weitere Umbauten erfolgten 1953/54.

56. Ehemaliger Altar der St.-Salvatoris-Kirche. Im Mittelteil des 1864 aus Eichenholz gefertigten Altaraufsatzes war eine Skulpturenplatte mit vier alttestamentarischen Opfersyrnbolen angebracht. Darüber befand sich in Medaillonform das Pelikansyrnbol der Kirche. Zu beiden Seiten des Mittelstückes waren in je drei Figurennischen Apostelfiguren aufgestellt. Über dem Mittelstück des Altaraufsatzes erhob sich ein turmartiges Figurenhaus mit Christus am Kreuz, Maria und Johannes zur Seite. Der vom Holzwurm befallene Altar mußte 1953 beim letzten Umbau der Kirche entfernt werden. Die Apostelstatuen sind erhalten geblieben.

57. Am 26. Juli 1917 wurden drei der insgesamt vier Glocken des Zellerfelder Kirchengeläutes zum Einschmelzen abgeliefert. Nach Eintragungen in der Kirchenregistratur handelte es sich um die 1894 in Hildesheim gegossene sogenannte Niemeyer-Glocke, die zweitgrößte des Geläuts, ferner um die 1905 umgegossene drittgrößte Glocke sowie um die ViertelstundenSchlagglocke aus dem Dachreiter. Die NiemeyerGlocke konnte 1928 zwar wieder aufgefunden und zurückgebracht werden, doch im Zweiten Weltkrieg ist sie dann endgültig verlorengegangen. 1953 wurde das Geläut der St.-Salvatoris-Kirche um zwei Stahlglocken ergänzt.

58. Die Zellerfelder Kurrende mit ihrem langjährigen Präfekten Hermann Zintgraf in Gruppenaufstellung zu einem Ständchen. Der verdienstvolle 'Gassenkantor' hatte die Kurrende von 1918 bis 1934 und von 1945 bis 1967 in seiner Obhut. Diese ursprünglich zur Unterstützung von Bergmannswaisen seit 1538 nachweisbare Wohlfahrtseinrichtung war aus Mangel an Beteiligung im Jahre 1969 zum Erliegen gekommen.

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