Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Böttcher
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2067-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1'

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59. Die Clausthaler Kurrende beim Straßenumgang am Zellbach. Der nicht mehr nachweisbare Ursprung .dieser Kurrende dürfte ebenfalls bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. An Sonntagen und allen übrigen kirchlichen Feiertagen zogen die Kurrenden frühmorgens bei jeglichern Wetter zum Choralsingen durch die Straßen. Bei einem zweiten Umgang sammelten die Kurrendeknaben jeder für sich mit verschlossener Sammelbüchse und der unüberhörbaren Aufforderung: 'WolInse dn arm Schieier wos gahn? ' in den Häusern freiwillige Geldspenden. Sie dankten dafür mit einem weithin schallenden 'Gottsluhn'! Unter der Leitung ihres langjährigen Präfekten Alfred Bremer mußte die Clausthaler Kurrende ebenfalls aus Mangel an Beteiligung ihre jahrhundertealte Tradition im Jahre 1976 aufgeben.

60. Ansicht von der Goslarschen Straße um die Jahrhundertwende. Nach historischen Berichten wurde die Straße 1832 mit Bäumen bepflanzt. Als zwischen der Grabenstraße und dem unteren Brauhausberg 1856/57 die an der Brauerei vorbeiführende 'Neue Chaussee' erbaut wurde, erhielt die Goslarsche Straße damit ihre Fortsetzung zur Altenauer Straße. Der alte Baumbestand ist beim Ausbau der Goslarschen Straße weitgehend der Verkehrsentwicklung zum Opfer gefallen.

61. Der Zellerfelder Markt mit seinem bereits in einer Prospektzeichnung von 1889 dargestellten Springbrunnen. Vermutlich wurde an dieser Stelle die 1539 beim Schützenhaus gefaßte und auf den Markt geführte älteste ZeIlerfelder Trinkwasserleitung in die Gassen verteilt, wie es Hardanus Hake in seiner Bergchronik beschreibt.

62. Das von dem Zellerfelder Oberbergmeister Daniel Flach 1673 erbaute Dietzelhaus, Die für ortsübliche Verhältnisse aufwendige, dreigeschossige Bauart mit steil aufragendem, hohem Dach und kunstvoll verziertem Hauseingang, ist bemerkenswert. Stuckornamente an den Zimmerdecken der Wohnräume des ersten Stockwerks, die Symbolfiguren aus der griechischen Mythologie darstellen, sind ein seltenes Beispiel barocker Wohnkultur im Oberharz. Als 1898 der Zimmermeister Ernst Dietzel das Haus erworben hatte, wurde es nach diesem benannt.

63. Die berühmte Zellerfelder Fratzenapotheke. An der Front- und Giebelseite des 1673 von dem Apotheker Herstelle erbauten Hauses sind die Gesimse mit sonderbar verzerrten Maskenschnitzereien verziert, deren rätselhafte Bedeutung nicht befriedigend geklärt ist. Das Familienwappen über der Haustür weist auf verwandtschaftliche Beziehungen des Apothekers zu Daniel Flach, dem Erbauer des Dietzelhauses. Ungewöhnlich seltene Stuckbilder an Decken und Wänden der Wohnräume, mit Darstellungen der vier Jahreszeiten, aus der griechischen und christlichen Mythologie sowie profane Jagdszenen, lassen in künstlerischer Vollendung die repräsentative Ausgestaltung dieses in der Oberharzer Wohnkultur einzigartigen Gebäudes erkennen.

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64. Schneeschuh1aufen auf der Bremerhöhe im Jahre 1902. Der Harz ist eines der ältesten Wintersportgebiete. In Braunlage wurde bereits 1892 ein Wintersportverein gegründet. Das erste offizielle Oberharzer Wintersportfest, mit regulären Skiwettkämpfen, fand im Februar 1896 in St. Andreasberg statt. 14 Tage später erfolgte auf dem Broeken die Gründung des Oberharzer Skiklubs. Danach erlebte diese neue Sportart einen vom Schulsport maßgeblich geförderten raschen Aufschwung. Der im Januar 1903 gegründete Schneesportverein Clausthal, seit 1906 zusammen mit Zellerfeld, veranstaltete alljährliche Winterfeste, die bei reger Beteiligung der Bevölkerung an Schneebauten-Wettbewerben eine besondere Note erhielten.

65. Die Tillyschanze zu Füßen des ehemaligen Clausthaler Stadtwahrzeichens war um die Jahrhundertwende ein beliebter Tummelplatz für Schneeschuhläufer. Die leichtgeneigten Hänge boten insbesondere der Damenwelt reichlich Gelegenheit, im zeitgemäßen Sportdreß auch ohne Stockhilfe Haltung zu bewahren. Skistöcke galten dabei als unschicklich.

66. Vereinsausflug der Wintersportier des Turnklubs Clausthal im Januar 1914 über den Bruchberg zum Achtermarm nach Braunlage. Hell wie die Wintersonne strahlt die Freude an diesem Sporterlebnis aus den Gesichtern der Teilnehmer, das besonders den Damen in der zwar modischen, aber hinderlichen Sportkleidung erheblich mehr abverlangte, als ihren Begleitern. Die Tagesstrecke dieses Skiausflugs betrug immerhin mehr als 50 Kilometer.

67. Winterliche Jugendfreuden am Brauhausberg in Zellerfeld. Der von Fuhrwerken im Winter gemiedene Straßenabschnitt war für das im Oberharzer Sprachgebrauch als 'Ruscheln' bezeichnete Schlittenfahren ein beliebter Tummelplatz. Auf dem Bild ist ein vom Zellerfelder Apotheker Brömel konstruierter Schneegleiter zu sehen. Das einem Schneeschuh nachgebildete starre Gleitbrett erwies sich jedoch als unbrauchbar. Es war nicht beweglich genug. Die umgestürzte 'Kufft' wird sicherlich nur der älteren Generation noch bekannt sein. Vom Rodelschlitten völlig verdrängt, wurde der beim Ruscheln unentbehrliche einfache kleine Holzschlitten selbst von bekarmten Heimatdichtern in Jugenderinnerungen und besinnlichen Gedichten oft verherrlicht.

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68. Die Damenmannschaft eines Rennwolfklubs am Start zur Ausflugsfahrt. Der einem nordischen Hundeschlitten ähnliche Rennwolf war um die Jahrhundertwende ein beliebtes Wintersportgerät für Spazierfahrten. Der besonders leicht gebaute Schlitten wurde vom Fahrer mit einem Fuß fortbewegt, der andere Fuß stand auf einer der beiden schmalen Kufen. Mit diesem Fußantrieb war der Rennwolf nur auf festgefahrener Schneedecke von Straßen zu bewegen, die möglichst wenig Steigung beziehungsweise Gefälle aufwiesen. Wegen der eingeschränkten Verwendungsmöglichkeiten dürfte das Rennwolffahren auch nur ein zeitweiliger Spaß geblieben sein, der bald wieder in Vergessenheit geriet.

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