Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Böttcher
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2067-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Rentiergespann beim Johanneser Kurhaus im Winter 1911. Als gegen Ende des vorigen Jahrhunderts im Harzer Fremdenverkehr eine lebhafte Konjunktur zu verzeichnen war, machte sich auch das Gastgewerbe den Wintersport zunutze. Eine ganz besondere Attraktion hatte das Johanneser Kurhaus anzubieten. Seinen anspruchsvollen Gästen stand für Schlittenfahrten ein echtes Rentiergespann aus Lappland zur Verfügung, Einzelfahrern bot sich sogar die seltene Gelegenheit, im Original-Akja, einem bootsähnlichen Eskimoschlitten, durch den Harzwald zu fahren,

3ur f?odelbaJ,n.

70. Volkstümliches Rodelvergnügen auf der Osteröder Straße. Die zwei als Ehrenpforte zum Winterfest 1914 errichteten Schneepyramiden markierten die Ziellinie für Rodelwettkämpfe. Rodeln und Schlittenfahren gehörten damals zu den beliebtesten Winterfreuden für groß und klein. Gerodelt wurde den ganzen Winter über bis in den spaten Abend hinein. Nachmittags hatten Kinder und Jugendliche das Vorrecht, abends vergnügten sich die Erwachsenen. Die Entwicklung des Straßenverkehrs hat Ende der zwanziger Jahre dieses winterliche Volksvergnügen zum Erliegen gebracht.

71. Skilanglauf in der Anfangszeit des Oberharzer Wintersportes. Die unterschiedliche Kleidung und Ausstattung der beiden Langläufer läßt erkennen, daß der Zweckmäßigkeit von Sportzubehör noch keine große Bedeutung beigemessen wurde. Dafür fehlte es noch an praktischen Erfahrungen und oftmals wohl auch am Geld. Die beiden Langlaufteilnehmer passieren gerade einen durch Fähnchen markierten Kontrollposten.

"

?
t "
Itt I I 11
?? 111
1ft tU .ti
l t , "
t. ,I ,I ??

11("

tlll

72. Eröffnungsspringen im Januar 1923 zur Einweihung einer neuen Skisprungschanze im Zellerfelder Tal. Der erste im Harz durchgeführte Wettbewerb für Skispringer wurde 1900 beim Winterfest in St. Andreasberg mit Sprungweiten zwischen elf und vierzehn Metern ausgetragen. In Clausthal-Zellerfeld begann das Skispringen im Jahre 1907 auf einer kleinen Schanze am Hüttenkopf im 'Kleinen Clausthal', die Weiten bis etwa 20 Meter ermöglichte. An der günstigeren Hanglage des ZeIlerfelder Tales war 1909 ein behelf'smäßiger Sprunghügel angelegt, der erst 1922 durch den Bau einer regulären Sprungschanze ersetzt werden konnte.

73. Skikjöring-Fahrer beim Clausthaler Winterfest 1908 am Start an der Osteröder Straße. Die von Pferden gezogenen Teilnehmer an dieser aus Norwegen stammenden Sportart - überwiegend Studenten der Bergakademie - hatten eine Distanz von zwei Kilometern zurückzulegen. Der Sieger benötigte dafür je nach eigenem Stehvermögen und dem Temperament des Pferdes 9,48 Minuten. Das risikoreiche sowie von der Verfügbarkeit eines Pferdes abhängige Skikjöring hat sich im Oberharz auf die Dauer nicht durchzusetzen vermocht.

74. Anläßlich der Oberharzer Winterfeste war aus dem Bedürfnis, den Straßen des Austragungsortes durch originelle Schneebauten ein besonders festliches Gepräge zu geben, eine eigentümliche Volkskunst entstanden und zur Tradition geworden. Von diesen kurzlebigen Schneekunstwerken, die schon dem nächsten Wettersturz zum Opfer fielen, ist reichhaltiges Bildmaterial überliefert, das mit nur drei Beispielen als Abschluß dieses Bildbandes berücksichtigt werden konnte. Dieses Phantasiegebilde war beim Winterfest 1908 auf dem Zellweg zu bewundern. Die Bewertungsnote des Preisgerichtes ist nicht überliefert.

75. Der zum Modellieren von Schneebauten verwendete angefeuchtete, leicht haftende Schneematsch wurde mit klammgefrorenen Händen aufgetragen, zurechtgeformt und geglättet. Die erforderliche Härtung besorgte dann der erhoffte Nachtfrost. Diese ausschließlich winterliche Kunstrichtung war so beliebt geworden, daß die Preisrichterkommission bis zu 168 Schneebauten zu bewerten hatte. Am Beispiel der ausdrucksvoll gestalteten Clowngruppe. die anläßlich des Winterfestes 1908 am Brauhausberg zu bewundern war, kommen Einfallsreichtum und gestaltungsfreudige Kunstfertigkeit gleichermaßen zur Geltung.

76. Straßenmusikanten bei einem Winterfestkonzert auf der Treuerstraße in Zellerfeld. Die Bearbeitung der sechs Einzelfiguren war mit besonders hohem Arbeitsaufwand verbunden, der einen offenbar sachverständigen Modelleur jedoch nicht davon abzuhalten vermocht hatte, seiner musischen Neigung auch plastischen Ausdruck zu verleihen. Die mit bildhauerischer Geschicklichkeit gestaltete Musikantengruppe ist beispielhaft für die Volkstümlichkeit der Oberharzer Winterfeste.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek