Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helga Seidel
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5980-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2'

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10. Dieses Gebäude am Schlagbaum 20, als Thiele-Schmiede bekannt, erbaute im Jahre 1843 der Huf- und Wagenschmied August Thiele. Die Schrniede, früher ein Flachbau mit sehr hohem Dach, wurde 1889 als Wohnhaus hergerichtet. A. Hake erwarb das Haus Anfang der zwanziger Jahre von der Erbin Marie Thiele. Im Vordergrund sehen wir den Schwiegersohn Emil Hake mit seinem Fuhrwerk. Die schönen Schiebefenster hat der heutige Eigentümer Günter Hake liebevoll wieder eingebaut.

11. Der 'Löwehof in ClausthaI wurde im Jahre 1708 erbaut und 1913 durch Feuer bis auf die Grundmauern vernichtet. Er trug seinen Namen von dem im 17. und 18. Jahrhundert in ClausthaI mehrfach vorkommenden Bergfuhrherren- und Bergmannsgeschlecht Löwe, das wohl den Löwehof am längsten ohne Unterbrechung besaß. Dieses Gebäude diente bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts auch als Gasthaus. Doch noch bis in die 1860er Jahre übernachteten auf dem Löwehof Frachtfuhrleute und Eseltreiber. Fast jede Woche brachten Scharen von Eseln Getreide und Futtermittel aus dem Vorland in den Oberharz. Der nächste Besitzer Langer baute die zugehörigen Stallungen zu Wohnungen aus. Weitere Eigentümer waren Th. Dienelt und Dachdekkermeister Huchthausen.

12. Den Wasserturm ließ der Magistrat im Jahre 1926 erbauen. Auf der Hochebene von Clausthai gelegen, sorgt er für einen konstanten Wasserdruck im Wassernetz. Auf den heute bebauten Wiesen weideten seinerzeit noch die Ziegen. Im Hintergrund sind die Häuser und Stallungen der Buntenböcker Straße zu erkennen.

Ösieroderstross e,

13. Auf diesem Abschnitt der Osteröder Straße etwa um 1910 sehen wir rechts im Bild das Haus Osteröder Straße 13 der damaligen Drogerie Löloff. Hier wurde 1843 der größte und berühmteste Sohn der Stadt, Robert Koch, geboren. Das untere Haus läßt die Piepersche Druckerei erkennen. Darüber erheben sich majestätisch die Türme der Marktkirche, der ehernaligen Akademie und des Oberbergamtes.

14. Die Königliche Clausthaler Berginspektion an der Ecke Osteröder Straße/Silberstraße gehörte seit 1866 dem Preußischen Staat an. Im Jahre 1924 ging sie in den Besitz der Preußag über. Wegen Erschöpfung der Erzvorkommen im Oberharz wurde die Königliche Berginspektion 1930 aufgegeben. Heute befindet sich eine beliebte Studentenkneipe in dem Gebäude.

H. Hiehold. Claustbal. HO.

15. Die Silberstraße hieß bis 1928 Marktstraße. Diese Straße passierten die Silberfuhren, wenn sie das Silber von den Clausthaler und Lautenthaler Silberhütte nach dem Zehntgebäude und der Münze brachten. Die Postkarte stammt aus dem Jahre 1908. Vorne links sieht man noch einen Teil des Hauses der Königlichen Berginspektion.

16. Hier sehen wir eine Harzer Botenfrau, die täglich Sommer und Winter, von Clausthai nach Goslar, ode: von Clausthal nach Osterode ging, um Waren und Pa kete abzuliefern. Es waren meist arme Witwen, die von der Not gezwungen, sich durch diese Botengängi einen kleinen Verdienst suchten. Die Tracht war ein fach und zweckentsprechend. Dazu gehörten natürlicl die Harzer Kiepe, der über die Kiepe gebreitete Kin dermantel und der unerläßliche Strickstrumpf. In Volksmund wurden sie auch als die 'Kamele' des Ober harzes bezeichnet.

17. Die Piepersche Druckerei wurde im Jahre 1861 von Eduard Pieper gegründet. Er kaufte den Betrieb von Adolf Schweiger, der seit Ostern 1829 das Clausthaler Wochenblatt heraus gab. Später erschien sie unter dem neuen Titel 'Öffentliche Anzeigen für den Harz'. Seine Nachfolger waren Bruno Reiche 1898, Wilhelm Georgi 1910 und Gustav Sauerbrey, der die Druckerei 1929 übernahm und sie bis 1954 führte. Unter dernachfolgenden Leitung seiner Tochter R. Meier-Cortes wurde die Firma modernisiert und baulich verbessert. Im Jahre 1958 feierte die Zeitung ihr 150. Jubiläum. Leider mußte die Produktion 1986 eingestellt werden. Die Zeitung wird nun in Goslar gedruckt. Das Foto müßte aus den zwanziger Jahren stammen. Die Druckerei wird unter dem bekarmtem Zeichen 'pd' GmbH weiter geführt.

18. Dieses Gebäude an der Ecke Schulstraße/Hindenburgplatz hat sein Aussehen kaum verändert. Nach wie vor ist es mit grauem Schiefer beschlagen und besteht noch die Steintreppe, die zur Haustür führt. Die Aufnahme ist aus dem Jahre 1890 und das Haus war damals unter dem Namen 'Villa Külle' bekannt. Später ging es in den Besitz Cramer und Humm über. Der Schuppen im Hintergrund beherbergte viele Jahre die Schusterwerkstatt E. Humm. Auch das Nebengebäude auf der Schulstraße ist ohne Mühe als das heutige Tabakgeschäft Germer zu erkennen.

19. In dem stattlichen Haus Rollstraße 2 befand sich bis 1958 die Ratsapotheke. Die erste Ratsapotheke ist im Jahre 1638 gegründet worden. Auch sie wurde bei dem großen Brand 1844 vernichtet, doch schon ein Jahr später wieder aufgebaut. Die Apotheke entwickelte sich zu einer der Bedeutendsten des Landes. Damals hatten die Apotheker noch viel Zeit, um Arzeneien und Salben selbst herzustellen. Vom Apotheker Ilsemann hieß es, er habe sich in seiner 64jährigen Tätigkeit ein Vermögen erworben. In den Jahren von 1722 bis 1924 trug die Apotheke den Namen 'Bergapotheke', 1958 wurde sie zum Kronenplatz verlegt. Die heutige Ratsapotheke befindet sich in neuzeitlicher und moderner Ausstattung auf der Adolf-Roerner-Straße,

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