Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2

Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Helga Seidel
Gemeente
:   Clausthal-Zellerfeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5980-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Clausthal-Zellerfeld in alten Ansichten Band 2'

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20. Mit dem Aufkommen der ersten Automobile waren auch die Unfälle auf den Straßen vorprogrammiert, wie hier an der Kreuzung Adolf-Roemer-Straße/Hindenburgplatz. Noch heute, trotz moderner Verkehrsführung, ist diese Ecke ein neuralgischer Unfallspunkt. Auch damals fanden sich schnell die schaulustigen Bürgerein.

21. Als zweitältestes Gasthaus gilt das von dem damaligen Rathauswirt Molle an der Goslarschen Straße (Adolf-Roemer-Straße) eröffnete Gasthaus 'Die Windrnühle'. Im Jahre 1807 erwarb G.A. Stallmann das Haus und nannte es 'Stadt London'. Das Gasthaus war auch im Besitz eines Saales, in dem Schauspiele, Konzerte und artistische Vorstellungen aufgeführt wurden. 1913 mußte aus Sicherheitsgründen das Betreten des Saales im ersten Stock für mehr als fünfzig Personen verboten werden. Während des Zweiten Weltkrieges hieß 'Stadt Londen' vorübergehend wieder 'Windrnühle'. Nach dem Krieg waren in dem Haus auch eine Arztpraxis und die Paketpost untergebracht. 1950 etablierte sich dort der Goldschmiedemeister Selle. Die Kreissparkasse hatte von 1952 bis 1972 hier ihre Geschäftsräume, ebenso hatte die Firma Hund danach dort eine Filiale. Der Wirtschaftsbetrieb, seit 1986 als 'Hotel garni' geführt, besteht nicht mehr.

22. Die Firma C. Meyer kann auf eine lange Tradition zurückblicken. 1806 übernahm der Kaufmann c.L. Schwarze das Geschäft von der Witwe Schachtrupp. Durch Einheirat ging die Firma in die Hände des Kaufmanns C. Meyer über. Mit großem Fleiß konnte er das Geschäft ständig vergrößern. Später übernahmen die beiden Söhne die Firma. im Volksmund bekannt als der Zeug-Meyer und der Schmier-Meyer. Der neue Eigentümer wurde Horst Harthun. Harthun und seine Söhne vergrößerten die Gebäude zu dem heute so beliebten und gern besuchten Kaufhaus Harthun.

23. Schmunzeln muß man beim Betrachten dieser Aufnahme, die etwa 1930 im Kolonialwarengeschäft C. Meyer aufgenommen wurde. In Teamarbeit wiegen die Lehrlinge in Schlips und Kragen sorgfältig Mehl, Zucker, Reis oder Erbsen für die erwartete Kundschaft ab. Vielleicht erkennt sich noch der Eine oder Andere.

24. Die Buch- und Papierhandlung H. Uppenborn wurde im Jahre 1868 gegründet. Sie befand sich früher in dem Gebäude der Bäckerei Biel. 1918 feierte die Firma ihr 50jähriges Bestehen. Artur Kühle, der die Firma 1911 kaufte, verlegte das Geschäft 1924 in das Nebenhaus, Adolf-Roemer-Straße 7. Er erwarb 1940 noch das benachbarte Haus Nr. 9 und vergrößerte seinen Laden. Sein Sohn Artur trat seine Nachfolge an. Aus gesundheitlichen Gründen verkaufte A. Kühle das aus einem reichhaltigen Angebot bestehende Geschäft 1977 an die Familie Steier. Heute nennt sich die Firma 'Lineal-Papeterie'.

25. Etwa 1914 wurde das Central-Theater in ClausthaI an der heutigen Adolf-Roemer-Straße eröffnet. 1919 verkaufte der Besitzer A. Wildmann das Kino an R. Löper, der es wiederum 1945 an seinen Sohn Fritz Löper übergab. Der Enkel Karl-Heinz wurde 1966 Eigentümer verbunden mit dem Tabak- und Zigarrengeschäft. Hans Georg Morè pachtete das CentralTheater ab 1978. Für ein hervorragendes Jahresfilmangebot erhielt es 1993 den Jahresfilmprogrammpreis des Landes Niedersachsen.

26. Das obige Haus in der Mäverstraße gehörte dem Bäckermeister U de. Das Foto stammt aus dem Jahre 1910 und nur der Bäckergeselle auf dem Steintritt und das Schild an der Giebelseite, lassen uns in diesem Wohnhaus eine Bäckerei vermuten. Interessant ist, daß Paul Ernst einige Zeit im Nachbarhaus (Fuchs) wohnte und der Sohn Ude sein Spielgefährte war. Bekannt war noch das Milchgeschäft Mügge, in dem man bis Ende der siebziger Jahre lose Milch in der Milchkanne kaufen konnte.

27. Die meisten Bergmannsfamilien waren mit einer großen Kinderzahl gesegnet. Damals konzentrierte sich das Leben in der Familie. Fleiß, Zufriedenheit und Genügsamkeit gehörten zu den wertvollsten Tugenden. Doch auch die Lebensfreude kam nicht zu kurz. In fast jedem Haushalt traf man sich zum Musizieren und gemütlichen Beisammensein. Die gute Stube wurde nur zu besonderen Anlässen benutzt, wie hier auf der Aufnahme im Jahre 1912, zum Weihnachtsfest. Ein besonderes Schmuckstück war die mit gußeisernem Fuß und allei Schnörkeln verzierte Petroleurnlarnpe, die für die damalige Zeit ein strahlendes Licht verbreitete.

28. Das Krankenhaus auf der Bremerhöhe, hier kurz nach seiner Fertigstellung im Jahre 1914, wurde mit finanzieller Hilfe der Clausthaler Bergbaukasse erbaut. Es ist verbunden mit dem ehemaligen alten Krankenhaus in der Windmühlcnstraße, das seit 1845 bestand. 1952-1954 erhielt das Krankenhaus einen Erweiterungsbau, dem leider das Wahrzeichen, der Turm, zum Opfer fiel. In den letzten Jahren ist man durch stetigen Anbau in verschiedenen Bauabschnitten bemüht, das Krankenhaus modern und neuzeitlich für die Bevölkerung zu erhalten.

29. Das Café und die Konditorei Brünig befand sich in bester Lage am Kronenplatz. Es empfiehlt sich mit Torten, Teegebäck und Kuchen, vorzüglichern Kaffee und Schokolade. Brünig war im Volksmund auch als Schrnand-Friedel bekannt, was sich wohl auf den leekeren Schmandkuchen bezog. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1926 und man bewundert das schnittige Automobil, das durchaus eine Harzpartie schaffte. 1953 bezog die Ratsapotheke das Haus. Heute ist ein großer Einkaufsmarkt in diesem Gebäude untergebracht.

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