Colditz in alten Ansichten Band 1

Colditz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5908-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 1'

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69. Das Luisaheim wird fortan zum 'Segen ... namentlich für die Kinder, deren Eltern werktags dem Verdienst nachgehen. Ohne Sorge um ihre kleinen Lieblinge können die Eltern ihrer Arbeit nachgehen, für ein paar Ptennige pro Tag bekommen die Kinder Mittagessen und Nachmittagskaffee und sind unter gewissenhafter Aufsicht'. Nachzulesen im Colditzer Tageblatt vom April 1931. Dieses Foto wird um 1910 entstanden sein. Es zeigt uns im doppelten Sinne den ersten Kindergarten der Stadt unter Fräulein Berger. Sie war die Tochter des Kirchners von St. Egidien und 21 Jahre Leiterin. Jetzt werden im Luisaheirn Christenlehre, Bibelstunde, Frauendienst, Frauenkreis sowie Flötenstunde und Kantoreiprobe gehalten. Es gehört der Kirchgerneinde; Kantor Robert Koch bewohnt rnit seiner Familie die obere Etage.

70. Die Colditzer Stadtkapelle leitete um 1850 Musikdirektor Wind. Von 1868 bis 1890 folgten ihm die Gebrüder Waldemar, Franz und Gustav Wolschke aus einer hochbegabten sächsischen Musikerfamilie. Als Gustav Wolschke 1890 der Berufung zum Stadtmusikdirektor nach Göttingen folgte, bewarben sich dreißig Anwärter für das vakante Amt in Colditz. Auf Musikdirektor Robert Wuttke fiel die Wahl, der nun neben der Stadtkapelle noch eine 'Militärmusiker-Fortbildungsschule' leitete. Unter dem 1897 gerade neubestallten Stadtmusikdirektor Paul Stadler sind hier die Mitglieder der den Nachwuchs fördernden Blasorchesterschule um die Jahrhundertwende zu sehen,

71. Stadtmusikdirektor Paul StadIer (1872-1960) ist für Colditz eine bedeutende Musikerpersönlichkeit gewesen. In Riesa geboren, kam er 1897 nach Colditz und stand viele Jahrzehnte am Pult der bisweilen vierzig Musiker zählenden Stadtkapelle. Während dieser Zeit sind außer der Neunten alle Sinfonien von Beethoven, viele von Mozart und Haydn sowie viele klassische und moderne Ouvertüren erklungen. Für Kirche und Konzertsaal komponierte er außerdem zahlreiche Sololieder und Chor- und Orchesterwerke. Jeder Mensch hat nur eine begrenzte Lebensfahrt. Bis heute erfüllt sich singend, was Paul StadIer einst als Sängerspruch für die Colditzer Liedertafel geschrieben hat: 'Über dem Strom, der das Vergängliche treibt, thronet die Liebe, die ewig bleibt...'

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Iieimalsturm.

72. Da die auswärts wohnenden Colditzer nicht am Ort mithelfen konnten, um das erste Heimatfest der Stadt vorzubereiten, sandten sie kleinere und größere Geldbeträge. Aus diesen Mitteln finanzierte die Stadtgemeinde den Bau des 'HeimathsThurmes' auf dem Töpelsberg, der nach sage und schreibe elf Wochen errichtet war. Im Sommer 1901 begrüßte er die ankommenden Festgäste aus allen Himmelsrichtungen. Die damals gepflanzten Bäume sind mittlerweile groß geworden, und nach wie vor sorgen freundliche Wirtsleute für ein erwartungsvolles Besteigen des 20 Meter hohen Aussichtsturmes.

73. Der 23. Juni 1869 gilt als Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr. Getreu dem Wahlspruch 'Gottzu Ehr, dem Nächsten zur Wehr!' nahmen 64 Mitglieder ihre höchst verantwortungsvolle Arbeit auf. Seitdem sind 125 Jahre vergangen. und die Wehrchronik weiß viel über Feuersbrünste und Hochwasser zu berichten. Am 9. März 1902 formierten sich die Wehrleute mit Kapelle und angegliedertem Samariterzug vor dem Schützenhaus. Im Hintergrund eine von zwei Pferden gezogene vierräderige Handdruckspritze. Hermann Weichelt führte die Freiwillige Feuerwehr 1869; heute ist Rainer Drobnitza Wehrleiter.

74. Aufgabe einer Schützengesellschaft war der Landes- und Bürgerschutz. In ihrer 'ehrenvollen Vereinigung von Einwohnern aller Stände' wollte die Colditzer Schützengesellschaft darüber hinaus noch 'bürgerlichen Gerneinsinn' fördern. Ihre ältesten urkundlichen Quellen gehen auf das Jahr 1516 zurück. Ein besonders schön geschliffener Pokal, den Kurfürst Friedrich August 11. seinen Colditzer Schützen verehrte, ist heute noch im Städtischen Museum zu sehen und ein Beweis landesfürstlicher Huld. 1912 belief sich die Zahl der Mitglieder auf 103. Dreizehn Jahre später schon darüber, wie dem Gruppenbild der Gesellschaft zu entnehmen ist. Neue, interessante Aufgaben erwartet die 1994 wieder ins Leben gerufene Vereinigung.

établissement Schutzênhaus

Cotditz

75. Zur Schützengesellschaft gehörte auch das Schützenhaus, 1885 kostete sein Bau 4 410 Mark. Dem folgte 1911 eine neue Schießhalle. Es gab einen großen Saal, Gesellschafts- und Fremdenzimmer. Kurzum: die Bewirtschaftung war perfekt. Beste Voraussetzungen für Vereine, Feste und Konzerte. Nach 1945 versuchten die Verantwortlichen kulturelle Traditionen wiederzubeleben. Aus dem Schützenhaus wurde ein Kulturhaus, das seinem Namen zeitweise schon gerecht geworden ist. Am gefragtesten waren Tanz- und Theaterveranstaltungen, der Sängerfasching sowie die Vortragsabende des in Colditz geborenen Tierfotografen und Schriftstellers Helmut Drechsler (1916-1960).

76.

Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus,

sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so [estlicn aus.

Sterne hoch die Kreise schlingen, aus des Schnees Einsamkeit steigt's wie wunderbares Singen o du gnadenreiche Zeit!

Joseph von Eichendorff

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