Colditz in alten Ansichten Band 2

Colditz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6147-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 2'

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19 Der Ratssaal nach der grundlegenden Erneuerung durch den Dresdener Architekten Rometsch 1 936. Das Gestühl steht jetzt im Städtischen Museum Colditz, ansonsten ist die gediegene Raumwirkung bis heute erhalten.

20 Urn 1907gabderPostkartenverlag BTÜck & Sohn

aus Meißen diese Ansicht vom Colditzer Markt heraus. Den Platz überragen das vordere Schloß mit 'Weißem Turm' (links). die Stadtkirche St. Egidien (rechts) und der Renaissancebau des ursprünglich mit vier Volutengiebeln und Glockenturm ausgestatteten Rathauses.

2 1 Der aufmerksame Leser ist dem letzten Colditzer Kupferstecher schon im ersten Band begegnet. 1910 sah und zeichnete Carl Krepel den Marktplatz vom gleichen Standpunkt. Sie meinen: Eine total verwirrende Ansicht! Mag sein, aber vergessen Sie bitte nicht, es war Faschingsdienstag zu später Nacht, wo nicht nur der Meister 'feichtfreelich' gewesen ist.

22 Ursprünglich schlossen die Ostseite des Colditzer Marktes drei Häuser mit je einem Frontgiebel ab. Auf dieser Ansichtskarte, die der hiesige Verlag von Hermann Burkhardt 'im Sinne der Heimatschutzbewegung' herausgab, sind sie noch zu sehen. Im linken Gebäude befand sich ein Schuhwarenlager, im mittleren Oswald Bohnes Malerladen. Das rechte Geschäftshaus ragt mit seinem Mansardgiebeldach deutlich über alle hinaus und gehörte Kaufmann Wilhelm Michael, vormals A. Butgold und SA Weise. Als W. Michael im Besitz der drei Grundstükke Nr. 266 bis 268 war, ließ er den bestimmt größten 'Neubau zweierWohn- und

Geschäftshäuser' ausführen, den die Stadt bis dato gesehen hatte. Bis auf ihre Grundmauern wurden die Altbauten abgetragen, und es entstand zwischen Schloßtreppe und Kirchberg jener mächtige Ge-

bäudekomplex, über den heute zum Großteil die Sparkasse Muldental verfügt.

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COLDITZ

Oberer Markt mIt Schloss

23 Kaufmann Wilhelm Michael (1877-1929) mit Gattin Margarethe geborene Geissler und den Kindern Louise, Latte, Werner (von links nach rechts). Baudenkmale besitzen neben ästhetischen und symbolischen Werten auch allgemeinen Geschichtswert. Insofern ist der Abriß aller drei Häuser schon ein unwiederbringlicherVerlust. Die Verantwortlichen von damals wußten um die 'städtebaulich wie künstlerisch hervorragende Stelle von Colditz'. Sie taten sich schwer und verweigerten den Entwürfen des Leipziger Architekten Dr.-Ing. Walther Dietrich vom 8.August 1912 vor-

läufig ihre Zustimmung. Erst ein jahr später, am 15. August 1913, gelangten die Michael'schen Baugesuche' nochmals im Stadtrat 'zum Vortrage' . 'Es wurde beschlossen, die Genehmigung zu er-

teilen.' Der Bau begann, und schon am 29. November

1 91 3 war alles fertig. Da sich der gebildete Kaufmann an den baulichen Formen der Vergangenheit orientieren wollte, ist heute das den

Obermarkt beherrschende Haus ein Denkmal des Historismus.

24- Vom 20. bis 22.Juli 1901 beging die Stadt Colditz das erste Heimatfest. Hier der Marktplatz während der Begrüßung allerTeilnehmer am Festumzug durch Bürgermeister Johannes Müller (arn 21. Juli).

2S Fünfundzwanzig Iahre später feierten die Colditzer vom 3. bis S. Juli 1926 ihr zweites Heimatfest. Wiederum blieken wir vom Schloßcafé Kratzsch auf den Markt, wo Bürgermeister Curt Liebert soeben die Mitglieder des Festumzuges begrüßt (4. Juli). Die Ostseite des Obermarktes hat sich inzwischen gründlich gewandelt.

26 Eng aneinander reihen sich die Häuser am Untermarkt. Sie alle erzählen vom Fleiß und Geschäfssinn des Colditzer Mittelstandes. Wie hier um 1920 firmiert wurde, soll nachstehende Aufzählung in Erinnerung bringen. Die gegenwärtigen Hausbesitzer sind in Klammer gesetzt hinzugefügt. Linke Straßenseite:

Nr. 10 Brot- und Weißbäckerei Paul Voigtländer (Ulrich Möbius), Nr. 8 Seifenfabrik Paul Wunderwald (Wolfgang Petzold), Nr. 2 Kolonialwaren-Handlung Johannes Ziechner (Regina Gellert), Markt 9 Schloß-Café und Konditorei Richard Kratzsch (Gerold Kratzsch). Rechte Straßenseite: Nr. 9 Landwirt Graupners Haus (RolfPauf-

Ier), Nr. 7 Schuhmachermeister Friedrich Lehmann (Kurt Winkler), Nr. 5 Schuhwarenlager Friedrich Lehmann (KurtWinkler), Nr. 3 Barbier Otto Biener (Werner Kläffling), Nr. 1 Restaurant 'Zur

Post' HedwigVoigtländer (Uda und Fritz Hunger), Sophienstraße 2 Buchbinderei Paul Ronnger (Erika und Helmut Biwoll).

eoldilz - llniermarkt

27 Das Haus am Untermarkt 3 fällt durch seinen zur Straße zeigenden Giebel auf. Als einziges Gebäude des historischen Stadtkerns har es die 'Firstschwenkung' im 17. Jahrhundert nicht über sich ergehen lassen. Schön ist auch das spätgotische Portal mit der Iahreszahl 1564. Schieferwerkgiebel und Dach haben Hertha und Werner Kläffling, die Besitzer seit vielen [ahren, 1995 weitestgehend erneuern lassen. Im Hinterhof des Grundstückes findet sich noch ein kleines Stück der alten Colditzer Stadtmauer.

28 In den jahren 1876/77 erbauten Wilhelm Eduard Schmeisser und Sohn aus Rochlitz erstmalig auf der Westempore der Stadtkirehe St. Egidien - die Orgeln von 1575 und 1707 standen auf der Nordempore - ein neues mechanisches Orgelwerk. Zum gleichen Zeitpunkt entfernte man in der Kirche die letzten Teile der wertvollen Renaissance-Ausstattung und ersetzte sie durch neogotische. In diesem Stil zeigt sich natürlich auch der Orgelprospekt mit 57 klingenden Pfeifen in sieben Feldern und Tünnen. Die Orgel besaß im Hauprwerk elf Register, im Oberwerk sechs, im Pedal fünf und hatte vier Nebenzüge. Insgesamt konnten 1 262

Pfeifen zum Klingen gebracht werden. 1931 ist das Instrument von Alfred Schmeisser wiederum durch ein neues mit pneumatischerTraktur ausgetauscht und nach der 1964 vorgenommenen Umdisponierung durch Reinhard Schmeisser klanglich nicht mehr verändert worden.

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