Colditz in alten Ansichten Band 2

Colditz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6147-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 2'

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69 An drei langen Tafeln sitzt eine stattliche Anzahl Arbeiter, daneben Bauherr und Honoratioren, vorn spielen sieben Bläser auf. Auch an neugierigen Zaungästen fehlt es nicht. Aber die größte marktwirtschaftliche Besonderheit stellt der schnell vom Bauschuppen zum Restaurant 'Zur Eule' avancierte Holzbau E. Hirschbergers dar. Fast fünfzig Iahre hat das Werk vorzügliche Papiere und Kartormagen hergestellt und zuletzt 1 SO Beschäftigte gehabt. Der Firmengründer joharm Christian Braun war am S. Januar 1829 im vogtländischen Limbach geboren und verstarb all 20. Juli 1903 in Rochsburg. Betriebsleiter sind Christian Franz Braun (1861-

1904) sowie Emil Heinrich Braun (1886-1944) gewesen. Einer ihrer direkten Nachkommen ist der Colditzer Tierarzt Christian Braun.

70 'Schirrn dich Gott, du schöner Wald!' konnte man früher am Giebel desWaldwärterhauses lesen. Und in seinen Betrachtungen über das Colditzer Forstamt zitierte Forstmeister Arthur Bruhm (1872-1959), Nachkomme einer der ältesten sächsischen Försterfamilien, den klugen Satz von Riel:' ... Brauchen wir das dürre Holz nicht mehr, um den äußeren Menschen zu erwärmen, dann wird dem Geschlecht das grüne, in Saft und Trieb stehende, zur Erwärmung seines inwendigen Menschen um so nötiger sein.' Auch heute noch ist der Colditzer Wald das grüne Herz dieser Landschaft, lugt das zwischen 1 9 1 2 und 1 91 3 gebaute Waldwärterhaus hin-

ter dichtem Grün hervor. Seine Bewohner waren die Revier- und Oberförster Bernhard Henker, Willy Henker, Herr Schmialek, Gerhard Schindhelm und Karl-Georg Hamann. Letzter wohnt seit

dem 1. Dezember 1965 in der Lausicker Straße 66.

71 Seit 1867 ist der Konzertplatz im ColditzerTiergarten eine wichtige kulturelle Lebensader der Stadt. Im vergangenen Jahrhundert war Forstmeister van Witzleben, der das Waldrevier von 1 867 bis 1876 verwaltete, bei Einweihung des Musikpavillons zugegen. Nach 1900 entstand eine jener 'Kunstlauben' , die auf dieser Postkarte bildlich überliefert ist. Auch viele Bänke umsäumten den Platz, damit die Besucher bequem den Klängen von Stadtkapelle und Liedertafellauschen konnten. Um Manfred Knochenmuß und Roland Brauner, die mit der Bauleitung Beauftragten, haben sich im Frûhjahr 1995 viele Sangesbrüder der Liedertafel um den Wiederauf-

bau des ersten Musikpavillons bemüht. Zum traditionsreichen Pfingstkonzert, am 5. Juni, konnte er am angestammten Platz wieder festlich eingeweiht werden.

72 Bei Sommerfrischlern war die 'Waldschänke' schon 1908 eine gute Adresse. Damals besaß sie noch]. Seidel. Als Martha und Hugo Vogel das Haus in der Lausicker Straße 60 ûbernahmen, wurde aus dem Gasthof eine 'vornehme Einkehrstätte' , wie man sie sich kaum schöner denken konnte. Sowohl herrliche Parkanlagen als auch weirräumige und dennoch gemütliche Gasträume entstanden, ebenso komfortable Hotelzimmer, Die von unten beleuchtete Glas-Tanzfläche war über zwei Iahrzehnte die Attraktion des Hauses. Auch heute kehren viele gern hier ein. Mit Geschäftsführer Jörg Müller ist sie nun ein Tochterunternehmen der Hand-

werkskammer Leipzig. Obwohl seit vielen [ahren rnit 'Handwerkerheim Waldhaus ' firmiert wird, sollten Sie bei einem Besuch lieber nach der 'Waldschänke' fragen: ein Gaststättenname, der an sei-

ner Popularität zu keiner Zeit eingebüßt hat,

Sommerfrische "Waldschänke", Colditz. Besitzer J. Seidel. Telephon 371.

73 Die Herren der Hauskapelle auf der Glas- Tanz-Diele in der 'Waldschänke ' I 92 9 :

Arthur Hoffmann (Violoncel10), Hermann Burkhardt (am Flügel), Willy Kronbiegel (Violine), Paul Rothe (Violine und Trompete) und Max Bóhme (Schlagzeug).

74 Im Iahre 1265ließ der Abt von Kloster Buch, Heinrich, die Lastauer Mühle erbauen. Diesem Ereignis verdankt die Stadr'Colditz ihre erste Erwähnung. Aus der alten Papiermühle ist 1879 die Papierfabrik Lastau hervorgegangen. Oswald Meyh aus Zwickau und Louis Beda aus Niederschlema waren ihre ersten Inhaber. 1905 ging das Fabrikanwesen ganz und gar in Bedasehen Familienbesitz über, den Hermann Curt Beda (1900-1985), wir sehenihn hier als Neunzehnjährigen, zuletzt verwaltet hat. Seine Frau Henriette Johanna geborene Imroth lebt hochbetagt bei ihren Kindern in Colditz. In ihrer ehemaligen Fabrik hat sich nach 1989 die Fen-

ster- und Türenwerk GmbH Karl Bachl niedergelassen.

75 Gustav Louis Bonacker. Er besaß das schon 1783 von seinem Großvater Gustav Salomon Bonacker käuflich erworbene Rittergut in Hausdorf Nach seinem Tode (1901) verwalteten die drei Geschwister den umfangreichen Grundbesitz noch bis in die dreiBiger Iahre unseres Jahrhunderts.Als am 3.August 1957 Hedwig Eleonore Bonacker in Colditz, Luisastraße 3, mit 89 Iahren heimgerufen wurde, ist sie als Letzte in der Bonackersehen Familiengruft auf dem Coldit zer Stadtfriedhof beigesetzt worden. Das um 1820 errichtete Erbbegräbnis ist das einzig erhaltene im klassizistischen StiL Schön restauriert steht es unmittelbar am Friedhofseingang. Der Gruftaufbau gleicht einem kleinen Prostylos-Tempel, und vier kannelierte Säulen aus Rochlitzer Porphyr tragen das Giebel-

dreieck aus dem gleichen Stein. Im Tympanon eine verlöschende Fackel, das Kreuz Christi und der Anker. Es gehört zum Wesen christlicher Symbole, über sich selbst hinauszuweisen: Aus der Nacht des Todes (Fackel) führt Euch Christus (Kreuz) zum ewigen Leben. Daraufhofft (Anker)!

76 Krippenspiel 1935 in der Kirche zu Collmen. Andächtig sitzt Maria (Ursula Härtling) vor der Krippe des Jesuskindes. Iosef (Erich Hübler) steht ernst neben ihr, Rechts davon knien in prächtigen Gewändern die heiligen drei Könige aus dem Morgenland. Sie wurden gespielt von Wenzel Freiherr von Reiswitz und Kadersin. dem Podelwitzer SchloBherrn, Dr. phil. Fritz Kästner aus Tanndorf und pfarrer Dr. theoL Johannes Heber (von links nach rechts). Den ersten Engel links spielte Ella Thierner, den ersten rechts Ilse Kirsten; in gleicher Reihe steht als Vierter von rechts Gärtnermeister Otto Lindner. Das kleine Mädchen irn karierten Mantel

rechts neben W van Reiswitz ist Lucie Häßler, und der erste Hirte links ist Erhart Müller. Was bleibt, das sind liebe Erinnerungen und die alte, ewig neue Hoffnung, daB doch der Stern von Bethlehem auch in

unser Leben - in die kommenden Festtage hineinleuchten möchte!

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