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Colditz in alten Ansichten Band 3

Colditz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6674-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 3'

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Einleitung

In der 'Darnals Reihe' der Europäischen Bibliothek sind bereits zwei Bände 'Colditz in alten Ansichten' erschienen. An einen dritten Band wollte ich nicht denken, das schien mir anmaßend. Nachdem aber die ersten beiden Bildbände, einschließlich Nachauflagen, viele Heimatfreunde in nah und fern fanden, gab ich dem Drängen des Verlages nach. Und nun hoffe ich, es möge sich bewahrheiten, daß aller guten Dinge drei sind.

Was ist Heimat? Ein Ort, eine Landschaft, ein Gefühl? Friedrich Nietzsche sagt: 'Heimat ist nicht ein Stück Erde. Heimat sind Menschen, die mit dir auf das Atmen der Seele hören.' Nun, lieber Leser, hören wir gemeinsam auf das Atmen unserer Seelen!

Manch längst vergessen geglaubte Begegnung oder manch liebenswerte Erinnerung an Menschen, gleich welchen Standes, soll auf diese Weise im besten Sinne des Wortes festgehalten werden. Und sei es nur fiir einen kurzen Augenbliek, für ein fernes Leuchten, so hinterlassen sie doch eine Spur im Licht.

Von alten Fotografien geht immerzu ein besonderer Reiz aus, weil wir durch sie in eine andere Zeit eindringen möchten, das Denken und Fühlen unserer Vorfahren zu verstehen versuchen. Was aber, wenn uns bestimmte Anlässe und die Abgebildeten nicht mehr bekannt sind?

Solche Aufnahmen repräsentieren allenfalls Schauwert, darüber hinaus sind sie wertlos.

Sofern wir es möchten, hat die Stadt Colditz in diesem Iahr viele Gründe, sich dankbar zurückzuerinnern.

Zum einen begeht die ehemalige Schlobach- Mühle ihr 175jähriges Bestehen, zum anderen fand genau vor einhundert Iahren das erste Colditzer Heimatfest statt. Der Bau des Heimatturms auf dem Töpelsberg setzte ein sichtbares Zeichen tätiger Heimatliebe. In der Weiherede für den bis heute beliebten Aussichtsturm spricht Franz Kleeberg auch von Heimat und dem Atmen vieler Seelen: 'Heimat, dieses Wort ergreift unsere Seele mit süßem Klang. Heimat, der Ort, wo unsere Eltern wohnten, der Ort, wo unsere Wiege stand, der Ort, der unser Jugendglück gesehen, Heimat, das Ziel der Sehnsucht für alle diejenigen, die weit, weit draußen sind in der großen Welt. Die Erde ist zwar überall des Herrn, aber es giebt auf ihr ein Heim, durch Gottes Huld und Führung für uns bestellt, für uns geheiligt und geweiht, das ist das Vaterhaus.' Und Stadtpfarrer Max Klien betonte in seiner Predigt zum Heimatfest am 21. Juli 1901: 'Was für einen anheimelnden Klang hat das Wort Heimat: Wie manches Lied singt von der trauten Heimat unsrer Lieben, und so manche, die in ihrer Jugend hinausgezogen sind und fern von der Heimat

leben, ersehnen es als letzten und höchsten irdischen Wunsch, noch einmal die Stätte ihrer Heimat zu sehen, die Fluren, da sie als Kinder spielten, den Genossen ihrer Jugend ins Auge zu schauen und ihnen die Hand zu drücken, an den Gräbern ihrer Heimgegangenen still zu stehen und ihnen eine Thräne des Gedenkens zu weihen. Wie manche, die ferne sind am fremden Ort werden oft von einem wehmüthigen Sehnen erfaßt, dem Heimweh, sie möchten nach Hause, nach Hause. Wie elend und beklagenswerth sind die Heimat-losen.

Der Heimat verpflichtet war sein ganzes Leben hindurch auch der vor einhundertjahren geborene spätere Fotografenmeister Ernst Johannes Lange. Er hat unzählige Aufnahmen von Menschen, Festlichkeiten, Häusern und Landschaften hinterlassen. Auf vielen Fotos sind Firmen, Fabriken, Straßenzüge und Villen festgehalten: Ein reicher Fundus lokaler Denkmalpflege. Hochwertige Bauten des Historismus und der Stilkunst um 1900 sind von der Kunstgeschichtsforschung lange Zeit verkannt und nicht selten als 'innovationsloser Eklektizismus' abgetan worden. Mit dem Abstand eines Jahrhunderts stehen wir vor einfallsreichen Fassadendekoren aus Stuck und Naturstein, bewundern die eleganten Treppenhäuser und erkennen endlich den wahren Wert kunstvoll gearbeiteter Haustüren, handgeschmiedeter Gitter und bemalter Bleiglasfenster. Damit wird nicht nur der schöne Betrachtungssinn unserer Mitmenschen gefördert, sondern vor allem das soziale Wohlbefinden von Einwohnern einer Stadt.

In den wertvollen Zeichnungen von Walter Beuchling ruht eine künstlerische Tiefe, die ich dem Betrachter nicht vorenthalten wollte. Die Blätter sind weniger zur strikten Kapitelteilung gedacht, als vielmehr zum Innehalten, Verweilen und folglich auch Durchatmen der Seele. Sie werden in diesem Buch zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Zum Schluß möchte ich mich für das reichhaltige Bildmaterial, die vielen Hinweise und Anregungen bedanken, durch die der dritte Band erst möglich wurde. Mein besonderer Dank gilt Manfred und Irmgard Knochenmuß von der Heimatstube Schloß Podelwitz sowie Johanna Beuchling, Karin Borchardt, den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel (Michael Diener), Gudrun und Horst Eismann, Dr. med. Waldtraut Gärtner (Geringswalde), pfarrer Johannes Herberholz (Lastau) , Irmgard Joseph, Udo Joseph, Elke Kamprad, Anneliese Kretzschmar (Rochlitz), Ursula Krüger, Forstrat Heiko Linhart (Hausdorf) , PhotoPippig (Grimma), Gerlind Pöppler (Ritterhude ), Heinz Ronniger (Zschadraß), Dorle Ruh, Architekt Dipl. -Ing. Wolfram Schäfer (Boostedt), Carl RudolfSchlobach jun., Rainer Schulz, dem Städtischen Museum Colditz (Renate Lippmann), Hannelore Strack (Lastau) ,Walter Uhlmann (Stralsund) und Heidi Weinert (Kernen im Remstal) .

1 Walter Beuchling (1890-1980).

Schloß Colditz vom Muldenufer der hinteren Haingasse. Tuschezeichnung von 1950 und Originalvorlage für viele Wandteller, die mit diesem Motiv in blau bemalt worden und im damaligen VEB Steingutwerk Colditz entstanden sind.

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17 S jahre Colditzer Mühle CL. Schlobach. Von der kurfürstlichen Amtsmühle zum modernen Nährmittelbetrieb

2 Die heutige anonanährmittel CL. Schlobach GmbH hat die älteste Betriebsgeschichte der Stadt Colditz, denn die Geschichte der Mühle ist aufs engste mit der Colditzer Stadtgeschichte verbunden. Es ist die gleiche Urkunde vom 24. Mai 1265, worin Colditz erstmalig als Stadt Erwähnung findet und die Existenz einer Wassermühle bezeugt wird. Aus den nachfolgenden drei Jahrhunderten sind nur spärliche Nachrichten vom Mühlenwesen der Stadt überliefert. 15 14 wurde die Colditzer Mühle 'Amtsmûhle' und gehörte fortan zum Besitz des kur-

fürstlich-sächsischen Staates. Nach 1584 mit sechs großen Mahlgängen ausgestattet, stand ihr allein das Recht zum Getreidemahlen für Colditz und 22 umliegende Dörfer aus dem Amt Colditz zu. Damit sicherte sich das kurfürstliche Amt die Einkünfte und die Mühle einen beständigen Kundenkreis. Im zweiten Iahrzehnt der Industriellen Revolution in Sachsen nahm der Firmengründer des heutigen Nährmittelbetriebes Carl Leopold Schlobach (das hier wiedergegebene Ölgemälde zeigt sein Porträt) eine besondere Rolle ein. 1822 trat er als Mitpächter bei seinem späteren Schwiegervater, dem Colditzer Amtsmühlenpächter Gottlob Ludwig Hennig, ein und wirkte ab 1826 als alleiniger Pächter.

Von Stund an nahm das Mühlenwesen der Stadt unter seiner Leitung einen

enormen Aufschwung, der letztlich in dem von ihm bewirkten Übergang von

der Lohn- zur Handelsmüllerei einen krönenden Abschluß fand. Das gelang ihm vier Iahre vor seinem Tod mit der finanziellen Ablösung des auf der Mühle ruhenden staatlichen Mahlzwanges. Carl Leopold Schlobach hatte die Mühle bereits am 1.0ktober 1852vom sächsischen Staat käuflich erworben. Mit der 'Tradition der Vergangenheit und der Leistung der Gegenwart' war die Schlobachsche Mühle hervorragend für die Anforderungen des 20. Iahrhunderts gerüstet. Weit über Sachsen hinaus erfreute sie sich des besten Rufes als Hersteller feinster Roggen- und Weizenmehle. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Unternehmen vor schwierigen Aufgaben. 1962 mußte der Familienbetrieb einer

staatlichen Beteiligung zustimmen. Doch auch im VEB Nährmittelwerk Colditz (nach 1972) blieb der Urenkel des Firmengründers, Carl RudolfSchlobach sen. (1922-1994), Betriebsdirektor und spezialisierte gemeinsam mit seiner Schwester Sybille Schlobach (1919-1995) den ursprünglichen Mühlenbetrieb auf Nährmittel. Am 1. Juli 1990 wurde das Werk reprivatisiert und firmiert seitdem als anonanährmittel CL. Schlobach GmbH. Produkte wie Instanterzeugnisse aus Getreide, Müslis, Backmittel und Eisgrundstoffe sind als anona - Erzeugnisse seit langem ein Begriff für beste Qualität. Seit 1994 ist Wolfram Eismann Geschäftsführer des traditionsreichen Familienunternehmens.

att t ropo(ö !r~{o6ar , !JBü6(fn6fn~fr in ~o(öil!. geb.am 9.Septembep 1798, gest.am 30.August 1880.

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geb. am 17. Januar 1813, gest.am 19. Juli 1879.

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ltfelene Jlauline ~cijlo6ac~ ge6.mtäullen eb.6.Juli1859 gest. 30. Juli 1921

3 Die Grabplatte für den Firmengründer des heutigen Nährmittelbetriebes, Carl Leopold Schlobach

(1 798 -1 880) , an der Schlobachschen Familiengruft auf dem Colditzer Stadtfriedhof.

4 Beim Mühlenbrand vom 10.Oktober 1879 brannte das Werk bis auf die Grundmauern nieder. Wie durch ein Wunder blieb von der alten Amtsmühle lediglich die kleine, in sich funktionierende 'Bauernmûhle' unversehrt. Innerhalb von zehn Monaten konnte der Mühlenbetrieb wieder aufgenommen werden. Große Gebäude waren entstanden und mit modernen Maschinen ausgestattet. Auf dem Foto von 1937 ist die sogenannte Bauernmühle gut zu erkennen, dahinter die hohen Mühlengebäude von 1880 mit derWestfassade des Saalhauses von Schloß Colditz.

5 An der Verladerampe der Schlobach-Mühle.

Es ist meines Wissens die einzige Postkarte, auf der fünfMühlenarbeiter, einer noch dazu mit Bierflasche, für die Kamera pausiert haben. Gut zu erkennen sind aufPlanenwagen und Mehlsäcken die Firmenaufschriften: 'CL. Schlobach - Mühle - Colditz i. Sa.' Oder sollte das Foto quasi der Probe aufs Exempel standhalten, als im Sommer 1924 der Firmenchef die Anweisung erließ, ' ... im Sommer tagsüber nur eine Flasche Colditzer Bieres zu trinken, denn vier Sackträger sind mir letzte Woche arg dusselig begegnet'?

6 Im Iahre 1956 blickte die Schlobach-Mühle auf 130 Iahre ihres Bestehens zurück. Mühlenleitung und Belegschaft fanden sich am 1. Mai dieses Iahres zum Jubiläums- Foto mit Festwagen vor dem Schloß-Café von Richard Kratzsch ein. Stadtfotograf Johannes Lange hat das Foto angefertigt. Auf dem Festwagen sind von links nach rechts Alfred Ruh, Günter Treudler und Max Otto zu sehen. Davor stehen von links nach rechts:

Walter Pester, Herr Bergner, Joseph Völkel, Armin Keller, Linus Gelbrich, Max Müller, (N.N.), Curt Hörig, Kurt Härtwig, Paul Treudler, Helmut Kreide,

Carl Götte, Carl Rudolf Schlobach, Sybille Schlobach, Herr Bemmann, Erna Standke und Otto Müller.

7 Eckhaus von Tischlermeister Carl Iulius Schreiber und Sohn Paul Schreiber in der Mühlgasse bzw. am MühlhofNr. 201. Es stand auf der linken Gassenseite, ist schon lange abgerissen und heute Parkfläche auf dem Hof des Nährmittelwerkes. Die alte Aufnahme hat 1 89 1 Fotograf Reinhold Stümpfle gemacht. Wir sehen Tischlermeister Paul Schreiber (links) mit seinem Gesellen (rechts), die gerade im Begriff sind, eine neue Bettstatt und Zimmertür auszuliefern. Oben schaut Vater Carl Iulius Schreiber mit Frau aus dem Fenster, denn eine Fotografie war um 1 900 schon eine wichtige und teure Sache, die alle Beteiligten auf den Plan rief. Das hinter Schreibers Haus durch eine Mauer und Tür ver-

bundene Gebäude war schon zur SchlobachMühle gehörig. Wir sehen es an der SackaufzugsÖffnung im Giebeldreieck und an den Planenwagen.

Nachdem die Brandkataster-Nummem weggefallen waren, erhielt Schreibers Haus die Nummer 3 in der Mühlgasse. Frau Goldammer ist eine Enkeltochter

von Paul Schreiber gewesen und hat viele Iahre am Erns t - Thälmann - Platz (Sophienplatz) gewohnt.

8 Die Baumwollspinnerei von Whitfield und Felgenhauer auf einer Zeichnung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Andeutungsweise links das ehemalige Wohnhaus von Martin Kirsten, Haingasse 34 (j etzt im Besitz von Dr. lngrid Siegel und Maria Meyer), rechts die Vorgängerbauten mit schönem Fachwerk und Andreaskreuzen von Wießners Grundstück Haingasse 13 (jetzt im Besitz von Petra und Gerd Baumeyer) . 1810 erwarben William Whitfield und Friedrich David Felgenhauer van den Erben des Kaufmann Kölz dessen vormalige Walkmühle, die die Übersichtskarte der Stadt Colditz in Heinrich Ferdinand Bellgers Chronik von 1832 mit der römischen Nummer VII des Brandversiche-

rungskatasters bezeichnet. Das Grundstück lag am jenseitigen Ufer des Mühlgrabens etwa dort, wo sich heute der freie Platz zwischen der anona-nährmittel CL. Schlobach GmbH und der Einfahrt zur Villa Schlobach erstreckt. Beim Schließen des Mühlgrabens ist das Gebäude leider abgerissen worden. Die Steine des industriegeschichtlich interessanten Werkes füllen den Mühlgraben in der vorderen Haingasse. Whitfield und Felgenhauer waren gemeinsam Gründer und Eigentümer der ab 1811 in Betrieb genommenen Baumwoll- und Schafwollmaschinenspin nerei. Später kam noch eine Maschinenbauabteilung hinzu. Die Beschäftigtenzahlen beliefen sich 1831 auf 12 Kinder und 45 Erwachsene. Das Wasser

des Amtsmühlengrabens bewegte das große Wasserrad, (seine hoch hinauf reichende Überdachung ist auf der Zeichnung gut zu erkennen) womit die Maschinen in Betrieb gesetzt wurden. Als der Fiskus den Firmengründern 1825 noch ein Grundstück der zwischen Amts- und Spinnmühle gelegenen

Bleiche erblich überließ, erbauten sie darauf ihr Wohnhaus. Das Unternehmen bestand bis ins 20. Jahrhundert und firmierte noch 1906 mit 'v:

Whitfield & Co. Colditz (Inh. W Felgenhauer), Baumwollen -Spinnerei und mechanische Zwirnerei, Strickgarn-, Wattenund Docht- Fabrik'.

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