Colditz in alten Ansichten Band 3

Colditz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6674-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 3'

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39 Diese Postkarte erschien 1912 im Colditzer Verlag von Walther Huhn und gewährt eine seltene Draufsicht auf die obere Töpfergasse (links) und die obere Schloßgasse (rechts) . Auffällig sind die schönen Hausbegrünungen. Auch steht zu diesem Zeitpunkt noch das kleine Haus zwischen der heutigen Töpfergasse 27 (einstige Besitzerin Antonie Urban) und Töpfergasse 33 (einstiger Besitzer Molkereiwarenhändler Paul Schreckenbach). Der Betrachter kann es unschwer erkennen. Es ist das von oben gezählte fünfte Haus am rechten Straßenrand derTöpfergasse, das mit seiner Fassade deutlich vor springt. Was es aus der

benachbarten Schloßgasse noch zu berichten gibt, erfährt der Leser auf den nächsten beiden Seiten.

COLDITZ

Schloss und TOpf.rgasse mit Blick aufs Schloss

40 Auch das gab es vor fast einhundert Iahren in Colditz: Öffentliche Warnung eines besorgten Ehemannes im Colditzer Wochenblatt Nr. 68; Dienstag, den 17.Juni 1902, Seite 351.

UlfJtJlug. . .

~cfj mcrne ~iermit 3ebetmann,· meiner ~rau auf meinen 91amen etwa~ 3U borgen, inb~lit i~ nidjt me~r

bafür auffomme. . ".

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41 Ein Familienzwist wird über die Lokalpresse ausgetragen: Öffentliche Erwiderung der Ehefrau im Colditzer Wochenblatt Nr. 69; Donnerstag, den 19.Juni 1902, Seite 357 .

. ~uf bie ~nnonce in bor.9'lummer bß. ~Itt~. er:: rotbere id}, baä idJ cu] ben 91amen meines W1anneß ü~er.g.au~t nid)t~ geborgt belomrnen ~ätte, ief) bielmeijr ftetß uerfJrecgen muf3te, felóff. jür ·~.e3a~{ung auffommen

3U ttioUen. ~durß':edJilJitJ, geó. lun~e.

42 Walter Beuchling (1890-1980).

Porträt eines Freundes. Kohlezeichnung um 1912.

43 Walter Beuchling (1890-1980) ... chen ät eines indis Portra

Sadhu. m

. hnung u Bleistiftzeic

1916.

44 Fotograf Johannes Lange, Ende April 1961:

Blick vom Dach des Eckhauses Schützenstraße 8 auf Schützenstraße, Fürstenweg und Dresdener Straße. Die Biegung wird

van den Colditzern lange schon als 'Konsumkurve' bezeichnet. Im Ianuar / Februar 1982 ist das wie ein Dreiseithof ausschauende Areal (Gastwirt Karl Seidel besaß es) abgerissen

worden, da die Straße verbreitert werden mußte. Das dahinter liegende Haus mit den GaragenToren (auch Seidels Besitz) haben Erika und Dieter Gläß 1996 gekauft und

nach vielen Umbauten zu einem schmucken Wohnund Geschäftshaus rekonstruiert. Es zählt heute zur Dresdener Straße 2A.

45 Fotograf Johannes Lange, Dezember 1960:

Blick zur 'Konsumkurve ': rechts mündet die Schützenstraße in die stadtauswärts führende Dresdener Straße. Im Haus mit dem

Krüppelwalmdach war Hildegard Flatter viele Iahre Inhaberin des Weißund Wollwarengeschäftes. Weiter oben sehen wir den Giebel von Hulda und Karl Seidels Restaurant. Hier

pflegte der Colditzer Stadtpfarrer Oswald Dietrich allsonntäglich zu Mittag zu speisen. Nach getaner Mahlzeit zog er seinen schwarzen Rock über, nahm Hut und Regen-

schirm und dankte den Wirtsleuten nie mit Geld, aber ' einem herzlichen Vergelt's Gott!' Der Gasthof existiert auch nicht mehr.

46 Der Betrachter möchte bitte nachsehen, daß diese Aufnahme mit den drei Villen in der Dresdener Straße 3, 5 und 7, die schon einmal im ersten Band von 'Colditz in alten Ansichten' erschien, hier nochmals gezeigt wird. Ich möchte gern neben den Wohnhäusern die ursprünglichen Besitzer vorstellen. Die Postkarte nach dem Foto von Paul F. Weber aus Leipzig scheint dafür besonders geeignet. Beginnen wir mit dem linken Gebäude und seinem kräftig ausgebildeten turmähnlichen Anbau, der in den vergangenen Iahren wieder einen neuen vergoldeten Turmknauf mit Wetterfahne erhalten hat. Beides stammt aus der Werkstatt des weit über die Grenzen seiner Heimatstadt bekannten Kupfer-

schmiedemeisters Immanuel Hochkeppeler. Zwischen den Jahreszahlen 1888 und 1999 sind nach altem Vorbild auch wieder die Initialen des Hauserbauers von 1888 eingearbeitet: R.M. - Richard

Mädler. Dem Colditzer Bürgermeister Johannes Müller (1847-1907) diente es zu Wohn- und Repräsentationszwecken . Von 1 9 1 9 bis 192 1 nannte die Villa der Landtagsabgeordnete Walther Huhn sein

eigen. Mit dem 1. August

1 92 1 ging sie schließlich in den Besitz von Dr. med. Richard Gärtner über; dessen Tochter, Dr. med. Waldtraut Gärtner, gehört das Haus noch heute.

Dresdener Straße

47 Der Colditzer Arzt und Geburtshelfer Sanitätsrat Dr. med. Richard Gärtner (1889-1979), aufeinem Foto der Dresdener Fotografin Hilde Hoppe. Emil Richard Gärtner erblickte am 21. März 1889 in Lindhardt bei N aunhof das Licht der Welt. Die Eltern besaßen die dortige Mühle mit Gasthof Nach dem Besuch von Volksschule Naunhofund Realschule Grimma legte R. Gärtner zu Ostern 1909 das Reifezeugnis auf dem Königlichen Gymnasium zu Döbeln ab. Anschließend studierte er an den Universitäten Leipzig und Freiburg i. E. Medizin. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam der Eintritt in den Heeresdienst. Ohne Unterbrechung mußte er an den Feldzügen in Belgien, Frankreich, Galizien und

Rußland als Truppenarzt teilnehmen. Im April 1919 wurde Richard Gärtner als Oberarzt in die Reserve entlassen. Nach abgeschlossener Promotion heiratete er am 8. Dezember 1920 die kunstsinnige und sängerisch hochbegabte Elisabeth Winnig aus Magdeburg. Wenige Monate zuvor, genau am 10. April 1920, hatte Dr. Richard Gärtner seine Arztpraxis in Colditz eröffnet. Seinerzeit gab es in der Muldenstadt drei Ärzte, aber ihr Betreuungsgebiet erstreckte sich über 33 Ortschaften im Umkreis von 8 Kilometern. Fußmärsche von drei und mehr Stunden waren keine Seltenheit. Der Anfang war schwer! Aber nach 59 Praxisjahren im Dienste der Gesundheit floß Sanitätsrat Dr. med. Gärtner soviel

Achtung und Verehrung zu, daß dieser Quell auch 22 Iahre nach seinem Tod

noch längst nicht versiegt ist.

48 Eine der ältesten Fotografien von Colditz. Nachdem das Haus an der Dresdener Straße 5, auf der späteren Darstellung in

der Mitte von Bild 46 zu sehen, von Baumeister Carl Eduard Peuthert urn 1 870 errichtet worden war, kam es zum offiziellen Fototermin. Kein Hausbewohner durfte fehlen, und auch die Kinder aus der Nachbarschaft tummeln sich im Sonntags-Habit. Auffällig die fünf]ungen aufStelzen. Sicherlich waren die Stangen mit Trittklötze damals gerade ein willkommenes Belustigungsmittel. Wenn man sich in dieses Foto hineindenkt, glaubt man, gar nicht in Colditz zu sein. Anstelle des Staketenzaunes steht heute eine Mauer, an die Erdreich für Vorgärten aufgeschüttet ist. Das Zeltdach

mit der Kamin-Plattform hat um 1900 einem 'Schweizer Dach' mit vier großen Kehlen weichen müssen. Der letzte Umbau fand nach der Währungsreform 1948 statt. Dort hat die Dresdener Straße 5 im wesentlichen ihr heutiges Aussehen bekommen. Durch alle Iahre hindurch ist das Haus im Familienbesitz geblieben. Gegenwärtig gehört es der Tochter van Baumeister Martin Winkler, Karin Borchardt. Gabriele und Günter Fuhrmann bewohnen seit 1988 das Erdgeschoß.

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