Colditz in alten Ansichten Band 3

Colditz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6674-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 3'

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49 Baumeister Carl Peuthert jun. (1866-1921) auf einer Fotografie, die im Atelier von Moritz Lange entstanden ist. Nach seinem Vater, der 1864 die älteste Baufirma der Stadt Colditz ins Leben gerufen hatte, stand Carl Peuthert jun. dem Unternehmen vor. 1924 trat Schwiegersohn Martin Winkier (1897 -1989) in den Betrieb ein. Seinem Bauund Geschäftssinn verdankt die Firma ihren führenden Platz innerhalb des Bauwesens der Stadt. Mit einer Baumaterialhandlung, eigener Sandgrube und einem Sägewerk kamen unzählige Hoch- und Tiefbauarbeiten zur Ausführung. Nach 43 Iahren emsigen Schaffens ging das Geschäft in eine PGH Bau über, die Gert Hemmrich von 1968 bis 1990 leitete.

Ab 1991 übernahm dieser den Betrieb als 'Colditzer Baugeschäft' , der mit seiner großen Belegschaft bis zum Iahr 2000 an die guten Traditionen im Baugewerke anknüpfte, dann leider aber schließen mußte. Damit ging eine

13 6jährige Baugeschichte zu Ende.

50 Um das Iahr 1928 wird Dr. med. Heinrich Lorenz Uhlmann (1879-

1 954) als praktischer Arzt nach Colditz gekommen sein, das Haus auf der Dresdener Straße 7 erworben und seine Praxis im Erdgeschoß eingerichtet haben. Das Foto zeigt ihn im Hinterhof seines Grundstückes. Dem Einwohnerverzeichnis von

1 938 entnehme ich, daß zu jener Zeit außer den Eheleuten Uhlmann noch Elfriede Hirntzsch als Hausmädchen und Konrad Ludwig als Kraftwagenfahrer die Villa bewohnten. Zum damaligen Kollegenkreis gehörten der auf Seite 47 erwähnte Dr. med. Richard Gärtner, Dr. med. Fritz Müller und Dr. med. Walther Ulrich. Dr. Müller wohnte Am Ring 25

(heute hat darin Zahnarzt

Dr. med. dent. Fritz Müller seine Praxis), Geburtshelfer Dr. Ulrich wohnte in der Pestalozzistraße 4 (heute gehört es Dr. med. Margot Weiske, der Witwe des ehemaligen Chefarztes vom Krankenhaus Colditz, OMR Dr. med. Karlernst Weiske).

5 1 Todesanzeige für den Colditzer Arzt Dr. med. Heinrich Lorenz Uhlmann. Zusammen mit seiner Frau Margarete Uhlmann (1900-1986) haben beide ihre letzte Ruhestätte auf dem Colditzer Stadtfriedhof gefunden.

Erlöst.

Dr. med.

Heinrich Lorenz Uhlmann

geb. 31. 12. 79. gest. 25. 10. 54.

Halbersladl Coldllz

In fli1ler Trauer

llIlargarete Ilhlmann, geb. Sdiulze Walter Uhlmaun

Hildegard Kaufmann, geh. Uhlmann, Wien Dr. med. Walfgang Uhlmann u. Frau, Wutha Elsbetil Uhlmllnn, Halherfladt

Prof. Dr. Eduard Uhlmann u. Frau, Jena Dara verw. Uhlmann, Münfler

Brlgltte Kaufmann, Enkelkind

Beerdigung om DonDerstag, den 28. Oktober 1954. 13,15 Uhr von der Friedhofskapelle aus.

1I1/l3J6

52 Walter Beuchling (1890-1980).

Rentier Merseburger 1901 im 90. Lebensjahr.

Nach dem Leben gezeichnet und 1912 fertiggestellt.

53 Das alte Rentamt in der Bahnhofstraße auf einer Postkarte um 1920. Vor dem Eisenbahnbau betitelte man diesen Straßenzug mit ' An der Leipziger Straße' . Der Vorgängerbau des heutigen Hauses Bahnhofstraße 14 (Marion Müller und Karsten Köhler sind die derzeitigen Besitzer) beherbergte den ehemaligen 'Gasthof zum Stern', den wir Nachgeborenen nur noch als 'Goldenen Stern' in der Bahnhofstraße 27 kennen. Stadteinwärts schließen sich auf gleicher Seite die Bahnhofstraße 12 und 10 an. Beide zuletzt genannten Grundstücke waren 1805 noch 'wûste Hausbaustellen'. Stadtchronist H.F. Bellger merkt weiter an, daß 'alle drei Grundstücke ... im Iahr 1806vom Fiscus erkauft und die jet-

zigen Rentamtsgebäude hierauf errichtet' worden sind. Bis in unsere Tage hinein hat sich der Königlich-Sächsische Wappenstein über dem Eingangsportal des alten Rentamtes (Bahnhofstraße 10) erhalten. Das Amt an sich gehörte unmittelbar zum dahinterliegenden Forsthof. Als der letzte Colditzer

Oberforstmeister von Manteuffel am 21. Dezember 1872 verstarb, ging der Forsthof in Privatbesitz über. Dem Forstrentarnt schlug wenige Iahre später auch die letzte Stunde.

Es ist am 1. April 1 880 für immer geschlossen worden. Einige Zeit benutzte man es noch als Oberförsterwohnung, bis daß es

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1883 Rittergutsbesitzer Ewald Steiger aus Zschirla kaufte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb und nutzte das stattliche Anwesen Leopold Dietzsch als Stadtgut. Von dessen Erben kaufte Irmgard Joseph 1954 das Stadtgut, das sie heute gemeinsam mit ihrem Sohn Udo Joseph verwaltet.

COLDITZ

Bahnhofstrasse mIt dem alten Rentarnt

54 Stadtgutbesitzer Leopold Dietzsch. Bevar Leopold Dietzsch das Rentamt kaufte, war er 'Stadtgutsund Gasthofsbesitzer' in der Badergasse 1 89. Hinter der alten Hausnummer verbirgt sich der Gasthof 'Zum braunen Roß' in der späteren Badergasse 22. Die Fleischermeister Winkelmann, Scheffler und zuletzt Fischer haben hier ihrem Beruf alle Ehre gemacht. Eben dieses Grundstück ist im Sommer 200 1 vollkommen abgerissen warden, da das Nährmittelwerk Schlobach dringend einer neuen Zufahrtsstraße bedurfte, die an der Stelle über die Badergasse hindurchführen soll. Um 1920 gewährte

Leopold Dietzsch der Leipziger Pianistin Gerwien, im einstigen Rentamt zu unterrichten. Auf den kommenden Seiten wird Näheres darüber zu erfahren sein.

55 Klavierunterricht im Stadtgut Dietzsch: Walter Beuchling am Flügel sitzend, dahinter Frau Gerwien und ein leider nicht mehr zu ermittelnder Herr. Das große Zimmer im Erdgeschoß des vormaligen Rentamtes gehört heute zur Wohnung der Familie Peter Richter. Hier erteilte die junge Pianistin Gerwien begabten Erwachsenen Klavierunterricht. Einer von ihnen war der vielseitig künstlerisch begabte Walter Beuchling. Malerei und Musik haben seinen ganzen Lebensinhalt bestimmt. Gegenseitig befruchtend erschloß sich aus dem Farbton die Klangfarbe. Seine in die-

sem Band keineswegs wahllos eingefügten Zeichnungen möchten in ein Menschenleben blieken lassen, dessen Herz mehr auszudrücken vermochte als der Mund.

56 Walter Beuchling solistisch am Flügel im Stadtgut Dietzsch.

57 Walter Beuchling 1915 vor der Staffelei im Hinterhof des elterlichen Hauses in der Badergasse 13.

58 'Orgelmusik ist für mich von aller Kunst das Schönste und Edelste! Meiner lieben Grete Geissler zu Eigen. Kurt Varges an der Orgel zu Colditz am 21. Februar 1923.' Das ist die rückseitige Widmung auf diesem Foto. Wir sehen den jungen Organisten Kurt Varges an der

1 876/77 van Wilhelm Eduard Schmeisser und Sohn aus Rochlitz erbauten Orgel der Stadtkirche St. Egidien. Mit Grete Geissler ist Marie Margarethe Geissler (1899-1975) gemeint. Sie war seit dem 18. November 1934 mit Wilhelm ErnstTheodor Strack (1907-1991) verheiratet. Margarethe Geiss-

ler entstammte dem näheren Verwandtenkreis des langjährigen Colditzer Kantors Iohann Ernst Geissler (1 827 -192 0) .

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