Colditz in alten Ansichten Band 3

Colditz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Albert Peter Bräuer
Gemeente
:   Colditz
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6674-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Colditz in alten Ansichten Band 3'

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59 Familienausflug 192 5 zum Wettinplatz, heute Cottaplatz, in den Colditzer Wald. Von rechts nach links stehen in der hinteren Reihe: Betriebsassistent Eduard Buchheim, Margarethe Buchheim, Postsekretär Alexander Buchheim, Klempner-Obermeister Albert Bräuer

und Bahnbeamter Ernst Rudolph. Davor sitzen von links nach rechts: Betti Buchheim, Konzertsängerin Gertrud Buchheim, Anna Marie Buchheim, Auguste Buchheim, Liska Bräuer, RolfBräuer und

Ida Rudolph. Eines der seltenen frühen Fotos,

auf denen die Colditzer Konzertsängerin Gertrud Buchheim abgebildet ist.

Aufgewachsen ist sie in der Rochlitzer Straße 64. Über ihr Leben und Wirken ist nicht nur vieles unbekannt oder gänzlich im Dunkeln, auch ihr Ende macht betroffen.

60 Konzertsängerin Gertrud Buchheim als Hänsel (Mezzosopran) in der Oper 'Hänsel und Gretel' van Engelbert Humperdinck am Stadttheater Kiel. Leider konnte das genaue Iahr der Aufführung nicht festgestellt werden. Zu vermuten ist aber 1927 oder 1928. In jenen Iahren war Georg Hartmann Intendant, Eugen Iochum Generalmusikdirektor, Manfred Köhler und Hans Gahlenbeck Kapellmeister. Das Foto van Gertrud Buchheim ist im Atelier Haandier (?) -Krah auf der Reventlou-Allee in Kiel entstanden.

61 Künstlerfoto von Gertrud Buchheim aus dem Atelier Lehmann- Tovote (Ort leider unbekannt). Geboren wurde Anna Gertrud Buchheim am 9. Oktober 1902 in Colditz. Unter dem 16. November des gleichen Iahres verzeichnen die Kirchenbücher ihren Taufeintrag. Dadurch erfahren wir, daß der Vater Friedrich August Eduard Buchheim Steingutoberdreher in Colditz und die Mutter Anna Marie Buchheim geb. Rüffer ist. Die kleine Gertrud war das dritte Kind ihrer Eltern.

Als Taufpaten sind genannt: Alexander Buchheim (Briefträger in Colditz), Heinrich Buchheim

('Kaufmann von auswärts'); ihn vertrat der ebenfalls in Colditz ansässige Briefträger Richard Buchheim) und Pauline Rüffer von Lomnitz in Schlesien (sie wurde durch den Steingutdreher RobertThomas in Thumirnicht vertreten).

62 Walter Beuchling (1890-1980).

Junges Mädchen.

Kohle- Kreide-Zeichnung um 1912.

63 Klassenkameradinnen 1932 im Hinterhof des Wohnhauses von Max Schille am Sophienplatz 7.

Von links nach rechts stehen: Johanna Beilig, Waldtraut Gärtner, (N.N.), Annemarie Näther, Heidi

Hertel, Johanna Beuchling, Elfriede Naumann, Ingrid Beda, Katharina Prasser und Irma Hofmann.

64 Es geschah Ende der zwanziger Iahre in der Volksschule Colditz. Der alte Oberlehrer Karch war nicht nur wegen seines Geizes bekannt, sondern auch wegen seiner Rohrstöcke von seinen Schülern gefürchtet. Wenn ein Stock 'abgearbeitet' war, holte sich der Herr Oberlehrer beim GärtnerWüst einen neuen. Warum er ihn gerade beim Gärtner holte, weiß ich nicht, aber es war eine altbekannte Tatsache. Eines Tages herrschte wieder Sturm im Klassenzimmer, und als Oberlehrer Richard Karch zum Stock griff, hauchte dieser schon nach wenigen Schlägen sein Dasein aus. Er war in der Pause vorher von den Schülern gekerbt worden. Karch war sprachlos, dann faßte er sich, warf die Reste des Stockes in den

Papierkorb, griff sich einen Schüler und sagte: 'Schmaus (Sohn des Schulhausmeisters Georg Schmaus), geh' zu Wüst und hole einen Stock. Sage, daß ich ihn selbst bezahlen werde', setzte er noch hinzu. Zehn Minuten später war Schmaus wieder da. Grienend! In den Händen trug er - zum Ergötzen der ganzen Klasse - einen herrlichen, mit roten Blüten übersäten Blumenstock. (Nacherzählt aus 'Der Rundblick', Heft 4, 1957.)

65 Vom Schloß-Café aus beobachtete Stadtfotograf Ernst Moritz Lange das Schuifest 1910. Der lange Zug zieht vom Sophienplatz in die untere Sophienstraße. Festlich gekleidete Kinder, die Mädchen in weiß, die Jungen in schwarz, bestimmen das Bild. Sogar ein rollendes Pfefferkuchenhaus und etwas weiter dahinter die Blaskapelle, Lehrer und Schaulustige - sie alle ziehen an diesem schönen Sommertag durch Colditz. Darüber hinaus gewährt der Fotograf auch einen Blick aufHäuser dieses Straßenzuges. Rechts das hohe Jugendstilhaus von Paul Ronnger. Mit Genugtuung möchte man die Wasserschäden an der rechten Hauswand des eben erst fünf]ahre jungen Gebäudes quittieren. Hel-

mut Biwoll hat sie längst beseitigt, denn das Haus ist grundlegend restauriert worden. Seit 1994 ist in den Ladenräumen des Erdgeschosses das Schuhhaus von Erika Biwoll etabliert. Links vorn sehen wir das Eckhaus des Galanteriewarenhändlers Bruno Hartelt

(heute Colditzer Kaufhaus), danach Drechslermeister Otto Müllers Domizil (heute Foto- und Fernsehgeschäft von Günter Spiegel), Sattlermeister Wilhelm Wackers Anwesen (jetzt besitzen das ehemalige Wohnhaus von Irmgard und Manfred

Knochenmuß Simone und Steffen Dathe) und so weiter und so fort.

Die beiden frontal stehenden Gebäude am Straßenende gehören Brigitte und Klaus Hempel (links) sowie Irmgard bzw. Cornelia pfau (rechts).

66 Martha Weigel 1890 im Eingangsportal des Hotels 'Zum Goldenen Kreuz' am Colditzer Marktplatz auf einem Foto von Cornelius Gurlitt. Als ihr Vater Karl Weigel die älteste und vornehmste Herberge der Stadt (1555) gekauft hatte, siedelte die Familie von Zwickau nach Colditz über. Hier begegnete Professor Gurlitt auch der hübschen Gastwirtstochter, die es ihm angetan hatte. Noch vierzig Iahre später besuchte Martha Weigel, inzwischen mit Stadtmusikdirektor Paul Stadier verheiratet, den Achtzigjährigen in der Technischen Hochschule Dresden, wo er noch

wissenschaftlich tätig war. Das ist am 1 7. Mai 1 930 gewesen. 'Er war erfreut,' notierte sie unter anderem auf der Rückseite dieser Fotografie, die sich noch im Besitz von Enkelsohn Wolfgang Stadier befindet.

67 'Gelegentlich einer Bierkneipe im Goldnen Kreuz skizzierte Prof. Gurlitt nebenstehendes Blatt. Es wurde der erste Auftrag in Colditz.' Das kleinkarierte Papier, auf dem Geheimrat Prof. Cornelius Gurlitt im Herbst 1896 unter anderem drei Kirchenkelche aus verschiedenen Epochen skizzierte, erweist sich bei genauerer Betrachtung auf der Rückseite als Kassenzettel. Cornelius Gulitt ist einer der bedeutendsten Kunsthistoriker und Architekten an der Schwelle vom 1 9. zum 20. Jahrhundert gewesen. Seine Schriften auf dem Gebiet der Denkmalpflege, Barockforschung sowie des Kirchen- und Städtebaues haben bis auf den heutigen Tag an Aktualität nichts eingebüßt. Cornelius Gurlitt ist am 1. Ianuar

1850 in Nischwitz bei Wurzen geboren und starb im gesegneten Alter von 88 Iahren am 25. März 1938 in Dresden.

68 Die Borromäerinnen:

Schwester Afra (links), Schwester Alkuina (mitte) und Schwester Realina (rechts) um 1960 im Colditzer Schloß. In meinen Kindertagen gehörten diese Ordensschwestern zum alltäglichen Stadtbild von Colditz. 1946 übernahmen Borromäerinnen eine im Krankenhaus Schloß Colditz untergebrachte Pflegestation und wohnten auch im Schloß. Dort richteten sie sich eine Hauskapelle ein, in der der katholische Ortsgeistliche zweimal in der Woche die Heilige Messe feierte.

Eine der Schwestern war als Seelsorgehelferin angestellt. Da in einem anderweitigen Krankenhaus Personalmangel herrschte, beendeten die Schwestern nach 21 Dienstjahren im August 1967 ihren für-

sorglichen Dienst an Kranken. Die Geistlichen der katholischen Pfarrvikarie von Colditz waren in jenen Iahren: Ferdinand Austen (1945-1946), Augustin Kresse (1946-1951),

Dr. Adolph-Dietrich von Schönberg (195 1-1955), Johannes Klante (1955-

1 966) und Paul Gerhard Meletzki (1966-1969).

In seiner über 750jährigen Geschichte haben dem Kloster St. Marienstern (Panschwitz- Kuckau) drei Äbtissinnen vorgestanden, die allesamt aus unserer Muldenstadt kamen: Adelheid von Colditz (13341355), Mofka von Colditz (13 65-13 74) und Amabilia von Colditz (13741377). Oberhalb des

Vierzehn- Nothelfer-Altares der dortigen Klosterkirche sind im 'Hussitenfenster' unter Mofka und Amabilia von Colditz Amtszeit bemalte Glasscheiben entstanden, die bis heute überdauert haben und ein wertvolles Zeugnis deutscher Glas-malerei

des Mittelalters abgeben.

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