Coppenbrügge in alten Ansichten

Coppenbrügge in alten Ansichten

Auteur
:   Ilsemarie Nagel
Gemeente
:   Coppenbrügge
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2974-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Coppenbrügge in alten Ansichten'

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19. Gemäß einer alten Tradition ließ der Schlachtermeister Menge jedes Jahr kurz vor Pfingsten die festlich geschmückten Pfingstochsen durch den Flecken führen. Diese Ochsen sollten zu Pfingsten geschlachtet werden. Meister, Gesellen und Lehrlinge zogen mit den Ochsen von Gasthaus zu Gasthaus, wo jeweils ein Umtrunk gehalten wurde. Diese Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren, Im Hintergrund stehen Adolf Menge (Senior) und Adolf Menge (Junior), und rechts ist noch das Fachwerk des später abgerissenen Wohnhauses zu sehen. Der 'Pfingstochsenbrauch' wurde seit Beginn der dreißiger Jahre nicht mehr gepflegt. Der immer stärker werdende Kraftfahrzeugverkehr ließ einen derartigen Umzug nicht mehr zu.

20. Die beiden Wohnhäuser des Bauernhofes Falke wurden ursprünglich nicht als Bauernhäuser gebaut. Das vordere Haus (es wurde 1969 abgerissen) entstand wahrscheinlich im 18. Jahrhundert. Aus einem alten Verzeichnis von Coppenbrügge geht hervor, daß dieses Haus als Ratskeller des Fleckens genutzt wurde. Das zweite Haus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von einem Schneidermeister gebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwarb der Posthalter Otto Mahlstedt aus Hohnsen die beiden Häuser und richtete in dem älteren für kurze Zeit eine Poststelle ein. Nach seinem frühen Tod entstand unter dem nachfolgenden Besitzer Falke ein landwirtschaftlicher Betrieb.

21. In den zwanziger Jahren benutzte man für sonntägliche Spazier- oder Besuchsfahrten noch den Kutschwagen. Hier hat Landwirt Otto Falke (der Großvater des heutigen Hofbesitzers) zu einer Ausfahrt mit Frau und Tochter anspannen lassen. Auf dem Kutschbock sitzt Herr Tiedernann, ein Angestellter auf dem Hof, in Kutscherlivree.

Coppenbrügge

Schloßftraß~ mil Ernlt Feuerhase-Brunnen

22. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1910 entstand am Schnittpunkt der Bahnhofstraße/Dammstraße mit der Schloßstraße. In dem großen Haus, rechts im Bild, betrieb Leonard Becker (der Schwiegersohn des Vorbesitzers Homann) ein Installations- und Haushaltswarengeschäft. Die Tafeln an der Hauswand machen Reklame für Badeeinrichtungen, Pumpen aller Art und das Verlegen von Wasserleitungen. Links im Bild steht der 1908 gesetzte Ernst-Feuerhake-Brunnen, und in der Schloßstraße ist auf der linken Seite das Haus des Maurermeisters Lippmann zu erkennen (mit großer Treppe). An dieser Stelle steht inzwischen der Kreissparkassenneubau.

23. Nach einer Sitzung irn Ratskeller in der Schloßstraße im Jahre 1905 ließen sich die Coppenbrügger Ratsherren, die 'Steuerschrauber', vom Fotografen Reinbrecht im Bild festhalten. Im Hintergrund sehen wir das Scheunentor der Ratskellerscheune, die im Sommer 1945 abbrannte. Die Aufnahme zeigt in der hinteren Reihe (von links) Maurermeister Wilhelm Hornkahl, Tischlerrneister Friedrich König, Hofbesitzer Friedrich Sander aus Marienau, Färbermeister Georg Lüders, Ratsherrn Heinrich Bruns und Ratsherrn Bergmann (Pulvermühle). In der vorderen Reihe sitzen (von links) Landwirt Haun aus Dörpe, Kaufmann Wilhelm Bruns, Gemeindevorsteher Lücke aus Marienau, Bürgermeister Carl Schulze, Gemeindevorsteher Conrad Marahrends aus Dörpe, Ratsherr Friedrich Hasenbein und Schlossermeister Friedrich Bennecke.

24. Die Höfe zu diesen beiden alten Bauernhäusern in der Schloßstraße existieren heute nicht mehr, Das rechte Haus gehörte dem Vollmeier Johann Bruns (heute Fernseh-Jenschke). Das stattliche Haus links (heute Feuerhake/Viole) soll in früheren Jahrhunderten als Gästehaus der Burg gedient haben, u.a. auch zum Zarenbesuch. Als ehemalige Besitzer sind die Familien von Wendorf, Stokenbrand und Lücke bekannt. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme (1903) fand gerade wieder ein Besitzerwechsel statt. Der Landwirt Lücke hatte seinen Hof verwirtschaftet und sich ins Ausland abgesetzt. Seine Frau verkaufte das Grundstück an den Topfhändler August Feuerhake, der vor der Haustür zu sehen ist (der rechte der beiden Männer). Hinter ihm auf der Treppe stehen seine Mutter Dorothea und seine Schwester Frieda.

25. Nochmals werfen wir einen Bliek auf die beiden eben beschriebenen Häuser. Jedoch sind inzwischen mindestens 13 Jahre vergangen: Johann Bruns riß nämlich 1916 den vorderen Teil seines alten Bauernhauses ab und baute ein neues stattliches Haus, Der hintere Teil des Hauses blieb in alter Form erhalten. Rechts neben dem Brunsschen Haus ist die Bäckerei Rasch zu sehen, auf der linken Seite das schon beschriebene Haus Feuerhake und links davon das alte Brauhaus. Bis auf dieses Gebäude sind alle anderen Häuser dieser Aufnahme in den vergangenen Jahrzehnten durch Läden in ihrem Aussehen stark verändert worden.

26. Sein neues Wohnhaus ließ Johann Bruns 1916 durch einen im ersten Stock angebrachten Erker verzieren. Die Fenster erhielten eine Buntverglasung, und vier kleine in Holz geschnitzte und bemalte Bilder erzählten von den wesentlichen Arbeiten eines Landwirts: Die beiden mittleren Bilder waren Symbole für Viehzucht und Ackerbau, während in den beiden äußeren Bildern die Aussaat und die Ernte dargestellt wurden, Dieser Erker war sicherlich ein Zeichen des Wohlstandes. Die späteren Besitzer des Hauses konnten den Erker in seiner ursprünglichen Form leider nicht erhalten, da die Kosten für die inzwischen notwendig gewordene Renovierung zu hoch waren.

27. Ein weiteres besonderes Gebäude in der Schloßstraße war der Judentempel. Er lag nicht direkt an der Straße, sondern etwas zurück, hinter dem inzwischen abgerissenen Grundstück Nr. 8 (links von dem heutigen Standesamt). Leider gibt es keine spezielle Fotografie vom Judentempel. Auf dieser Aufnahme, die während des Ersten Weltkrieges auf dem Hof von Adolf Holzapfel entstand, ist der Judentempel, von Bäumen fast verdeckt, auf dem Nachbargrundstück gerade noch zu erkennen. Der Fachwerkbau muß Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sein und wurde bis etwa 1900 von der jüdischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt. Nach dem anschließenden Verkauf beherbergte das Gebäude kurzfristig die Sattlerei Karl Hohnroth und wurde dann zur Turnhalle umfunktioniert, Ältere Coppenbrügger erinnern sich noch an die herrliche, mit Sternen bemalte Decke, die sie während der Turnstunden bewunderten. Nach dem Bau der 'neuen' Turnhalle (1929) riß man den Judentempel ab.

28. Nach Abriß des Schlosses, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wirkte die Burgruine noch sehr wehrhaft. Am Bildrand sind das Kutscher- und Schweizerhaus sowie dahinter das Dornänenpächterhaus zu sehen. Die heute noch vorhandene, aus Bruchsteinen gemauerte Brücke über den Burggraben stammt aus dem Jahre 1789. In früheren Zeiten befand sich hier eine Zugbrücke, mit deren Hilfe sich die Burgbewohner vor Feinden schützten. Eine Sage um die Spiegelberger Grafen erzählt allerdings eine Begebenheit, bei der die Zugbrücke keinen Schutz bot.

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