Coppenbrügge in alten Ansichten

Coppenbrügge in alten Ansichten

Auteur
:   Ilsemarie Nagel
Gemeente
:   Coppenbrügge
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2974-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Coppenbrügge in alten Ansichten'

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39. Im Mai 1875 wurde die neugebaute Bahnstrecke HamelnElze für den Güterverkehr und wenig später für den Personenverkehr freigegeben. Damit verlor die alte Posthalterei schlagartig ihre Bedeutung. Außerhalb des Ortes, an der alten Reichsstraße in Richtung Hameln, entstand ein einfaches Bahnhofsgebäude, in welchem auch der Bahnhofsvorsteher wohnte, Einige Jahre später baute man daneben einen neuen stattlichen Bahnhof. In diesem wurde eine Bahnhofsgaststätte eingerichtet. Die obere Aufnahme zeigt den neuen Bahnhof, die untere Aufnahme die Gaststube mit dem langjährigen Wirt Eichhorn,

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40. Einige Jahre nach dem Bau der Eisenbahnlinie Hameln-Elze entstand in der Nähe des Coppenbrugger Bahnhofs die sogenannte 'Weiße Brücke' über die damals noch eingleisige Bahnstrecke. Unser Bild, während der Brückenbauarbeiten entstanden, zeigt Maurer, Bahnarbeiter und 'interessierte' Coppenbrügger: den Maurermeister Lippman (2. von rechts) und den Landwirt Lücke mit seiner Dogge (3. von rechts).

41. An der Bahnhofstraße entstand 1894 ein großes, neues Postamt, ein Ziegelrohbau im Stil der damaligen Zeit. Das Postwesen war inzwischen verstaatlicht worden. Die Zeit der Postkutschen, der kleinen Poststube im Bauernhaus und der Pferdewechselstation war endgültig vorbei, Der Anschluß an das Eisenbahnnetz hatte viele Veränderungen mit sich gebracht. Die Reisenden mit ihren Neuigkeiten machten nicht mehr in Coppenbrügge Station, sondern fuhren nur noch mit der Bahn vorbei. Um die Jahrhundertwende war es ruhig in Coppenbrügge, bis sich mit zunehmendem Autoverkehr wieder Besucher aber auch Unruhe einstellten.

42. Diese Aufnahme zeigt einen Bliek vom Waldrand des Iths zum Osterwald. Direkt vor uns liegt das Sanatorium Lindenbrunn. An dieser Stelle, südöstlich von Coppenbrügge, ist seit mehr als 450 Jahren eine Schwefelquelle bekannt. Schon die Mönche des nahegelegenen, ehemaligen Klosters Marienau pflegten hier Kranke. Die Quelle, auch Gesundbrunnen genannt, wurde besonders im 16. und 17. Jahrhundert von Leidenden aufgesucht. Dann geriet sie eine Zeitlang in Vergessenheit. Erst Ende des 18. Jahrhunderts fand die Schwefelquelle wieder zu Heilzwecken Verwendung. Es entstand sogar ein kleiner Kur- und Badebetrieb mit einer Parkanlage. 1790 wurde ein Badehaus gebaut. Doch der starke Zustrom von Heilungsuchenden ebbte Mitte des 19. Jahrhunderts wieder ab, und die Kuranlagen verfielen.

43. Ende der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts erwarb ein Baron von Münchhausen das ehemalige Kurgelände mit der Schwefelquelle. Der Baron baute sich in den Parkanlagen ein Herrenhaus. Doch schon nach wenigen Jahren verkaufte er dieses wieder. Im Jahre 1889 gab man dem Herrenhaus einen schloßähnlichen Charakter, denn es wurde ein Weserrenaissance-Giebel eingebaut, der vorher ein Hamelner Haus geschmückt hatte und bei dessen Abriß erhalten blieb.

44. Anfang unseres Jahrhunderts ging das Herrenhaus in den Besitz des Arztes Dr. Carl Netter über. Dieser erweiterte das Haus durch An- und Umbauten und eröffnete dort am 1. April 1906 sein Sanatorium Lindenbrunn. Der Schwefelbrunnen und die alten Linden im Park gaben den Namen. Das Foto Nr. 43 zeigt die ersten Kurgäste und Angestellten des Sanatoriums 1906. Auf dem Foto Nr. 44 sind die Kurgäste mit der Arztfamilie Netter (Mitte) zu sehen,

45. Dr. Netter war Anhänger der Naturheilkunde und vertrat unter anderem die Theorien von Kneipp. Wasser, Luft und Sonne, überhaupt die Natur, spielten bei Dr. Netters Therapie eine große Rolle. So ließ er im Park von Lindenbrunn mehrere Lufthütten errichten, in denen einige seiner Patienten im Sommer naturnah wohnten.

46. Im Park ließ Dr. Netter außerdem große Wasserbeoken bauen. Auf Luft- und Sonnenbäder sowie Wasserkuren in jeder Form legte der Arzt großen Wert. Dieses Foto zeigt uns das Damenbad im Park. Der hohe Bretterzaum im Hintergrund sollte vor neugierigen Blieken schützen, Die Patientinnen trugen 'luftige' Badekleidung im Stil der lahrhundertwende. Ganz rechts im Bild ist Frau Netter mit ihrer Tochter Irmgard zu sehen.

47. Natürlich getrennt vom Damenbad und ebenfalls von einem Bretterzaun umgeben lag das Herrenbad. Auf dieser Aufnahme ist Dr. Netter zwischen seinen Patienten zu sehen (Mitte, mit verschränkten Armen). Er traf sich nämlich jeden Morgen mit ihnen zum Laufen und Tautreten in den Wiesen. Anschließend wurde mit 'modernen' Sportgeräten körperliche Ertüchtigung betrieben.

48. Dieses Foto zeigt den 'alten' Otto Uhde um 1890. Der damalige Besitzer der Gaststätte Uhde fuhr sein Leben lang mit seiner Kutsche oder auch seinem Landauer Coppenbrügger Bürger über Land. Er veranstaltete auch Spazierfahrten für Lindenbrunner Gäste, brachte Handelsvertreter in die nächsten Dörfer oder fuhr an Sonntagen die Pastoren, die in einer anderen Gemeinde vertretungsweise Gottesdienst halten mußten. Einmal sollte Otto Uhde den Hohnser Pastor abholen, der in Coppenbrügge predigen wollte. Es war im Winter, und das Hausmädchen des Pastors legte, bevor der Pastor aus dem Haus kam, Decken in den Landauer und schlug die Wagentür wieder zu. Im Glauben, der Fahrgast sei eingestiegen, fuhr Kutscher Uhde ab. In Coppenbrügge öffnete er die Wagentür und wollte beim Aussteigen seines Fahrgastes behilflich sein. Zu seiner Verwunderung stellte er das Fehlen des Fahrgastes fest.

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