Coppenbrügge in alten Ansichten

Coppenbrügge in alten Ansichten

Auteur
:   Ilsemarie Nagel
Gemeente
:   Coppenbrügge
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2974-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Coppenbrügge in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

COPPENBRÜGGE

Partie a. d. Windmühle

49. Zu Coppenbrügge gehörten drei Wassermühlen, die Obermühle, die Mittelmühle und die Woltmühle. Die auf dieser Aufnahme zu sehende Obermühle lief nicht nur mit Wasser-, sondern auch mit Windkraft. Vor der Mühle lag der Mühlenteich, der vom Mühlenbach gespeist wurde. Am 14. März 1899 brannte die Obermühle, die damals dem Müller Sander gehörte, samt dem Wohnhaus ab. Sie wurde aber wieder aufgebaut.

50. Der Weg am Mühlenbach und Mühlenteich war schon um 1900 ein beliebter Spazierweg. Diese Aufnahme zeigt Heinrich Bode mit seinen beiden Töchtern und seiner Haushälterin in Sonntagskleidung.

51. In den zwanziger Jahren verfiel die Mühle zusehens, und die Flügel wurden entfernt. Nur noch die Wassermühle war in Betrieb, bis der letzte Müller (Oelker) in der Mühle tödlich verunglückte. Durch Kauf gelangte das Grundstück an den Landwirt und Schafzüchter Völger, der den Mühlenteich zuschüttete.

Gruss eus Coppenbrügge.

52./53. Im Jahr 1907 war diese Aufnahme des Fotografen Reinbrecht als dreiteilige Klappansichtskarte zu erwerben. Auch den Ehrenbürgerbrief für den Stifter Ernst Feuerhake schmückte diese Gesamtansicht des Ortes. Sie zeigt den Bliek vom Woltweg auf Coppenbrügge und den sich dahinter erhebenden Ith. Aufgrund der damals noch geringen Bebauung am Woltweg fällt der Bliek noch ungehindert auf den ehemaligen Dörper Friedhof und die am Dörper Weg liegenden Gebäude der Färberei Wegener (heute Gerth und Dr. Blank).

Im mittleren Bildteil sieht man die Kirche und die Häuser des Ortskerns. Die alte Obermühle, damals

noch voll in Betrieb, ragt als ein besonderes Zeichen des Fleckens heraus.

Im rechten Bildteilliegt vorn in der Senke zur Mühlenbeeke die Tischlerei Hohnroth. Dahinter sind die Wirtschaftsgebäude der Domäne, der Schäferhof, zu erkennen. Das vor dem Schafstall stehende Wohnhaus für Angestellte der Domäne gibt es heute nicht mehr. Weiter rechts ist im Hintergrund der Verlauf der Bahnhofsallee zu sehen mit der Bahnmeisterei, dem neuen Bahnhof sowie dem alten Bahnhofsgebäude (ganz rechts am Bildrand), das später abgerissen wurde.

54. Hier sehen wir das Coppenbrügger Wasser bassin im Jahre 1907. Es liegt im Ith in der sogenannten 'Kultur'. Damals waren die Bäume an dieser Stelle, zwischen Forsthaus und Felsenkeller, noch sehr klein. Eine zentrale Wasserversorgung stellte injenen Jahren etwas Besonderes dar, vor allen Dingen in kleineren Städten und Dörfern, Der Großkaufmann Ernst Feuerhake lebte in Kopenhagen in sehr wohlhabenden Verhältnissen. Er stiftete 1906 seiner Heimatgemeinde Coppenbrügge eine Wasserleitung. Bis dahin versorgten sich die Coppenbrügger mit Brunnenwasser. Die Brunnen befanden sich auf den einzelnen Grundstücken. Wasserpumpen gab es auch an bestimmten Straßenstellen.

55. Im Jahr 1906 trafen sich viele Coppenbrügger zur Grundsteinlegung des Wasserbassins im Ith: Am Grundstein steht der Stifter der Wasserleitung Ernst Feuerhake (mit Hammer), daneben Bürgermeister Carl Schulze, Baumeister Wilhelm Hornkahl und hinter diesem August Feuerhake. In der vorderen Reihe sind die Ratsherren zu sehen: (von links) Friedrich König, Friedrich Schrott, Friedrich Hasenbein, Heinrich Bruns und August Wehrmann. Hinter diesem steht Ludwig Rasch und dahinter die Maurer. Links neben dem Grundstein ist der Kämmerer August Risch zu sehen, Neben weiteren Persönlichkeiten haben sich hauptsächlich die damaligen Coppenbrügger Schüler eingefunden.

56. Am 12. August 1908 fand die feierliche Einweihung des Ernst-Feuerhake-Brunnens statt. Dieser erhielt seinen Platz am sogenannten Lappenberg (Ecke SchloßstraßejBahnhofstraße). Dieser Platz hatte bis dahin immer einen schmutzigen und wenig einladenden Eindruck gemacht. Daran störte sich Ernst Feuerhake bei seinen Besuchen in Coppenbrügge und beschloß, an diese Stelle einen Brunnen zu setzen. Der Brunnen wurde in Kopenhagen gefertigt und im Jahr 1908 in Coppenbrügge aufgebaut. Die Coppenbrügger Bürger erwiesen dem Stifter von Brunnen und Wasserleitung ihre Dankbarkeit, indem sie am Brunnen die Gedenktafel 'Ernst-Feuerhake-Brunnen' anbrachten.

Feuerhake-Brunnen

57. Die in Bronze gegossene Figur auf dem Brunnenpodest stellt eine Ährensammlerin dar, die sich mit ausgestreckter Hand zum Wasser herabbeugt. Das Wasser wird von einer Fratze in ein kleines Becken 'gespuckt' und läuft von dort in das große Brunnenbecken. In diesem sprudeln zwei Fontainen aus den Mäulern von Krokodilen. Der Entwurf des Brunnens stammt von dem bekarmten Kopenhagener Bildhauer Hans Christian Petersen, der unter anderem auch die große Brunnenanlage vor dem Kopenhagener Rathaus schuf. In den sechziger Jahren entfernte man die Steinbänke und Einfassungen der Brunnenaniage und setzte den Brunnen etwas zurück.

58. In Coppenbrügge unterhielt Ernst Feuerhake in seinem Elternhaus in der Niederstraße (heute Schuhgeschäft Schmidt) einen Haushalt. Ernst Feuerhake verbrachte dort stets seinen Urlaub. Später diente das Haus ihm und seiner Frau als Ruhesitz. Diese Aufnahme, um 1900 entstanden, zeigt vor der Haustür Emma Feuerhake und Auguste Lülfing, die den Haushalt führten,

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek