Coppenbrügge in alten Ansichten

Coppenbrügge in alten Ansichten

Auteur
:   Ilsemarie Nagel
Gemeente
:   Coppenbrügge
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2974-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Coppenbrügge in alten Ansichten'

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69. Am Nachmittag des Schützenmontags fand jeweils ein festlicher Umzug durch den Ort statt. An diesem beteiligten sich außer den Schützen hauptsächlich die Kinder und Jugendlichen des Ortes. Diese Aufnahme entstand wahrscheinlich 1899. Der Schützenumzug hatte gerade am Kellerplatz Aufstellung genommen: In den vorderen Reihen die kleinen Kinder, im Hintergrund Schüler und Schülerinnen sowie die Ehrenjungfrauen, Auch einige Musikanten waren dabei. Aus den Fenstern der umliegenden Häuser flatterten die schwarz-weiß-roten Fahnen des Kaiserreiches.

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70. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Coppenbrügge den sogenannten 'Geselligkeitsverein'. Die Vereinssitzungen fanden stets in einer Laube im Apothekengarten statt. Später ging dieser Verein im Männergesangverein auf. Dieses Foto entstand wahrscheinlich schon um 1870. Die große Aufnahme in der Mitte zeigt den Apotheker Kohli. Links neben Kohli ist der Bader (Friseur) Beekmann zu sehen, ganz links unten der Gastwirt Otto Uhde, ganz links oben der Braumeister August Holzapfel, und Maurermeister Hornkahl (2. von oben, ganz rechts).

71. An der Darnmstraße neben dem Judenfriedhof wurde im Jahr 1929 die 'neue' Turnhalle vom Coppenbrügger MTV gebaut und überwiegend durch sogenannte 'Bausteine' finanziert, die die Coppenbrugger erwerben konnten. In den siebziger Jahren riß man diese Turnhalle wieder ab, da inzwischen eine große Mehrzwecksporthalle errichtet worden war. Auf dem Gelände der ehemaligen Turnhalle befindet sich heute eine Bushaltestelle.

Gru ss aus Coppenbrügge.

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72. Die Coppenbrügger Gemarkung reichte schon immer bis an den Nesselberg heran und grenzte dort an den Kaiserlichen Saupark Springe, 1793 begann man, am Nesselberg ein Steinkohlenbergwerk zu bauen. Dort wurde ungefähr 130 Jahre lang Kohle gefördert. Dann rentierte sich der Abbau nicht mehr. Im Jahr 1926 legte man den letzten Stollen, den Steinbrinkstollen 'Glückauf, still. Einige Bergmannsfamilien, die dadurch arbeitslos geworden waren, wanderten ins Ruhrgebiet ab,

73. Am 9. Oktober 1889 hielt der Fotograf Reinbrecht diese Personengruppe im Bild fest. Es waren die Arbeiter im 'Coppenbrügger Dolomitbruch' im Ith, Die Namen der Personen konnten bisher nicht ermittelt werden. Den Steinbruch betrieben unter anderen Maurermeister Homkahl, Maurermeister Lippmann und Herr Knübel, der von 1910 bis 1924 auch das Amt des Bürgermeisters ausübte. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Ith noch Steine gebroehen für den Wegebau in der Forst. Dann legte man den Steinbruch still.

COPPE BRÜGGE

Partie am Fahnenstein

74. Schon immer zog der Fahnenstein mit seinen stellen Felsgebilden und seiner guten Aussicht auf Coppenbrügge und Umgebung viele Wanderer an. Für die Menschen im Coppenbrügger Raum hatte dieser Stein bereits in vorchristlicher Zeit eine besondere Bedeutung, denn der Fahnenstein und die unterhalb von ihm liegende Felsschlucht, die Teufelsküche, waren alte heidnische Kultstätten. Interessante Beziehungen scheint es im 13. Jahrhundert zwischen Coppenbrügge und Hameln gegeben zu haben: Eine Deutung der Rattenfängersage sieht nämlich in dem Grafen Nikolaus von Spiegelberg den Rattenfänger von Hameln, der 130 Jugendliche am 24. Juni 1284 als Kolonisten in den Osten geführt haben soll, Eine andere Deutung dieser Sage aber geht davon aus, daß die Hamelner Kinder bei einer Sonnenwendfeier (Johannisfeier/24. Juni) auf dem Fahnenstein oberhalb von Coppenbrügge verunglückten.

75. Auf dem Weg zum Fahnenstein kommt man an einer kleinen Felsengruppe vorbei, die den Namen 'Friedas Ruh' trägt (heute allen durch den dort befindlichen Grillplatz bekannt). Über die Namensentstehung wird folgendes erzählt: Im vergangenen Jahrhundert war in Coppenbrügge ein Forstmeister tätig, dessen Tochter Frieda sehr oft im Ith spazieren ging und sich jedesmal an besagter Stelle 'ausruhte'. Genauer gesagt, traf sie sich dort immer mit einem jungen Förster, Dieser hatte für Frieda sogar eine Bank gezimmert. Nur Friedas Vater, dem der junge Mann als Schwiegersohn nicht zusagte, durfte von den heimlichen Treffen nichts wissen.

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76. Der Maurermeister Wilhe1m Hornkahl fühlte sich mit dem Ith sehr verbunden. Wie schon erwähnt, schrieb Wilhelm Hornkahl das Ithlied und einige Märchen, außerdem unterhielt er 1m lth einen Steinbruch. Das alles ist wahrscheinlich der Anlaß zum Bau eines Aussichtsturmes gewesen. Um 1890 baute Wilhelm Hornkahl auf den Felsen des Falkensteines am Oberberg den 'Wilhelmsstein', auch 'Wilhelmshöh' oder 'Kleiner Aussichtsturm' genannt, Dieser war jahrzehntelang ein beliebtes Ausflugsziel. In den letzten dreißig bis vierzig Jahren ist der Wilhe1msstein wieder verfallen.

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