Cuxhaven in alten Ansichten

Cuxhaven in alten Ansichten

Auteur
:   Torsten Thees
Gemeente
:   Cuxhaven
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4953-2
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Cuxhaven in alten Ansichten'

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89. Die Zollbarkasse 'Cuxhaven I' des Königlich Preußischen Nebenzollamts I liegt am östlichen Ende des Pfahlhöfts; das offene Wasser am rechten Bildrand ist die Einfahrt in den alten Fischereihafen. Die Aufnahme ist um 1905 im Auftrag des Chefs des Nebenzollamts angefertigt worden. Der Fotograf stand auf der Fußgängerbrücke, die vom Hafenbahnhof zum Pfahlhöft und zu der davor gelegten Seebäderbrücke führte.

90. Der Leuchtturm bietet uns bei dieser Aufnahme von etwa 1870 einen hervorragenden Überbliek über die Hafenanlagen bis hin nach Ritzebüttel. Im Vordergrund ist 'Piepers Loch' zu sehen, dessen Name sich von dem Kaufmann Chr. Pieper herleiten läßt, dem dieses Gelände gehörte. Es dient hier als Holzzwischenlager, wurde aber später von den 'Ewern' genarmten kleinen Frachtkähnen als Hafen benutzt. Piepers Loch war bei den Anwohnern, vor allem aber bei den Betreibern der naheliegenden Hotels, recht verschrien, denn bedingt durch den schlechten Wasseraustausch entwiekelten sich hier häufig unangenehme Gerüche, so daß man ständig nach Abhilfesann.

91. Hinter Piepers Loch ragte das Hotel 'Belvedere' auf, das August Dölle 1832 an dieser günstigen Stelle am Alten Hafen eröffnete. Hier stiegen nicht nur betuchte Seeleute ab, sondern es wurde vor allem von Kurgästen besucht, die den Hafenbetrieb und den Seeblick genießen wollten. Das Hotel brannte 1873 ab, so daß ein Neubau fällig wurde, den Dölle 1876 am Kaernrnererplatz eröffnete.

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92. Der Cuxhavener Leuchtturm wurde anstelle der großen Bake, die 1801 eingestürzt ist, errichtet und 1803 fertiggestellt. Mit einer Höhe von 25 Metern über dem Meeresniveau weist er den Schiffen den sicheren Weg durch die Watten und Sandbänke in die Elbmündung. In dem Halbrund über dem Eingang ist das Wappen des Erbauers, des hamburgischen Staats, zusammen mit einer lateinischen Inschrift, die über den Zweck des Turms Auskunft gibt, eingelassen.

1 'ord eebad uxhaven. ,Alte Liebe"

93. Ursprünglich hatte die Alte Liebe eine gänzlich andere Bedeutung, als Bürgern und Gästen Cuxhavens als Anziehungs- und Aussichtspunkt zu dienen. Mit diesem Bollwerk gelang es den Hamburger Wasserbauern zum erstenmal, das ständig abbrechende Ufer zu befestigen. Man bewerkstelligte dies durch die Versenkung dreier alter, ausgedienter Schiffe, wovon eines 'Die Liebe' hieß, und daraus wurde schließlich der weltbekannte Name' Alte Liebe'.

Nordseebad Cuxhaeen.

"Alte l.iebe".

94. Viele An- und Umbauten sind an der Alten Liebe in den mehr als 250 Jahren seit ihrer Errichtung ausgeführt worden. Manche waren dringend notwendig und dienten dem Schutz des Ufers und des Hafens, mit anderen verschönerte man sie. So wurde während der Verlegung des Bollwerks nach Osten im Jahre 1885 an der Innenkante ein kleiner hölzerner Anleger angebaut, der bei ruhiger See zu einer Kahnpartie einlud, wovon unsere Großeltern - die Ansichtskarte von 1911 beweist es - reichlichen Gebrauch machten.

95. Der Einsatz des ersten Tauchers in Cuxhaven war dem Fotografen Grund genug, eine Aufnahme von ihm samt seiner Mannschaft und des dazugehörigen Geräts herzustellen, so fremdartig war das alles offenbar noch. Dabei war das Tauchen bei Arbeiten im Hafen dringend notwendig oder aber der Taucher mußte bei der Bergung havarierter Schiffe in Anspruch genommen werden, was hier in der Elbmündung leider häufiger vorkam.

Hafen.

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Çluxhoven.

96. Die Aufnahme des Alten Hafens aus dem Jahre 1900 vermittelt uns einen Eindruck davon, wie dicht belegt - ja, randvoll - der Hafen im Winter war. Die Schiffe konnten bei Eisgang den Hamburger Hafen nicht erreichen und waren gezwungen, Cuxhaven entweder vorübergehend als Nothafen anzulaufen oder gar hier zu überwintern. Die Schiffe und deren Besatzungen mußten in dieser Zeit natürlich betreut werden, was den Cuxhavener Maklern und Ausrüstern zusätzliche Einkünfte brachte.

97. Aus dem Winter des Jahres 1878 stammt diese Aufnahme mit Seglern im sogenannten Quarantänehafen und der für die Schiffahrt einst so wichtigen Zeitballsäule. 1875 errichtet, half sie den passierenden Schiffen zweimal täglich, ihre Chronometer zu korrigieren, indem zur festgesetzten Zeit der Ball durch einen elektrischen Impuls fallengelassen wurde. Ab 1905 wurde dieses optische Signal akustisch durch den Mittagsschuß von der Salutbatterie des Forts Grimmershörn unterstützt. Überflüssig geworden, konnte der Zeitball 1934 außer Betrieb gesetzt und kurz darauf abgerissen werden.

98. Fischfang wurde in Cuxhaven schon immer betrieben - bis zur industriellen Verarbeitung und dem Aufstieg Cuxhavens zum größten deutschen Fischereistandort war es allerdings ein weiter Weg. Versuche zur Gründung eines Fischmarkts gab es schon seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, ihnen war jedoch kein Erfolg beschieden. Der Aufbau der notwendigen Hafen- und Fischmarktanlagen gelang erst 1907/08 und unser Bild zeigt die Einweihung des Fischereihafens am23. Februar 1908.

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