Cuxhaven in alten Ansichten

Cuxhaven in alten Ansichten

Auteur
:   Torsten Thees
Gemeente
:   Cuxhaven
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4953-2
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Cuxhaven in alten Ansichten'

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109. 'Der Kaiser kommt'. Das war 1891 eine Sensation, kam er doch zum erstenmal nach Cuxhaven. Sein Enthusiasmus für alles 'Maritime', sei es der Segelsport oder der Aufbau der Kriegsmarine, ließ ihn in den folgenden Jahren häufiger in Cuxhaven erscheinen. Sein Hang zur Seefahrt wird auch auf diesem Bild deutlich, das ihn auf der Alten Liebe bei der Beobachtung des Eisgangs auf der Eibe zeigt.

110. Mit den Einwohnern Cuxhavens ist Kaiser Wil helm Il. nur sehr selten in Berührung gekommen, wie hier auf der Neuen Liebe im Jahre 1902, als er die Huldigungen von Vertretern hiesiger Kriegervereine entgegennimmt. Während seiner Cuxhaven-Aufenthalte hat er auch nie in einem der Hotels übernachtet, sondern stets auf seiner Yacht 'Hohenzollern' .

111. Anläßlich der Heimkehr des Prinzen Heinrich aus den Vereinigten Staaten mit dem Dampfer 'Deutschland' fand an der Neuen Liebe ein großer Festakt statt. Die hamburger Bürgermeister Dr. Mönckeberg und Burchard kamen extra angereist, die Ehrenkompanie der 4. MatrosenArtillerie-Abteilung war angetreten und der 'rote Teppich' wurde ausgerollt (und festgenagelt). Der 'Spuk' dauerte nur eine Stunde. Nachdem der Kaiser seinen Bruder begrüßt hatte, begaben sie sich an Bord eines Linienschiffs und reisten nach Kiel weiter.

112. Da sich Wilhelm Il. fast ständig auf der 'Hohenzollern' aufhielt, wenn er nicht gerade mit seiner Segelyacht 'Meteor' an der alljährlich stattfindenden Kaiserregatta teilnahm, bekamen die Cuxhavener 'ihren' Kaiser auch nur selten zu Gesicht. Wie groß war dann die Begeisterung, wenn sein Autokonvoi dann doch einmal durch die Straßen fuhr und sei es auch nur, um an der Tankstelle 'Wächter u, Sohn' in der Nordersteinstraße die Wagen aufzutanken.

113. Die Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges feierte man in Cuxhaven gleich zusammen mit dem obligatorischen Fest zum Geburtstag des Kaisers, das war dann ein 'Aufbacken'. Den Hauptteil der Feierlichkeiten machte natürlich der abendliche Umzug mit dem Schiff 'Friede' aus, der sich, von Fackelträgern begleitet, etwa beim Schloß bildete und sich durch die Nordersteinstraße und die Deichstraße zum Leuchtturm bewegte. Er fand durch 'Absingen einiger passender Vaterlandslieder' und anschließendem Feuerwerk seinen Abschluß. Danach ging es zum Tanz in das Hotel 'Bellevue' .

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Verlaz Carl Bostedt <.: Co. Harrib. EIJ!:TOS-L<l2:er. Cuxhaven,

114. Neben der Seefahrt bildete das Militär einen weiteren nicht zu unterschätzenden Wirtschaftszweig. Kurz nach der Reichsgründung wurde der Entschluß gefaßt, Cuxhaven systematisch zur Seefestung zu erheben. Der Ausbau begann mit dem Fort Kugelbake 1872 und endete mit Fort Thomsen 35 Jahre später. Die Gründung der Marinegarnison fällt in das Jahr 1893 als die 4. Matrosen-Artillerie-Abteilung gebildet wurde, die im gleichen Jahr die hier abgebildete hölzerne Seedeichkaserne ('Bretterkaserne') bezog. Seit 1919 diente die Seedeichkaserne nicht mehr militärischen Zwecken, es wurden vielmehr Notwohnungen darin eingerichtet. Obwohl seit den dreißiger Jahren als abbruchreif bezeichnet, wurde sie immer wieder renoviert und erst 1972 sind die beiden Seitenflügel abgetragen worden.

115. Im Jahre 1895 wurde auch das Musikkorps der 4. Matrosen-Artillerie-Abteilung unter der Leitung des kaiserlichen Musikdirigenten Fritz Stolle nach Cuxhaven verlegt, das sich hier 1905 vor dem Seebad für Herren dem Fotografen stellt. Seit 1902 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs trat das Musikkorps auch als Kurkapelle des Seebades auf und war allgemein sehr beliebt, was sich auf zahlreichen Fotos und Ansichtskarten wiederspiegelt.

116. Die frühere Bezeichnung der Gorch-Fock-Schule lautete Kiautschou-Kaserne, ein Hinweis auf den deutschen Flottenstützpunkt in der chinesischen Provinz Schantung, der 1898 vom Deutschen Reich gepachtet worden war. Seit 1909 in Betrieb, wurden in dem umfangreichen Komplex der Kasernenanlage jährlich 300 Rekruten ausgebildet, die in Kiautschou ihren Dienst versehen sollten.

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117. Wie nach Kiautschou in China, wurden von Cuxhaven aus Soldaten auch in andere ehemals deutsche Besitzungen verschifft. Das Foto aus dem Jahre 1912 zeigt den Dampfer 'Eduard Woermann' der hamburgischen Woermann-Linie am Steubenhöft bei der Aufnahme von Truppen, die nach Deutsch-Südwest - Afrika verschifft wurden.

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118. Als erste schwimmende Einheit kam 1905 die Minensuchdivision mit kleinen Torpedobooten nach Cuxhaven, die sich auf dieser Ansichtskarte von 1912 bei einer Parade im Neuen Hafen zeigen. Die Minensuchschiffe 'Nautilus' und 'Pelikan' bekamen Cuxhaven als Heimathafen, später auch die 'Albatross' , und schon bald bildeten die Minensucher einen festen Bestandteil des Geschehens im Hafen.

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