Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Berndt Wachter
Gemeente
:   Dannenberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5983-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dannenberg in alten Ansichten Band 2'

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39. Das Erinnerungsfoto zeigt die an der Eisenbahn beschäftigten Handwerker um 1900. Schon 1871 stand in einer Lokalzeitung: 'Die im Bau begriffene WLE (Wittenberge-Lüneburger-Eisenbahn) absorbiert fast vollständig alle vorhandenen männlichen Arbeitskräfte der sog. kleinen Leute; selbst Handwerker ziehen vor, an der Eisenbahn zu karren, weil sie da besser ihre Rechnung finden. Die Bauunternehmung zahlt für eine Arbeitszeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends mit entsprechender Pause als Essenszeit 20 S(ilber )gr( oschen) bis 2 Thaler. .. Das ist ein Tagelohn, wie ihn der Landwirt ohne Schaden kaum zu zahlen vermag.'

40. Ein Erinnerungsfoto von der seit J 871 in Jahresschritten gebauten Eisenbahnlinie WittenbergeDannenberg-Lüneburg, hier dem Brückenbau über die Jeetzel nördlich von Darmenberg von 1873 für die Lieben daheim. Jeder der Handwerker hat sich mit seinem jeweiligen Werkzeug aufgestellt, der Schmied mit seiner transportablen Feldschmiede. Der Bauleiter und seine Helfer sind an den eingerollten Planzeichnungen zu erkennen. Der Einsender oder Besitzer des Fotos hat sich unverwechselbar mit einem Kreuzchen kenntlich gemacht.

41. An den unterschiedlichen Baustilen der beiden Bahnhöfe in Darmenberg läßt sich der zeitliche Abstand von knapp vierzig Jahren leicht ablesen. Der Hauptbahnhof, 1873 erbaut, ist der älteste und zugleich größte im Hannoverschen Wendland. Der schloßartige, klassizistische Bau mit treppenhafter Gliederung scheint aus einem Villenvorort Berlins zu stammen und gleicht anderen Bahnhöfen an den Hauptstrecken dieser Zeit. Der 1911 im 'Heirnatstil' errichtete Bahnhof Dannenberg-West spiegelt mit Fachwerketage regionalistische Bestrebungen in der Architektur wieder, die von der Heimatbewegung inspiriert das früher meist übertünchte Fachwerk als schmückendes Element hervorhob.

42. Die Eisenbahnbrücke bei Pudripp am Rande des Drawehnhöhenzuges erinnert an Brücken im Mittelgebirge. Zwischen den Bahnhöfen Dannenberg- West und Zernien mußte eine Höhendifferenz von 65 m überwunden werden, danach fiel die Strecke in Richtung Uelzen langsam ab, Die Brücke lag fast auf dem Scheitelpunkt der 1924 eröffneten Eisenbahnlinie. Der Fotograf kam anscheinend mit der Konkurrenz, dem Auto, obwohl es damals kaum so empfunden wurde, aber von der Straße bot sich in jedem Fall das bessere Bild.

43. Die Arbeiter, Techniker und der Ingenieur vom Telegrafenleitungsbau, haben sich zu einem Erinnerungsfoto zusammengefunden, jeder in seiner typischen Arbeitskleidung mit Ledergamaschen, Steigbügeln oder im dunklen Anzug. Das verbindende Element scheint die weiß-ernaillierte Kaffeekanne zu sein, die mitten im Vordergrund steht. Im Hintergrund ist die Eisenbahnlinie zu sehen, die bevorzugte Trasse für den Strom- und Telegrafenleitungsbau.

44. Nicht nur Eisenbahnlinien und Telegrafenmasten drangen in ländliche Gegenden vor und durchschnitten Wälder, Wiesen und Äcker, sondern auch der Untergrund wurde auf der Suche nach dem neuen Rohstoff Öl durchforscht. An den Flanken der hier bis knapp unter die Oberfläche reichenden Salzstöcke wurden Bohrtürme installiert wie in Meetschow an der Elbe, südlich von Dannenberg. Seltsam kontrastieren dazu der außerdem abgebildete Lastensegler auf der Eibe und die ländliche Gastwirtschaft.

45. Trotz Eisenbahn und Auto blieb auf den kleinen Flüssen der Kahn noch bis zum Ersten Weltkrieg ein wichtiges Verkehrsrnittel, wie hier auf der Mühlenjeetzel zum Transport des Ertrages aus Gärten, Äckern und Wiesen für einen ländlich geprägten bürgerlichen Haushalt. Bis zur Jeetzelregulierung blieb die Bedeutung der Kähne bei Hochwasser erhalten. Doch danach fielen die Wasserläufe trocken und verdreckten. so daß sie zugeschüttet und meist zu Straßen umgebaut wurden.

Dannmberg

Partie an der Mühlenjeetzel

46. Bei Hochwasser halfen entweder Kähne oder wie hier auf dem Foto selbstgebaute Flöße, den Verkehr für notwendige Transporte aufrechtzuerhalten. Bei dem meist ruhigen und spiegelblanken Wasser konnten die beiden Männer aufrecht und lächelnd auf ihrem improvisierten Floß aus drei zusammengebundenen Trögen durch das überschwemmte Wäldchen am Schützenhaus ihrem Ziel entgegenstaken.

47. Selbstgebastelte Flöße sind für die Jugend ein aufregender und spannender Spaß. Vom sicheren Stand auf einem Tafelwagen aus der nahen Möbelfabrik wird der 'Floßverkehr' in der zu den Ratswiesen abfallenden Straße beobachtet und dirigiert. Die Frauen (Mütter) schauen dem Treiben besorgt zu, Denn im Spiel geraten oft die Gefährdungen und Schäden, die immer wieder durch das Hochwasser entstanden und entstehen, völlig in Vergessenheit.

Dannenberg, Elbe.-

Mark!.

48. Rund dreißig Jahre nach Anschluß Darmenbergs an das überregionale Eisenbahnnetz hat sich im innerstädtischen Verkehr nichts geändert (1908). Zwar ist der Marktplatz schon hochgelegt und somit hochwasserfrei, doch am frühen Nachmittag nur von Fußgängern (ein kesses Mädchen steht sogar mitten auf der Fahrbahn), von Hand- und Pferdewagen bevölkert. Von der Ostseite des Marktes blickt man in die Langestraße, links vor dem Rathaus parkt ein Fuhrwerk.

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