Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Berndt Wachter
Gemeente
:   Dannenberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5983-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dannenberg in alten Ansichten Band 2'

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59. Nicht nur der innerstädtische Verkehr mußte mit Booten abgewickelt werden, auch der Reiseverkehr. Der Abschied oder die Begrüßung findet nicht am Bahnsteig oder der Bushaltestelle statt, sondern an einer verabredeten Stelle des Straßendammes, hier an der Lüchower Straße. Straßen- und Eisenbahndämrne waren in der Elbe-Jeetzelniederung stets so angelegt, daß sie eine Hochwassergrenze bilden konnten.

60. Auch der Postbote erreicht nur über wohlgebaute Stellagen - wenn auch wie gewohnt per Fahrrad - die einzelnen Haushalte. Hier balanciert er wohlgemut von der Osterstraße in die Lüneburger Straße. Hinter ihm rechts steht heute am Prochskaplatz das neue Postgebäude, und kaum einer der jetzt dort tätigen Postbediensteten könnte sich einen derartigen Dienst wie damals vorstellen.

61. Durch die Marschtorstraße - in Höhe des alten äußeren Marschtores - quält sich ein mit Stroh beladener Lastkraftwagen, eine hohe Bugwelle vor sich herschiebend. Neben derartigen Transporten waren es vor allem die mit Michkannen beladenen Pferdefuhrwerke oder Lastwagen, die den allmorgendlichen Verkehr in den Ausfallstraßen der Stadt bestimmten.

62. Eine Molkerei gab es aber nicht nur in Dannenberg, sondern auch in den größeren Dörfern ringsum. Denn das Netz der Molkereien auf dem Lande war bis zur Mitte unseres Jahrhunderts sehr dicht. Die nächst östlich von Darmenberg gelegene Molkerei war die von Groß Gusborn. Der Milchwagen ist vorgefahren und jenseits der Straße haben sich der Besitzer mit Familie und Mitarbeitern in Position gestellt, scheinbar unberührt der Lehrling mit verschränkten Armen.

63. Die nächste Molkerei im Süden war die von Jameln. In den Gebäuden der alten Molkerei ist heute die Norddeutsche Zentrale für Apothekerabrechnungen untergebracht. Gegenüber lag das Gasthaus von F. Soetbeer, ebenfalls an der Straße, die an der Südseite des Rundlings vorbeiführte. Soetbeer, ein bezeichnender Name für das früher allgemein übliche dunkle, obergärige Bier mit geringem Alkoholgehalt. Neben Molkerei und Gasthaus zeigt uns die Postkarte von 1928 den ungewöhnlich weiträumigen Dorfplatz des Rundlings Jameln.

64. Das Schloß Breese im Bruche der Grafen Grote, ist hier noch als eine dreifiüglige Anlage zu sehen, von der heute nur der Südflügel (rechts im Bild) erhalten geblieben ist, dahinter lag ein ausgedehnter Park. Im einstigen Schloßgraben, als Teich gesraltet, spiegelt sich das Hauptgebäude. Die Grotes sind ein lüneburgisches Adelsgeschlecht, das sich aus dem Stamm der Grafen von Schwerin ableitet. Sie waren um Harburg und im Wendland bcgütert, wurden 1689 zu Freiherrn (Heinrich Grote) erhoben und seit 1809 Grafen (August OHo Grote). Durch Gütertausch erhielt OHo Grote 1517 das landtagsfähige Gut Breese,

65. Die Gutskapelle von Breese im Bruche, die Otto Grote 1592 im Stil der Weserrenaissance erbauen ließ, liegt am nördlichen Ortsausgang. Wie das Restschloß befindet sie sich noch heute im Besitz der gräflichen Familie. Das kleine Gotteshaus mit seiner reichen Ausstattung bedurfte einer langjährigen Restaurierung. Das völlig ausgemalte Tonnengewölbe zeigt in seinen Bildern ein theologisches Programm, das mit einer Wappengalerie (Familienstammbaum) verbunden ist, Heute wird die Gutskapelle gern von den Dannenbergern und anderen jungen Brautpaaren als Hochzeitskapelle gewählt.

Stahlhut's Gasthof, Dannenberg

66. Neben Thielenburgs Gartenrestaurant (Bd. 1, Bild 64) im Süden war Stahlhut's Gasthof am östlichen Stadtrand gelegen, ein nahes und beliebtes sonntägliehes Ausflugsziel. Auch wenn die Kellnerin mit weißer Schürze sich eine Pause gönnt, da zur Zeit der Aufnahme nur wenige Gäste den Konzertgarten aufsuchten, wird an Sonnentagen bei schwungvoller Musik das Bier aus den Dannenberger Brauereien im Strömen geflossen sein. Auch manch leckerer Fisch aus den als Fischteich genutzten nahegelegenen Bracks wird den Dannenbergern gemundet haben.

Sci1u/ze s gast;'d!

67. Im drei Kilometer entfernt, aber an derselben Straße liegenden Gasthaus Schulze im Seybruch dagegen herrscht reger Verkehr. Damals hielten dort Pferdekutschen und Fuhrwerke. Behaglich an den Tischen sitzend konrite sowohl die Stille des Waldes wie der gernächliche Betrieb auf der Landstraße genossen werden. Heute braust nach der Wiedereröffnung der Dömitzer Elbbrücke ein fast unaufhörlicher Strom an Fahrzeugen, vor allem als Schwerlastverkehr, am Gasthaus vorbei, der mit jahrcszeitlich wechselnden Angebotcn, auf ins Auge fallenden Schildern angepriesen, den eiligen Autofahrer zum kurzen Stop ermuntern will.

Kirche

Geschäftshaus Adel! Resien

Gruß aus banqendorf.

68. Eine Postkarte aus der Serie 'Gruß aus ... ', hier aus Langendorf (heute zur Samtgemeinde Darmenberg gehörend), mit typischem Dekor: Schwalben, Blüten und Eichenblatt, wie sie am Anfang des Jahrhunderts vielfach gedruckt wurden, zeigt neben der den Ort beherrschenden Kirche nur das Geschäft des Auftraggebers. Da der Ort seinem Namen Ehre macht (wahrscheinlich entstand aus einem Rundling nach einem Großbrand ein Straßendorf) und sich mit seinem Ortsteil Kacherin über eine Länge von knapp 3 km erstreckt, war er nicht leicht auf eine Postkarte zu bannen. Aus dem alten Kolonialwarenladen Rosien ist im Zuge des Sterbens von 'Tante-Ernrna-Läden' heute die Discothek 'Lucifer' geworden.

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