Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Dannenberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Berndt Wachter
Gemeente
:   Dannenberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5983-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dannenberg in alten Ansichten Band 2'

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69. Östlich von Langendorf am Rand der Samtgemeinde Darmenberg liegt Pretzetze. Die Postkarte zeigt als Dorfstraße den Deich, an dem das Forsthaus (links), der Rest einer alten Turmhügelburg, liegt. Der Name Pretzetze läßt sich auf slavisch 'preseka' = durchgehauener Weg zurückführen, auch als Sperranlage (Sperrburg) zu verstehen. Die Burg wird 1330 erstmals erwähnt 'hus de pritzeze'. 1376 wurde sie drei Tage von Truppen Kaiser Kar! IV. belagert und unter Einsatz von Schußwaffen erobert, 'branden dat hus in dem middage, dat dar nicht enblef wenn de wal (dan es war ein holzern gebew und doch sehr fest van wasser).' Die wiederaufgebaute Burg wurde danach stets als Zubehör zum Schloß Darmenberg genannt. Auguste Mirow ließ ihr unterhalb des Deiches gelegenes Gasthaus gleich zweimal abbilden.

70. Das Gasthaus Witte in Splietau (um 1910). seinerzeit ein moderner zweistöckiger Ziegelbau - hier mit reichem Fahnenschrnuck -liegt unmittelbar an der Straße Dannenberg-Gartow mitten im Ort. Zwei einfache ländliche Kutschwagen sind vorgcfahren, ein gedeckter Tisch ist vor dem Eingang aufgebaut und der Gastwirt mit seiner Familie und Mitarbeitern hat sich erwartungsvoll in Positur gestellt. Das Gasthaus wird noch heute von der Familie bewirtschaftet.

71. Im Nachbarort Klein Gusborn, ebenfalls an der Straße nach Gartow gelegen, präsentiert sich die Gastwirtsfamilie in ähnlicher Weise. Die Kinder haben sich etwas abgesetzt in Reih und Glied neben dem Dorfbrunnen auf der anderen Straßenseite aufgestellt. Die Postkarte (um 1928) wurde von einer Dömitzer Firma besorgt undzeigt die enge wirtschaftliche Verbindung der linkselbischen Dörfer zum rechtselbischen Dörnitz. Heute ist dieser Raum nicht nur verwaltungsmäßig auf Dannonberg ausgerichtet, sondern auch in seinen wirtschaftlichen Beziehungen.

72. Auch diese Postkarte (von 1914) trägt noch den Titel 'Gruß aus Landsatz', doch fehlt das gewohnte Dekor der voraufgegangenen Jahre. Zur Gastwirtsfamilie, die sich um den Mann in der Mitte nach Gruppen getrennt dern Fotografen stellt, gesellen sich drei Jäger mit vor die Brust gehängtem Gewehr. Vielleicht kommen sie nur zufällig von der Jagd auf Niederwild vorbei oder sollte es als ein Zeichen einer sich verändernden Welt gedeutet werden? Knapp sechzig Jahre später heißt der Gasthof 'Penökel' (= vermehrter Pfennig) und wird zum Szenentreff für Berliner Künstler und Einheimische, verbunden im Widerstand gegen Atomanlagen. Etwa zwei Jahrzehnte lang traf sich dort Prominenz aus Nah und Fern, aus Politik und Literatur zu Rundgesprächen bis es zum privat genutzten Wohnhaus wurde.

73. Die Darstellung des Gasthofs Streese in Streetz bietet das allgemein gewohnte Bild. Der Gasthof liegt unmittelbar an einer Straße, hier der Landstraße Danncnbcrg-Hitzacker. Er hat die Zeiten überdauert und wird wie einige der vorhergehenden Gastwirtschaften nicht nur von Ausflüglern und Touristen, sondern im regelmäßigen Turnus vom Rat der Samtgemeinde Darmenberg besucht, der seine Sitzungen in geeigneten Gasthöfen des Gerneindegebietes wechselnd abhält.

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G~sthaus Franz Lehmana

Elbdarnpfer "Kronprinzessin Cecine" auf der Fahrt bei Wussegel

74. Auch das Gasthaus Lehmann in Wussegel besteht heute noch. Es liegt unmittelbar an der Elbe, nur vom Deich geschützt, Um die lahrhundertwende grasten noch Kühe an der Elbuferterrasse. 1934 wurde das bäuerliche Fachwerkhaus abgerissen, es mußte einem Klinkerneubau weichen. Das Haus wurde später erheblich modernisiert und ständig dem Besucherstrom angepaßt, vor allem 1977178 in Zusammenhang mit den Deichverstärkungen. Die Postkarte zeigt den Zustand um 1910 und weist mit dem Bild eines Raddampfers auf die Attraktion des Gasthauses bis heute hin, den Bliek auf die Eibe und ihren Schiffsverkehr.

75. Auf der Eibe waren nicht nur Ausflugsdampfer und Schlepper, an deren Stahlseil schwerbeladene Kähne hingen, zu sehen, sondern auch Sportboote aller Art. Bis zum Anfang des Jahrhunderts fuhr gelegentlich noch ein Lastensegler vorbei, wie sie auf den Elbenebenflüssen regelmäßig verkehrten, so zum Beispiel auf der Jeetzel bis 1904. Ihr Ziel war der Hamburger Hafen, in dern die Waren aus dem Hannoverschen Wendland und der nördlichen Altmark umgeschlagen wurden.

76. Zu den Deichen an der Elbe wanderten die Städter seit dem Ende des 19. Jahrhunderts als der technische Fortschritt ihnen mehr Freizeit gewährte und Naturerlebnis zur Erholung gehörte. Später wurden die Ausflüge mit dem Rad unternommen, einem Fortbewegungsmittel, das neuerdings für derartige Unternehmungen wieder häufiger benutzt wird. Denn einerseits ist der Autoverkehr in der Regel auf den Deichen verboten wegen der Störungen der einmaligen Vogel welt im Deichvorland, andererseits wurde das Radewegenetz (zum Teil auch auf den Deichen) hervorragend ausgebaut.

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