Darmstadt in alten Ansichten

Darmstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Volker Illgen
Gemeente
:   Darmstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5408-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Darmstadt in alten Ansichten'

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DARMSTADT

Paradepfatz mit Museum u. Denkmal Ludwig IV.

18. Bliek entlang der Fassade des Residenzschlosses, über den ehemaligen Paradeplatz (heute Friedensplatz) auf das von Alfred Messel zwischen 1896 und 1901 errichtete Gebäude des Hessischen Landesmuseums. Auf dem Paradeplatz erkennt man noch die ursprüngliche Aufstellung des Reiterdenkmals für Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein. Unter dem Platz befindet sich heute die Schloßgarage, eine der größten Tiefgaragen Darmstadts, mit Anlieferungszufahrten für die anliegenden Großkaufhäuser. Leider mußte das Denkmal während des Baus dieser Garage weichen. Bei seiner Neuaufstellung verschob man seinen Standort zum Schloß hin und verzichtete auf die Untersockel, weshalb das Denkmal jetzt etwas verloren auf dem Platz herumsteht.

DARM8TADT Elisabeiher-s a ?

19. Zu einer mondänen Geschäftsstraße hatte sich seit der Jahrhundertwende die Elisabethenstraße entwickelt. Unsere Aufnahme, die noch aus der Zeit vor 1914 stammt, entstand Ecke Wilhelminenstraße. Das über der Eingangstür des rechten Eckladens angebrachte großherzoglich-hessische Hoflieferantenwappen kann noch heute vor Ort im Schaufenster des dortigen Lederwarengeschäftes Hufnagel bewundert werden. Im gegenüberliegenden Geschäft konnte man Gardinen, Teppiche und andere Raumausstattungen erwerben. Das Nachfolgegeschäft, Tritsch & Heppenheimer, bestand noch bis ins Jahr 1990.

DARMSTADT,

LUDWIGSPLATZ MIT BISMARCK -DENKMAL.

20. Eine äußerst seltene Ansicht vom Ll1dwigsplatz mit Bliek in die Elisabethenstraße überlieferte uns diese Bildpostkarte aus dem Jahre 1908. Der Platz war um 1820, im Zuge der Entstehung der Neustadt, angelegt worden. Seinen Namen erhielt er nach dem damals regierenden Großherzog Ludwig I. von Hessen und bei Rhein. Seit der Jahrhundertwende zählt er zu den attraktivsten Geschäftslagen Darmstadts. Aufgrund seiner zentralen Lage erwies er sich 1905 für würdig, den von Ludwig Habich und Friedrich Pützer geschaffenen Bismarckbrunnen aufzunehmen. Ein bisher auf dem Platz stehender Darmstadtia-Brunnen von Baptist Scholl mußte dem neuen Brunnen damals weichen. Von den Geschäften, deren Firmenschilder man auf unserer Aufnahme noch lesen kann, hat sich bis in die Neuzeit, wenn auch anderenorts, die Firma Hermann Heinmüller für Gummiwaren erhalten.

21. Hessisches Landestheater wurde nach dem Ersten Weltkrieg das ehernalige Großherzogliche Opernhaus genannt. Großherzog Ludwig 1. von Hessen und bei Rhein hatte es 1818 von Hofbaumeister Georg Moller bauen lassen. Es war von Anfang an als ein öffentliches Theater konzipiert und sollte sich über die Eintritte selbst finanziereu, Der Hof mußte aber immer wieder Geld zuschießen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Das Theater erhielt im Zweiten Weltkrieg schwere Bombenschäden. Nach Kriegsende fanden sich in der Hessischen Landesregierung nur wenige, die einen Wiederaufbau wünschten. Ein neues Theater entstand andernorts, der Abbruch .der Ruine wurde zeitweise sehr ernsthaft betrieben. Erst in den achtziger Jahren besann man sich anders und beschloß einen Ausbau zur Unterbringung des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt.

22. Zu den ältesten Theaterbauten Deutschlands zählte das alte Hoftheater in der unteren Alexanderstraße. Seine Tradition reichte bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Zunächst als Reithalle angelegt. erfuhr es im 17. und 18. Jahrhundert verschiedene zweckdienliche Urnbanten. Als Großherzog Ludwig 1. 1806 dieses Theater der Öffentlichkeit zugänglich machte, war es bald dem Besucheransturm nicht mehr gewachsen und ein neues, größeres mußte her. Nach der Inbetriebnahrne des neuen Hoftheaters versank das alte in einem Dornröschenschlaf , genutzt nur noch gelegentlich, wenn das neue Hoftheater wieder einmal umgebaut wurde. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts richtete die Stadt in ihm ein Kleines Haus ein, und begründete damit die Tradition des 'Kleinen Hauses' für Darmstadt. Das Theater wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, seine Ruine beim Wiederaufbau der Stadt beseitigt und sein Grundstück später großflächig von dern Verwaltungsgebäude der Technischen Hochschule (Carolinenplatz) überbaut.

DARMSTADT

K rcbstraße

23. Eng ging es früher in der Kirchstraße , zwischen dern Marktplatz und der Stadtkirche, deren Mauern links im Bild noch angeschnitten werden, zu. Hier fuhren noch bis in die siebziger Jahre die Straßenbahnen zur Landskronstraße und zum Böllenfalltor, quälte sich der vom Marktplatz Richtung Bessungcn und Roßdorf abfließende Verkehr. Bis zur Zerstörung Darmstadts war diese Straße voller mittelständischer Geschäfte. Dort, wo am linken Straßenrand die Kutsche hält, lag der Eingang zur Alten Bockshaut, dem Geburtshaus des berühmten Historikers Georg Gottfried Gervinus; spater erhielt das Darmstädter Gervinusviertel seinen Namen.

24. Der Unermüdlichkeit eines einzelnen Darmstädters ist es schließlich zu verdanken. daß das Gebäude des Alten Pädagogs, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschadigt worden war, wieder aufgebaut wurde. Er warb über die Jahrzehnte unermüdlich bei jedem für seine Idee, sammelte Geld, belegte die bereits stark verfallene Ruine des Pädagogs mit seinen Bürgerfesten, bis die Stadtväter nicht mehr umhinkonnten und den Wiederaufbau in den späten sicbziger Jahren beschlossen. Das Alte Pädagog spielte in der Darmstädter Schulgeschichte eine herausragende Rolle. Hier war die erste weiterbildende Schule Darmstadts untergebracht, die ein direktes Universitätsstudium errnöglichte. Aus ihr entwickelte sich das jetzige humanistische LudwigGeorgs-Gymnasium. Landgraf Ludwig VI. hatte noch kurz vor seinern Tod diese Schule ins Leben gerufen, sein Sohn, Georg TI. 1627-1629 das Gebäude hierfür errichten lassen. Zwischen 1933 und 1944 beherbergte es das Darmstädter Stadtmuseum. In der Neuzeit ist in ihm die Volkshochschule untergebracht.

Darmstadt

Paradftplatz m. neuem rtoseum u. Hoftheater

25. Hessisches Landesmuseum mit vorgelagertem Paradeplatz (heute Friedensplatz) und dem benachbarten Großherzoglichen Hoftheater (seit 1892193 Hessisches Staarsarchiv), um 1914. Der um die lahrhundertwende von Alfred Messel geschaffene Museumsbau galt als eine geglückte Symbiose zwischen historisierender und konstruktiver Architektur, Dem damaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein ist es zu verdanken. daß sich Messels Entwurf gegen die damals noch sehr starken Kräfte des Historismus durchsetzte. Den Grundstock für die Sammlung des Hessischen Landesmuseums bildete die von Großherzog Ludwig 1. geschaffene Kunst- und Raritätensammlung, die bis zum Bau des neuen Museums in einem der Neuschloßflügel am Marktplatz untergebracht war.

Darmstodt

é rnst-E. udwig-Sfraße

26. Beste Geschäftslage bot die Ernst-Ludwig-Straße auch schon in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Schon damals reihte sich dort in bunter Reihenfolge Geschäft an Geschäft. Namensgeber dieser Straße war übrigens nicht Großherzog Ernst Ludwig (reg. 1892-1918), sondern sein Ahne Landgraf Ernst Ludwig (reg. 1678-1739). Letzterer baute auch den am Ende der Straße stehenden Weißen Turrn, der ursprünglich ein Wehrturm der alten Stadtmauer war, zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einem Uhrturm um. Die Ernst-Ludwig-Straße ist heute ein Fußgängerbereich mit jungangepflanzten Bäumen und vielen Ruhebänken. Zum Zeitpunkt unserer Aufnahme fuhr durch diese Straße noch die Straßenbahn.

27. Erbgroßherzog Georg Donatus von Hessen und bei Rhein und sein jüngerer Bruder Prinz Ludwig während einer Ausfahrt im Darmstädter Herrngarten um 1911. In der Kutsche der beiden Prinzen fuhr schon Queen Victoria in ihrer Kindheit. Sie schenkte die Kutsche später ihren Enkeln in Darmstadt. Sie kann noch heute im Darmstädter Schloßmuseum besichtigt werden. Die Darstellung entstammt einer vorn Hof herausgegebenen Wohlfahrtspostkarte. Fotografiert wurde die Ausfahrt von der Großherzogin Eleonore persönlich.

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