Darmstadt in alten Ansichten

Darmstadt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Volker Illgen
Gemeente
:   Darmstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5408-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Darmstadt in alten Ansichten'

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58. Der Herrngarten war der ehemalige im späten 16. Jahrhundert angelegte Schloßgarten der Darmstädter Landgrafen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine der beliebtesten Partien des Gartens war vor dem Ersten Weltkrieg eine kleine Lichtung am Fuß des Herrngartenbergs mit dem 1902 hierherversetzten Veteranendenkmal für die Gefallenen der Kriege von 1792 bis 1815. Ursprünglich stand dieses 1852 von Joh. Baptist Scholl d. J. geschaffene Denkmal auf dem Marienplatz, vor der dortigen Kavalleriekaserne. Der gotisierende Kunststil des Denkmals und vor allem der darauf dargestellte germanische Krieger rieten bei In- und Ausländern manchen Spott hervor, so daß man sich 1902 entschloß, das ungeIiebte Denkmal an einen weniger öffentlichkeitsträchtigen Ort zu versetzen. und so gelangte es in den Herrngarten. Die Darmstädter nennen das Denkmal Riwwelrnatthes, weil das Model für dessen Kriegerfigur angeblich ein Riwwelbäcker, sprich Streuselkuchenbäcker , namens Mattias gewesen sein soll.

Darmstadt.

Nathildenplatz.

59. Den Mathildenplatz, benannt nach einer Tochter des Bayernkönigs Ludwig L, die 1833 den späteren Großherzog Ludwig lIL von Hessen und bei Rhein heiratete , ziert seit 1840 der Löwenbrunnen, Er war 1824 vom Hof- und Militärbaurneister Franz Heger geschaffen worden und stand ursprünglich auf dem Luisenplatz. 1840 mußte er dem Bau des Ludwigsmonuments weichen und gelangte an den Mathildenplatz. Die stark verwilderte Bepflanzung des Platzes wurde in den späten siebziger Jahren unseres Jahrhunderts einheitlich durch junge Kastanienbäume ersetzt. Mit der neuen Bepflanzung, die dem Platz sein ursprüngliches biedermeierliches Aussehen wiedergab, installierte man auch eine neue Platzbeleuchtung mit nachgearbeiteten alten Laternen.

DARMSTADT

Mathildenpla z

60. Diese seltene Aufnahme zeigt die Ostseite des Mathildenplatzes, ab der Zeughausstraße, in Richtung Gerichtsgebäude. Der Straßenzug erhielt im Zweiten Weltkrieg erhebliche Bombenschäden. Seine ehemals typische dreigeschossige, geschlossene Bebauung hat sich aber erhalten. Gcgenüber, auf der andere Seite des Platzes, lag bis zu seiner Zerstörung 1944 der Großherzogliche Marstall. Dessen Ruinen wurden im Zuge des städtischen Wiederaufbaus beseitigt; eine ordentliche Bebauung, die den Platz anstelle des verschwundenen Marstalls schließen könnte, wurde bis heute noch nicht gefunden. Stattdessen findet man dort noch immeröde Behördenparkplätze und Bushaltestellen.

Darmstadt.

Landes-Hypothekenbank. Erbaut !Ion Professor rteissner.

61. Urn die zunehmende Bautätigkeit im Großherzogturn Hessen zweckdienlich zu Iördern, wurde zu Beginn des Jahrhunderts in Darmstadt eine Landes-Hypothekenbank gegründet. Ihren ersten Sitz bekam sie am Paulusplatz , wo ihr Paul Meißner 19061907 dieses Bankgebäude errichtete. Zusammen mit der gegenüberliegenden Pauluskirche prägt dieses Haus noch heute das Umfeld des Paulusplatzes. Zwischen den beiden Weltkriegen zog die evangelische Landeskirche in das Gebäude und baute es nach und nach zu einer ihrer zentralen Landesverwaltungen für Hessen aus. Das Viertel um den Paulusplatz zählt neben der Mathildenhöhe noch immer zu den reizvollsten Wohngegenden Darmstadts. Das Ambiente des Platzes blieb bis zum heutigen Tag nahezu unverändert.

DARMSTAOT, eOTANISCHER GARTEN.

62. Wie fast jede europäische Residenz, besaß auch Darmstadt schon im 19. Jahrhundert einen Botanischen Garten. Er war 1814 im damals gerade trockengelegten Schloßgraben gegründet worden. Im Laufe des Jahrhunderts siedelte er mehrfach um. Als der Schloßgraben den Anforderungen nicht mehr genügte , kam er in den Erbprinzen-Garten an der Sandstraße, das heutige Grundstück des Hessischen Staatstheaters. und danach in den östlichen Teil des Hcrmgartens, der später von Gebäuden der TH-Darmstadt überbaut wurde. 1874 fand er schließlich seinen endgültigen Platz an der Roßdörfer Straße. Unsere Aufnahme entstand noch vor dem Ersten Weltkrieg und sie zeigt das ursprüngliche Hauptverwaltungs- und Forschungsgebäude mit einem damals gerade erstellten neuen Großgewächshaus.

Darmstadt, Ecke der Kahlert- u. Liebigstrasse.

63. Zu den bevorzugten Wohnadressen Darmstadts zählten im späten 19. Jahrhundert auch die Liebig- und die Kahlertstraße im Johannesviertel. Einige erhaltengebliebene stattliche Einzelhäuser zeugen hiervon noch heute. Nach 1900 änderte sich die Bebauung des Viertels radikal. Mietshäuser rnit hoher Wohnausnutzung wurden rücksichtslos gegenüber dem alten Baubestand hochgezogen und die wohlhabenden Bewohner wanderten ab. Niedere Beamte und Angestellte der aufblühenden Industrie drängten nach und bestimmten bis in die fünfziger Jahre die soziale Struktur des Viertels. In den sicbziger Jahren haben Fassaden- und Vorgartenwettbewerbe sowie die Einrichtungen von verkehrsberuhigten Zonen die Wohnqualität hier erheblich verbessert. Wegen der stadtzentralen Lage und wegen seines interessanten Bestandes an großzügigen Altbauwohnungen drängen in unseren Tagen vorwiegend junge Aufsteigerfamilien in dieses Wohnquartier.

Darmstadt.

Gervinusstrasse mit Hochzeitsturm.

64. Bliek von der Heinrichstraße in die Gervinusstraße. Das nach dem Darmstädter Historiker Georg Gottfried Gervinus (18051871) benannte Viertel entstand zwischen 1890 und 1910. Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Viertel wegen seiner verkehrsberuhigren, waldnahen Lage ein bevorzugtes Wohnquartier für Pensionäre und mittlere und höhere Staatsbeamte. 1910 endete die Heinrichstraße, deren Durchgangsverkehr ihren Bewohnern in den letzten Jahrzehnten zum Alptraum geworden ist, noch hier an der Gervinusstraße. Das Viertel wurde 1944 bei einern Luftangriff auf Darrnstadt nahezu vollständig zerstört.

65. Für eine JubiläumaussteJlung des 'Hotel- und Gastwirts-Gewerbe' warb diese offizielle Bildpostkarte von 1909. Als Gartenlokal der öffentlichen Geselligkeit hatte man den Platanenhain auf der Mathildehöhe eingerichtet. Das Ausstellungswesen hatte sich in Darmstadt seit der Jahrhundertwende rege entwickelt. Die Ausstellungen der Künstlerkolonie , von deren Abglanz die Stadt noch heute zehrt, waren nur die Meilensteine. Der Vergessenheit anheim fielen die zahllosen anderen Landesausstellungen der verschiedensten Branchen, die in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg die Residenz Darmstadt zu einem Mekka der Gewerbetreibenden des Großherzogturns machten.

66. Den Rattenfänger von Harneln stellen hier Darmstädter Kinder in einem lebenden Bild um 1910 auf den Stufen des Bessunger Orangeriegartens dar. Lebende Bilder zu stellen war in den Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg ein beliebter gesellschaftlicher Zeitvertreib. Unser gestelltes Bild diente als Aufmachung für eine Wolhfahrtspostkarte, die zugunsten des Alice-Frauen-Vereins für Krankenpflege verkauft wurde. Solche Wolhfahrtspostkarten mit gestellten lebenden Bildern irn Bessunger Orangeriegarten haben sich in relativ großer Zahl erhalten. Als Bildthemen dienten unter anderem der Gestiefelte Kater, der Kleine König, die Sieben Schwaben, Struwelpeter und Paulinchen.

67. In idyllischer Abgeschiedenheit präsentierte sich bis vor dem Zweiten Weltkrieg das Oberwaldhaus bei Darmstadt. Es war ein beliebtes, um die Jahrhundertwende erbautes Ausflugslokal der Darmstädter. Damals konnte man es als Normalverbraucher, mangels Autos wochentags nur zu Fuß oder am Wochenende nur mit der Straßenbahn erreichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gastronomie irn Oberwaldhaus für Jahre geschlossen. Ein kleines hölzernes Blockhaus, das vorne an der Straße stand, sorgte aber zunächst weiterhin kulinarisch für die Ausflügler. Erst in den siebziger Jahren entschloß sich die Stadt Darmstadt, die zwischenzeitlich total heruntergekommene Bausubstanz des Oberwaldhauses zu sa

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