Das Alte Hönningen, ... schon vergessen?

Das Alte Hönningen, ... schon vergessen?

Auteur
:   Gregor Krämer
Gemeente
:   Hönningen, ... schon vergessen?
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3365-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Das Alte Hönningen, ... schon vergessen?'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Nach bisher drei vorliegenden Bildbänden aus dem Bad Hönningen vergangener Tage, 'Bad Hönningen in alten Ansichten' Band 1 und 2 sowie dem Buch 'Kermt Ihr sie noch ... die Hönninger?', erscheint nunmehr eine weitere Sammlung alter Fotos aus der schönen Stadt am Mittelrhein. Der Band 'Das alte Hönningen ... schon vergessen?' stellt keine Fortsetzung der drei vorherigen Bände dar, wohl aber eine sinnvolle Ergänzung.

Ein Bliek zurück in die Zeit vor der Jahrhundertwende bis hinein in die fünfziger Jahre löst verschiedenartige Gedanken und Gefühle aus. War Hönningen damals schöner? War das Leben erfüllter? Zählt man die Seiten und Bilder dieses Buches und den vergegenwärtigten Zeitabschnitt, so sind siebzig bis achtzig Jahre im Leben einer fast tausend Jahre alten Ortschaft ein verschwindend geringer Zeitraum.

In dieser beschriebenen und dokumentarisch festgehaltenen Zeit gab es zwei Weltkriege mit Unterdrückung, Angst, Tod und Zerstörung, aber auch Hoffnung trotz vermeintlicher Hoffnungslosigkeit, einen heute kaum noch vorstellbarer Willen zum Wiederaufbau, zur Hilfsbereit-

schaft, zur menschlichen Wärrne, wiederentdecktes Christenturn, Humor und wiedergewonnene Freiheit.

Die Kriege haben vor Bad Hönningen nicht halt gemacht. Gewiß sind Fehler beim Wiederaufbau nicht zu vermeiden gewesen. Aber Grundzüge und Wesen hat unser Rheinstädtchen weitgehend behalten. Was heute an das alte Hönningen erinnert, was also herüber gerettet worden ist, wird in seinem Wert klarer erkannt als vor den Weltkriegen.

Wie es früher in Hönningen war und wer dort gelebt hat, versucht der Band an Hand von alten Fotos zu schildern, nicht im Aufzählen von Daten, denn Geschichte ist mehr. Geschichte wird von Menschen gemacht und auch erlebt. So können die gezeigten Fotos nur vage einen Einblick verschaffen in das wirtschaftliche und kulturelle Leben dieser Stadt, das aus der damaligen Sicht von großem Gewicht gewesen sein mag.

Wie immer in solchen Publikationen ist auch in dieser die Bildauswahl subjektiv, der Bildumfang begrenzt. Der Verfasser bedauert, daß er nicht alle Motive bringen kann, die er kennt und liebt.

Wir sehen das Stadtbild alter Prägung, wie unsere Voreltern es sahen, mit Gebäuden, die inzwischen der Zeit zum Opfer gefallen sind. Einstmals stadtbekannte Persönlichkeiten sind im Bild festgehalten. Viele Hinweise und Daten konnte ich dankenswerterweise aus dem Buch 'Bad Hönningen - Chronik einer jungen Stadt' von Jakob Weiler entnehmen. Zugleich gilt dieser Dank all' denen, die im Laufe der letzten Jahre Bild- und Schriftdokumente von Hönningen und seinen Bewohnern großzügig zur Verfügung gestellt haben. Ohne diese vielen und zum Teil auch unbekannten Spender hätte dieser Band nicht erscheinen können. Herrn Siegfried Schwan danke ich ganz besonders für seine Bereitschaft, Mühe und Sorgfalt bei der Erstellung dieses Bildbandes.

Die Bürger unserer liebenswerten Stadt werden mit Herz und Verstand das Erleben vergangener Jahre sehen und prüfen, das 'Heute' ihres Bad Hönningen nüchtern erkennen und beurteilen. Sie werden schließlich jeden künftigen Tag als Aufgabe zur Erhaltung des gemeinsamen Heimatortes begreifen, um mit Gottes Segen und der Menschen guten Willen alles, auch das Leben unserer Stadt

und ihrer Bewohner, immer wieder zum erstrebenswerten Ziel zu führen.

Die Bürgerschaft, vertreten durch den Rat und die Verwaltung, legte die entscheidenden Grundlagen für eine gesunde Fortentwicklung im Rahmen des Wachsens der Stadt. Allen gebührt unser Dank, auch denen, die nicht mehr unter uns weilen; sei es, daß sie als einfache, namenlose Bürger oder verantwortlich in der Öffentlichkeit ihre Pflicht für das Leben unserer Gemeinschaft taten.

Die Einleitung des Buches kann und soll den Betrachter des Buches begleiten, soll ihm sagen, was optisch nicht ausgedrückt zu werden vermag. Aber auch sie kann nicht zu einer erschöpfenden Darstellung werden, sie ergänzt nur das Bild. So kommt es, daß vieles ungesagt bleiben muß. Ich glaube, es ist auch nicht unbedingt erforderlich, denn der Betrachter dieses Bandes wird sich wohl seine eigenen Gedanken über die Bilder machen, die uns die früheren Jahre wieder lebendig werden lassen.

1. Dieser alte Stich zeigt einen Bliek von der linken Rheinhöhe auf Bad Hönningen aus der Zeit um 1850. Recht auffällig das am Berghang befindliche Schloß Arenfels. Es wurde 1849 von dem Grafen Friedrich Ludolf von Westerholt und Gysenberg erworben. Dieser ließ das Schloß von dem Dombaumeister Zwirner so umbauen, daß die Zahl der Fenster, Stufen, Türen, Türme und Kamine an mancherlei Zeitmaße erinnerte. Der Volksmund faßte diesen Sachverhalt in Verse, die später sinngemäß ergänzt wurden: Das Schloß hat 365 Fensterlein, wie Tage es im Jahre sein, dazu 365 Stufen, fûr Gänge, Keller und die Stuben, zu des Gärtners Qual, davon 87 im Außenareal, der Wochen sind es zweiundfûnfzig, Schloßräume gibt es zweimal soviel, groß und winzig, sechzig Sekunden hat die Minute, sechzig Minuten die Stunde, sechzig Flügeltüren öffnen sicn wie ein Wunder, zwölf Stunden hat der Tag, zwölf Kamine halten das Feuer wach, zwölf Stunden hat die Nacht, für diese sind zwölf Treppenanlagen gedacht, die Türme und Türmchen waren es sieben, genau soviele wie uns Wochentage beschieden, der Jahreszeiten haben wir vier, der Torbogen sind es ebenfalls vier, Die Turmuhr mahnt uns an alle Gezeiten und Zahlen, in der Schloßkapelle spricht man das Amen, rund um das Schloß liegen 2 000 Morgen, Gott erhalt den Bauer, um die Äcker auch im Jahre 2000 zu besorgen, tausend Quadratmeter Leyen decken das Dach, tausend Jahre sind wie ein Tag, so sprach der Mönch von Heisterbach, alles in allem zur Erinnerung gedacht, der Herr erhalte Schloß und auch Insaß.

Hönningen a. Rh.

2. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1903 verdeutlicht umfassend das damalige Hönningen. Am Paffelter sind kaum Weinberge auszumachen. Im Hintergrund, in der Mitte, ragt der Schornstein der 1913 abgerissenen Ziegelei oberhalb der Ortschaft empor. Die Kirche hatte noch keine Seitenschiffe; unterhalb der Hauptstraße vom alten Simeonsstift (Kloster) in südlicher Richtung standen fast keine Gebäude. Heute befinden sich dort das Thermalbad, der Rosengarten und das Rehabilitationszentrum.

3. Diese Grußkarte aus dem Jahre 1906 zeigt links oben Schloß Arenfels, daneben den Panoramabliek aufHönningen von Bad Breisig aus. In der Mitte links ist das Innere der katholischen Kirche zu sehen, daneben die Kirche mit PfaIT- und Küsterhaus und darunter die Burg Rheineck.

4. Einige Bilder vom Hochwasser in Hönningen wurden schon in früher erschienen Bänden vorgestellt. Dieses Bild veranschaulicht deutlich die verheerende Überschwemmung im Winter des Jahres 1920. Unser Bliek von der 'Schönen Aussicht' geht in südliche Richtung. Die Hauptstraße rechts ist fast völlig überflutet. Sogar hinter dem Bahndamm bis vor den Felsen des Schloßgartens stand die Flut. Am Tage der 950-Jahrfeier 1969 wurde die Stadt von einem schweren Unwetter heimgesucht. Im unteren Bild ein Dokument dieser Wasserkatastrophe.

5. Das Bild vom Hochwasser 1925/26 zeigt das Burghaus von der Hofseite aus. In der Marktstraße waren die Bewohner wie in den übrigen Rheinstraßen und Gassen auf Holzstege angewiesen. Der Zimmerer Fritz Dommermuth mußte dieselben in kürzester Zeit erstellen. Links führte ein schmaler Bohlensteg über die Marktstraße bis in das fabrikeigene Anwesen der Familie Emil Putsch. Dieses Haus mußte inzwischen einern Neubau weichen. Im Hintergrund die Kirche von Bad Breisig.

6. Anfang dieses Jahrhunderts wurden die kanadischen Pappeln am nördlichen Rheinufer gepflanzt. Einige dieser großen Bäume erreichten einen Durchmesser von zweieinhalb Metern, viele mußten der aus Altersgrunden der Motorsäge weichen. Vor dieser Anlage befand sich in früheren Jahren ein relativ sauberer Sandstrand. Der Rhein hatte noch wenig Schmutzanteile, sodaß dort in den Sommermonaten reger Badebetrieb herrschte.

7. Den U bergang aus der Stadt in die Landschaft verrmttelt seit über achtzig jahren eine Allee von Linden, die etwa zwei Kilometer lang bis zum Stadtteil Ariendorf hinführen. Auf unserem Bild erkennt der Betrachter links in südlicher Richtung die Silhouette des Kirchturms St. Peter und Paul. Ein weiterer Eindruck dieser Naturanlagen ist auf diesem Foto festgehalten.

8. Im Hintergrund links dieser Lithographie aus dem Jahre 1897 sehen wir das Schloß Arenfels. Rechts eine Gesamtansicht von Hönningen. Das untere Bild zeigt eine eigenwillige Darstellung des Marktplatzes, dahinter die Kulisse der ehemaligen Anlieger. Das Haus links sollte wohl mit dem Anwesen Hömig identisch sein. Daran anschließend wohnte die Familie Schneider, im Volksmund 'Hierzebecker' genannt. Der Familie August Gülden gehörte das Hotel 'Zum Schloß Arenfels' , und das Nachbarhaus wurde von den Geschwistern Bündgen bewohnt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek