Das Bordesholmer Land in alten Ansichten

Das Bordesholmer Land in alten Ansichten

Auteur
:   Paul Steffen
Gemeente
:   Das Bordesholmer Land
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6696-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Das Bordesholmer Land in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  >  |  >>

19. Die Scheune des Gasthofes Zur Linde in Bordesholm wurde um 1850 errichtet. Sie stand am Anfang der Kirchhofsallee auf der Westseite. Im Hintergrund ist das alte Reetdachhaus der Familie Wübbe-Süphke von 1737 zu sehen. Rechts befindet sich die Lindenschule von 1862. Das hier gezeigte Fachwerkhaus wurde als Ausspann für pferde und Wagen der Besucher des Gasthofes benutzt. An dieser Stelle steht heute das Eigenheim der Familie Süphke aus dem Jahre 195 o. Eigentümer war zunächst der Marinebeamte Johannes Paulsen ( 1970). Es folgte danach bis heute Kurt Süphke. Das später gebaute Hotel Zur Linde wurde 1856 von Bäckermeister und Erbpächter Christian Beyer eröffnet. Die Konzession war nahezu drei Generationen lang verweigert worden, weil der Alte Haidkrug alte Vorrechte hatte. Bekannte Eigentümer waren ab 1919 Johann Riecken und von 1942 bis 1957 der Sohn Willi Riecken. Über verschiedene Pächter kam das Anwesen 1963 an Bäckermeister Heinrich Hülsen und Frau Käthe. Das Haus wurde teilweise neu erbaut und modernisiert. Es verfügte über 20 Hotelbetten, Saal, Kegel- und Schießbahnen, Café und Clubräume. Für den Betrieb fanden sich keine Nachfolger. Das Gebäude ist 1995 abgerissen worden. Es befindet sich seit 1996 eine mehrstöckige Wohnanlage mit einer zusätzlichen Bebauung in der zweiten Reihe. Die Kirchhofsallee gehört mit der Heintze- und Wildhofstraße zu den ältesten Straßen des Ortes. Sie wurden ab 1332 zur Erschließung der Klosterinsel angelegt.

20. Das Bordesholmer Klostersiegel von 1534 wurde bereits in ähnlicher Form in Neumünster bis zum Umzug des Augustiner Chorherrenstifts um 1330 verwendet. Dargestellt ist die Jungfrau Maria sitzend mit dem Jesuskind auf der linken Seite. In der rechten Hand trägt die Gottesmutter als Symbol der Reinheit eine Lilie (Lilium Candidum). Die Umschrift lautet: Sigillu (Siegel) Saneta Maria Novo Monasterio. Die Kapitalschrift ist in Form einer U nciale gestaltet. (Umzeichnung von Wilhelm Petersen 1965.) Das erste Bordesholmer Ortswappen wurde 1984 entworfen. Es enthält als Hauptmotiv vor einem gelben Hintergrund eine stilisierte grüne Linde, das Wahrzeichen des Ortes. Das untere Drittel zeigt eine blaue Wasserfläche (Wellenfuß) als Hinweis auf den See. Darin ist in Weiß die Lilie eingelassen. Dieses Symbol als Hinweis auf das Kloster Bordesholm geht auf einen Vorschlag von Paul St effen zurück. Mit den Motiven wird die Geschichte von Bordesholm und dem Umland sinnvoll dokumentiert. Hierzu heißt es in der Bordesholmer Rundschau 18/1984: 'Was kann heute überzeugender sein als ein gesunder Baum, frisches blaues Wasser und die Reinheit einer Lilie?'

21. Diese Ansicht van Bordeshalm schuf der Maler und Stecher Christian Hinrich Ludwig Martens (1821-1857). Das Blatt im Format von 15,5 x 21,5 cm wurde vom Künstler gezeichnet und gestochen. Der Stahlstich ist in der Platte signiert mit L. Martens del. & sculps. Das Motiv zeigte Bordeshalm vom Eidersteder Ufer aus in Richtung Westen. Die Bebauung ist noch sehr sparsam und beschränkt sich im vorderen Bereich aufEinzelhäuser. Mehrere Gebäude sind schwach am jenseitigen Klosterufer zu erkennen. Auf der Höhe ragt die Klosterkirche als Blickpunkt hervor. Davor ist das Amtshaus mit den Nebengebäuden zu erkennen. An der linken Seite begrenzt die vorgelagerte Insel das Bild. Malerisch ist das Eidersteder Ufer mit einer Kate, der Bootsgesellschaft und weiteren Figuren festgehalten. Der Reiter ist auf dem kaum befestigten Uferweg unterwegs in Richtung Lindenplatz. Zwischen den Häusern verläuft die heutige Heintzestraße zum Alten Haidkrug (heute Verwaltungsschule) und zur Klosterinsel. Eine Abzweigung führt über die Alte landstraße weiter in Richtung Kiel. Davor befand sich der Petersberg, der zum größten Teil abgetragen ist. Im heutigen Bereich zwischen demAutohaus Jürgens und dem Haidkrug ist die Anhöhe auf der Nordseite noch vorhanden. Das alte BauerndorfEiderstede kam erst 1906 zu Bordeshalm. Am rechten Bildrand befand sich in Höhe des heutigen Dreiecksplatzes die Grenze zu Bordeshalm. Von dort aus ging es in östlicher Richtung zum Bordesholmer Bahnhof, der ebenfalls mit dem gesamten Gebiet bis zur Grenze nach Wattenbek zu Eiderstede gehörte.

22. Zahlreiche Mitglieder der Bordeshohner liedertafel sind hier vor dem Gasthof Zur Linde am Lindenplatz versammelt. Das Foto entstand im Februar 1932 unter der Regie von Hans Gumlich (1893 -19 72) .Der Fotograf steht ganz links oben neben dem Baum. Daneben hat sich sein alter Freund Robert Steffen platziert. Eine große Kopie dieser Aufnahme befindet sich im Sportheim des TSV Bordesholm. Hier ist vor der Fahne das Mitglied Bruno Bielenberg zusätzlich einmontiert. Weitere Anwesende sind nach dem dortigen Foto: Heinrich Kiel, Johann Riecken (Lindenwirt) ,Heinrich Huß, Hermann Gerecke, Willy Lammers, Ernst Kiel, Christian Kähler, Walter Kiel, Hinrich Hadenfeld, Friedrich Goos, Theodor Trübenbach, K. Olrogge, Hans Stäker, Heinrich Böttger, Otto Pech, F. Höhne, A. Axt, Joh. Beltermann, Hermann Weber, Car! Förste, Fritz Wendling, Johann Bielenberg, ]. Denker, AdolfKrützmann und Kar! Höhne. Die Bordesholmer Liedertafel ist 1868 gegründet worden Das Vogelschieß en wurde 1871 zusätzlich eingeführt. 1953 wurde ein eigenes Schützenkorps gebildet. Vor dem Schießtag zur Erringung der Königswürde gibt es seit 1964 zusätzlich das Vogeldinggericht. Es ist von Bürgermeister August Ahrens (1901-1967) eingeführt worden. Königinnen gibt es bei der Liedertafel seit 1953. Chorleiter waren: 1869-1871 C. Evers, 1871-1873 Lehrer Bracker (Mühbrook), 1874-1903 Joachim Wittmaack (Hauptlehrer), 1903-1924 Heinrich Clausen (Hauptlehrer), 1924-1952 FritzWendling (Mittelschullehrer), 1952-1957 Ernst Karwinski (Organist), 1957-1981 Herbert Funke (Musikmeister a.D.), 19812000 DieterThilow (Richter), seit 2000 Matthias Teupke (Versicherungs-Kfm.) Vorsitzende waren: 1868 F. Borgfeldt, 1868-1870 D. Brolund, 1970-1974 Krüger, 1874-1890 Dr. Friedrich Kaestner, 1890-1903 ].H. Schwartz, 1903 -1916 Gustav Beyer (Malermeister) , 1919-1945 Johann Bielenberg (Justizinspektor), 1946-1950 August Gehl (Buchdruckermeister), 1950-1958 August Ahrens (Bürgermeister), 1958-1967 Adolf Krützmann (Lehrer), 1967 -1986 Jakob Hinrichs (Rektor), ab 1986 Klaus-Ingo Marquardt (Konrektor). Seit über 130 Jahren trägt die Bordesholmer Liedertafel maßgeblich zum kulturellen Leben in unserer Region bei. Mit den Mitgliedern und Angehörigen bildet sie ein verbindendes Element im Bordesholmer Land.

23. Blick von Eiderstede über den Bordesholmer See auf die Klosterkirche. Die romantische Szene mit den Waschfrauen und dem Leiterwagen im Vordergrund wird eingefasst von Baum- und Buschbestand. Der tote entwurzelte Baum erinnert an die Vergänglichkeit allen Lebens. Gut erkennbar sind neben der Klosterkirche das Amtshaus, die Insel und die Häuser am Klosterufer und am Osterdamm. Diese stimmungsvolle Ansicht van Bordeshalm wurde 1859 im Verlag Ern. Baerentzen & Co in Kopenhagen veröffentlicht. Es handelt sich um eine Lithografie aus dem Sammelband Holsteen & Lauenborg. Das Blatt im Formatvan 19,8 x 28,2 cm ist im Stein signiert mit A. Nay de!.]. Hellesen litho sowie der Druckerei und der Unterschrift Bordeshalm. Der Zeichner Alexander Nay lebte von 1822 bis 1883. Er hat etliche Blätter von Ortschaften in den Herzogtümern geschaffen. Julius Hellesen (1823 -18 7 7) war vorwiegend als Lithograftätig. Er übertrug die Motive von Hand auf den Lithostein. Die sorgfältig in einem Braunton gedruckten Blätter wurden insbesondere für den Einzelverkaufvon Hand koloriert. Jeder Originalabzug stellt eine Kostbarkeit der Grafik und Druckkunst dar. Die Lithografie wurde um 1800 von Alois Senefelder (1771-1834) erfunden. Der in München ansässige gebürtige Prager wendete ein chemisches Verfahren an, das auf das Abstoßen von Fettkreide und Wasser basiert. Die Druckfarbe wird von dem präparierten Solnhofer Schieferstein angenommen und vom Wasser getrennt. Der Druck erfolgt damit von einer ebenen Fläche (Flachdruck). Dabei wird der schwere Stein von Hand durch eine Presse gezogen. Das manuelle Verfahren wurde später durch den maschinellen Offsetdruck abgelöst. Vor der Anwendung der Fototechnik mit dem Druck von Autotypien war die Lithografie ein hervorragendes Mittel der Illustration im 19 .Jahrhundert. DieseTechnik wird bis heute als ein ausdrucksvolles Mittel der Plakat- und Buchkunst sowie bei der Herstellung von freier Grafik angewendet. Hier sind besonders die handsignierten nummerierten Blätter in limitierter Auflage gefragte Sammelobjekte für Kunstliebhaber.

24. Die Schlachterei Bracker in der Bordesholmer Heintzestraße 24 geht in ihrem Ursprung auf das Iahr 1901 zurück. Damals kaufte Schlachtermeister August Schlotfeldt ein Teilgrundstück von der Familie Petersen, die hier seit 1859 am nach ihr benannten Petersberg ansässig war. Angehörige wohnen bis heute auf dem eigenen Nachbargrundstück Nr. 20. Die damals eröffnete Schlachterei Schlotfeldt ging 1932 durch Kauf an Schlachtermeister Wilhelm Bracker (1903 -1991). Seine Ehefrau Mary geb. Sievers (19011983) trat 1934 in das Geschäft ein. Ab 1964 führten Schlachtermeister Franz Bracker mit Ehefrau Inge geb. Willrodt den Betrieb, in dem sie auch weiterhin mitarbeiten. Langjährig war außerdem Tochter Ulrike im Geschäft tätig. Inhaber ist seit dem 1. Ianuar 1998 der Junior, Schlachtermeister André Bracker. Das renovierte Hofgebäude geht auf das Iahr 1850 zurück. Das vordere Geschäfts- und Wohnhaus ist gelegentlich modernisiert worden, u.a. im Jahre 1974. Die hier gezeigte Ansicht stammt aus der Zeit um 1947. Damals erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg eine stilvolle Instandsetzung des Anwesens. Der pensionierte Bordesholmer Kreisbaurat Johann Garleff lieferte hierzu die Umbaupläne. Er hat dabei in der Gestaltung des Mauerwerks und der Fenster das alte mit dem neuen harmonisch verbunden. Das inzwischen weiter ausgebaute und renovierte Ladengeschäft gehört mit den Werkräumen zu den traditionsreichen Bordesholmer Handwerksbetrieben. Noch immer führt die Fleischerei Bracker als inzwischen einziger Bordesholmer Betrieb eigene Schlachtungen aus regionalen Beständen durch. Zum Angebot gehört außerdem ein großes Sortiment von Wild und Geflügel und ein vielseitiger Party-Service. Nicht zuletzt ist bei Festen und beim Weihnachtsmarkt eine zünftige Gulaschkanone im Einsatz.

25. Die Kreuzung der alten KieIer Chaussee mit der Holstenstraße in Bordesholm war immer ein gefährlicher Punkt für alle Verkehrsteilnehmer. Die Aufnahme von etwa 1930 zeigt schon damals eine bedenkliche Situation. Jahrzehntelang kamen Kinder und Erwachsene zu Fuß oder auf dem Fahrrad nur unter Lebensgefahr an dieser Kreuzung auf die andere Straßenseite. Für motorisierte Verkehrsteilnehmer gab es ebenfalls Wartezeiten und angstvolle Momente beim Überqueren dieses Schnittpunktes. Erst 1962 wurde die Lage grundlegend verbessert. Seitdem gibt es dort eine Ampelanlage. Sie wurde damals nach massiven Eingaben der örtlichen Stellen und des ADAC installiert. Eine zweite Ampel im Bereich Bahnhofstraße / B4 kam etliche Jahre später hinzu. Damit wurde die Überfahrt zum Ortsteil Eiderstede wesentlich sicherer. Auf diesem Bild steht links ein großes Wohnhaus, das um 1900 von der Schlachterfamilie Rademann erbaut wurde. Dahinter folgt Holz-Freese. Das Autohaus Petersen mit der ShellTankstelle war noch nicht vorhanden. Die rechte Seite zeigt eine alte Villa, die nicht mehr vorhanden ist. Sie wurde in das Grundstück des Hotels Carstens einbezogen. Das Kopfsteinpflaster der Chaussee ist hier noch im Untergrund vorhanden. Die 1832 eröffnete Straße ist bis heute eine wichtige Verbindung auf der Achse Kiel-Bordesholm-Neumünster geblieben.

26. Diese Zeichnung schuf Adalbert v. Löwenstern (18 17 -18 74) um 1865. Großflächig, aber mit der Liebe zum Detail, ist hier die Bordesholmer Klosterinsel von Norden dargestellt. Im Mittelpunkt steht die hochaufragende Klosterkirche mit dem umgebenen Baumbestand. Erkermbar ist ebenfalls die Krone der alten Linde. An der linken Seite rollt eine zweispännige Reisekutsche auf dem Osterdamm heran. Dahinter ist ein Stück des Sees erkennbar. An der rechten Bildseite sind einige Häuser an der Kirchhofsallee mit der 1862 errichteten Lindenschule zu sehen. In der Nachbarschaft stehen zwei reetgedeckte Katen, darunter das Haus der Familie Süphke von 1737. Ganz rechts sieht man vor dem Wildhof das 1 799 errichtete Pastorat mit der großen Giebelfront. Als Kontrast zu der rechten Bildszene hat der Künstler vorne links eine Kuhherde platziert. Hierbei hat er dieTiere in verschiedenen Positionen individuell gestaltet. Ein Hinweis auf die enge Verbundenheit des Bordesholmer Landes mit der Landwirtschaft ist die dekorative Einfassung des Bildes. Gräser, Kleepflanzen, Blüten, ein Butterfass, Milchbütten und Teller sind wirkungsvoll drapiert. Deutlich sichtbar ist ebenso der ursprüngliche Inselcharakter dieser Landschaft im Westen von Bordesholm. Die nach Norden langsam ansteigende Ebene war in der Klosterzeit ab 1330 eine zusammenhängende Wasserfläche. Sie umkreiste den hochgelegenen Holm bis zum Oehlendiek am heutigen Friedhof und erreichte beim Pastorat den See. Mit dem Oster-, Norder- und Westerdamm wurde die Klosterinsel um 1340 landfest gemacht. Etwas von der ruhigen Abgeschiedenheit dieses Gebietes hat Adalbert von Löwenstern auf diesem Bild liebevoll und meisterhaft festgehalten.

27. Nicolaus Friedrich Johannsen war im 19. Jahrhundert ein verdienter Bordesholmer Bürger. Seine Grabstätte blieb auf dem alten Kirchhof neben der Klosterkirche erhalten. Am 3. Februar 1802 wurde der Pädagoge auf dem Gut Stubbe an der Schlei geboren. Er starb am 18. April 1873 in seinem langjährigen Wohnort Bordesholm. Eine Straße ist nach ihm benannt worden. Der sehr engagierte Lehrer an der Lindenschule in der Kirchhofsallee führte bereits moderne Fächer in den Unterricht ein. Das damals übliche Auswendiglernen von religiösen Texten und Liedern ergänzte er durch die Vermittlung von neuen Themen. Fächer wie Weltgeschichte, Geografie und Naturlehre standen bei ihm auf dem Stundenplan. Die älteren Kinder bekamen Mathematikunterricht nach einem Fachbuch des Rechenmeisters Jürgen Kroymann (17391820). Dieser Stoff war eigentlich nur für Lehrkräfte und für Schüler der oberen Klassen der Lateinschulen bestimmt. Nicolaus FriedrichJohannsen war ebenfalls als Organist und Küster an der Klosterkirche tätig. Der 1845 gegründeten Bordesholmer Sparkasse diente er vom ersten Tag an als Sekretär. Dieses Amt führte er bis zu seinem Tod (1873). Er stand damit 28 Jahre lang im treuen Dienst der heimischen Sparkasse. Die Bordesholmer Schule befand sich viele Jahre am Anfang der Kirchhofsallee in einem langgestreckten Reetdachhaus. Im Jahre 1862 wurde daneben die Lindenschule (Nr.4) erbaut. Dies war für N.F. Johannsen in den letzten elf Dienstjahren seine Wirkungsstätte. Dem engagierten Pädagogen sollte zu seinem 50-jährigen Lehrerjubiläum eine Goldene Medaille überreicht werden. Diese Ehrung hat der unvergessene Mitbürger leider nicht mehr erlebt.

28. Die katholische Kirche St. Marien an der Bahnhofstraße in Bordeshalm ist 1950 eingeweiht worden. Sie wurde inzwischen grundlegend renoviert. Der kirchliche Dienst wird weitgehend von Neumünster aus wahrgenommen. Im Innern der Kirche ist die Ausstat tung in Abständen vervollständig worden. Ein Marienbild wurde 1 953 van U rsula Koschinsky (Königsberg) für die Kirche gemalt. Es ist hier aber nicht aufgehängt worden. 1954 schenkte der Apostolische Nuntius der Kirche eine Bordesholmer Madonna. Das Schnitzwerk ist nach dem Vorbild einer Figur aus dem BordeshoImer Altar von dem Passauer Bildhauer Otto Zirnbauer geschaffen worden. Maria mit dem Jesuskind steht auf einem Sockel rechts vor dem chorbogen. Das originale Vorbild von Hans Brüggemann aus dem Jahre 1521 befindet sich innerhalb des Altars seit 1666 im Dom zu Schleswig. Der Chorraum wird von dem Altartisch beherrscht. Das hier noch vorhandene Bild an der Rückwand ist 1970 übermalt worden. Es ist im Oktober 1954 von Heribert Reul aus Kevelaer gestaltet worden. Dargestellt ist der segnende Christus vor einem ovalen Hintergrund. Zu seiner Rechten kniet die Jungfrau Maria als Himmelskönigin. Unter ihrem Mantel beschützt die Bordesholmer Kirche St. Marien. An der rechten Seite sind stehend vier Heilige platziert, die Ost und West eindrucksvoll verbinden. Es sind dies: Ansgar, der Apostel des Nordens (t8 65), Vicelin, der 1. Bischof von 01denburg und Begründer des Augustiner Chorherrenstifts in Neumünster (t 1154), Hedwig, die Patronin Schlesiens (t 1243) und Adalbert, der erste Missionar im Preußenland (t99 3). Einen direkten Bezug zu dieser Darstellung gab es zu Vicelin. Dessen als Reliquien verehrten Gebeine wurden um 1332 nach Bordeshalm überführt. Sie sind seit 1613 nach einer Umbettungsaktion verschollen.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek