Das Celler Schloß in alten Ansichten

Das Celler Schloß in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Ralf Busch
Gemeente
:   Celler Schloß, Das
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5350-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Celler Schloß in alten Ansichten'

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van

Ralf Busch

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

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EINLEITUNG

Celle begeht 1992 sein 700jähriges Stadtjubiläum. Es wird gefeiert, an die Vergangenheit vielfältig erinnert und zahlreiche Veröffentlichungen beleuchten Einzelaspekte der Stadtgeschichte. Diesen fügen wir hier eine hinzu, die das Schloß bildhaft betrachtet. Das bietet Gelegenheit, nicht alle, aber die wichtigsten Stadtansichten vorzustellen, da sie immer auch das Schloß zeigen. Dabei ist sogar bisher nicht reproduziertes Bildmaterial erschlossen worden.

Im Mittelpunkt aber steht das Schloß, hat es doch von Anbeginn die Entwicklung und Geschichte der Stadt nachhaltig geprägt. Als 1292 die Stadt von AltenceIIe an die heutige Stelle verlegt wurde, war westlich der neuen Stadt ein fester Wohnturm wohl schon vorhanden, konnte zu einer Wohnanlage für Herzog Otto den Strengen genutzt und ausgebaut werden. Was hier entstand, ist bildlich vor 1569 nicht belegt, aber durch Rekonstruktion erschlossen, was wir hier in aller Schlichtheit darstellen, um das Wachsen der Schloßanlage zu verdeutlichen. Sicher sind das nur Annäherungen an eine nicht bekannte Realität, aber sie sind eine gewünschte Imagination nach schriftlichen Quellen, die H. Masuch erschlossen hat. Der Kern des Schlosses, ein Wohnturm im späteren Nordflü-

gel, ist bis zur barocken Umgestaltung des Schlosses sichtbar geblieben, wie zuletzt Merians Ansicht von Celle zeigt.

Residenz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg für das Fürstentum Lüneburg war es ab 1388, hat dann stetige Erweiterungen erfahren. Das geschah in unterschiedlich starken Phasen, etwa unter Herzogin Anna um 1485, dann aber nachhaltiger unter Herzog Ernst, der wegen der Einführung der Reformation der Bekenner genannt wird. Ab 1533 ließ er das Schloß neu gestalten, der aber auch eine wesentliche Stadterweiterung ab 1530 und den Neubau der Befestigungsanlage für Schloß und Stadt einleitete. Diese Entwicklung dauerte bis 1558 an, die zuletzt auch die Ostfassade schuf, wie sie annähernd bis heute der Stadt zugekehrt erhalten ist.

Ab 1560 ließ Herzog Wilhelm d.J. die gotisch errichtete Schloßkapelle neu ausstatten, ein in seiner Geschlossenheit einmaliger kirchlicher Raum der Renaissance in Norddeutschland, der höfische Repräsentanz mit kirchlich lehrhaftem Denken verbindet, was sich vor allem in den zahlreichen Gemälden von Marten de Vos und seiner Werkstatt ausdrückt. Wohl nicht vorgegeben, aber doch durch die Reichhaltigkeit der lllustration bi-

blischer Überlieferung zu einem Programm zusammengewachsen. Die Intimität des Raumes beeindruckt den Betrachter bis heute.

Herzog Georg Wilhelm begarm bald nach seinem Regierungsantritt in Celle (wohin er von Hannover wechselte) mit der barocken Umgestaltung des Schlosses. Seit 1665 wirkten hier italienische Baumeister, richteten u.a. auch 1674/75 das Theater ein, das bis heute seine Bedeutung für das kulturelle Leben in der Stadt behalten hat (freilich mit einigen Unterbrechungen). Die Umgestaltung des Schlosses zog sich bis 1700 hin. Der 1705 verstorbene Herzog hat also zeitlebens an seinem Schloß bauen lassen und seine Gestalt geformt, wie sie bis heute im wesentlichen erhalten ist. Nachhaltig hat er in diesem Theater, Oper und Musik gefördert, das übrigens im Zusammenwirken mit den anderen welfischen Residenzen in Hannover, Braunschweig und WolfenbütteJ.

Sein Tod 1705 und die durch die Erbfolge bedingte Verlegung der Residenz nach Hannover brachte einen tiefen Einschnitt. Nur die kurze Zeit des Aufenthaltes der hier in Verbannung lebenden dänischen Königin Caroline Mathilde 1772-1775 belebte das Schloß erneut. Für sie wurden Räume im Südflügel neu hergerichtet und dem Zeit-

geschmack entsprechend lichter gestaltet.

Die Erhebung Celles zur zweiten Residenz unter König Ernst August von Hannover hat einige bauliche Veränderungen mit sich gebracht (1839), aber das Leben im Schloß dann doch nicht nachhaltig bel ebt.

In dieser Zeit setzen zahlreiche Darstellungen des Schlosses ein, die gelegentlich sehr anschaulich, manchmal aber romantisch gestaltet sind. Die Zunahme der damals sich entwickelnden Reproduktionsgraphik ging auch am Celler Schloß nicht vorbei. Repräsentative Beispiele sind in der nachstehenden Bildauswahl berücksichtigt.

Was für das Gebäude folgte, war eine eher bescheidene Nutzung für Verwaltung, Justiz und Jugendherberge. Aus der Not geboren, kam dem Schloß 1945 bis 1958 eine ganz andere Funktion zu. Es diente als sogenanntes Kunstgutlager, wo kriegsbedingt ausgelagerte Kunstschätze zentral zusammengeführt wurden. Seit 1946 wurden diese in wechselnden Ausstellungen öffentlich präsentiert, was das kulturelle Leben der Stadt ungemein belebte.

Unvergessen bleiben sollte auch, daß im Schloß im Frühjahr 1946 eine Ausstellung mit Kulturwoche unter dem Titel 'Befreite Kunst' stattfand, sozusa-

gen bewußt im Kontrast zur 'Entarteten Kunst'. Für die britische Zone war das die erste Wiederbegegnung mit einer seit 1933 verschütteten Kunst. Das war ein Zeichen des Neubeginns weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Das Schloßtheater hat sehr bald die Vermittlung neuen Erlebens fortgeführt. Ur- und deutsche Erstaufführungen standen hier in den fünfziger und sechziger Jahren an der Tagesordnung.

So hat das Schloß als Ort künstlerischer Begegnung über Jahrhunderte hinweg gedient, dieses bis in die Gegenwart fortgeführt, da hier auch bemerkenswerte Kunstausstellungen aktueller Kunst stattfinden, die verschiedene Träger, wie das Bomann-Museum und der Celler Kunstverein, veranstalten.

Und dann: Seit 1973 wird am Schloß restauriert, zunächst beginnend in der Schloßkapelle, dann auf das ganze Schloß ausgreifend. Diese Arbeiten sind bis heute nicht abgeschlossen, sie wandeln das Schloß gründlich, verändern Raumfolgen und Ausstattungen, dann auch Funktionen. Ein Schloß im Wandel, es bleibt aber auch im Jubiläumsjahr ein Mittelpunkt der Stadt.

Eine Bildersammlung wie diese kann nur durch Hilfe vieler Institutionen und Personen zusarn-

mengetragen werden. Ich danke für Bildvorlagen S.K.H. Prinz Ernst August von Hannover, der Landesbibliothek Hannover, dem Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Stadtarchiv und Bomarm-Museum Celle, der Münzsamrnlung der Preussag AG Hannover und für manchen Rat Herrn E. Enghausen, Celle.

Die Abbildungen:

Das Schloß in alten Stadtansichten Ansichten des Schlosses

ausdem 19. und frühen 20. Jahrhundert Aus der Vogelschau

Schloßkapelle

Theater

Historische Räume

Hygiene modern

Bliek auf heute

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1. Celle feierte auch 1892 sein Gründungsdatum. Aus diesem Anlaß wurde eine Zinnmedaille 'Zur Erinnerung an die 600 Jahr Jubelfeier der Stadt Celle 25. Mai 1892' geprägt, die auf der Vorderseite das Schloß von Südosten zeigt und damit daran erinnerte, daß dieses engstens mit dem Werden und Wachsen der Stadt verbunden ist.

2. Aus den ersten Jahrhunderten gibt es keine Ansichten des Schlosses. So sind die bauhistorischen Rekonstruktionen von Horst Masuch (1983) der einzige Anhaltspunkt für die Entwicklung des Gebäudekomplexes. Bis zur Zeit Herzog Albrechts um 1385 vermutet man einen Wohnturm und das sogenannte Unterhaus, ein Wohngebäude.

3. Um 1466, unter Herzog Otto 11., ist der Wohnturm erweitert, weitere Gebäude sind hinzugetreten und im Südosten ist die Kapelle angefügt (nach H. Masuch).

4. Um 1486, unter Herzogin Anna, wurden weitere Anbauten errichtet, der Ostflügel wurde zu einem einheitlichen Baukörper erweitert. Schon in dieser Zeit erhält er sein endgültiges Ausmaß (nach H. Masuch).

5. Unter Herzog Wilhelm d.J. erhält die Schloßkapelle eine neue Ausstattung. Auf den Außenflügeln des Altars läßt sich der Herzog vor dem Celler Schloß darstellen, die älteste authentische Darstellung. Seine Gemahlin Dorothea wird mit dem Schloß in Gifhorn abgebildet. Der Altar ist 1569 datiert, die Porträts werden Ludger tom Ring d.J. zugeschrieben.

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