Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Diedrichshagen, Das Kirchspiel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6108-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten'

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18 Diese Karte, eine Original-Photo-Radierung, erschien in der Serie 'Mecklenburgische Bauernhäuser' mit der Seriennummer T. Der Absender schrieb diese Karte am 13. Dezember 1928 in Upahl und vermerkte bezüglich der Abbildung: 'Kennst Du dieses Gehóft?' Durch diesen Vermerk auf der in Upahl geschriebenen Karte kam der Autor zu der Erkenntnis, daß es sich bei der Serie 'Mecklenburgische Bauernhäuser' um Bauernstellen in Upahl handeln könnte, Dies bestätigte sich durch weitere Nachforschungen. Damit sind die Radierungen dieser Serie wenigstens 1928 oder früher entstanden. Sie basieren aber auf Ansichtskarten, die nachweis-

lich 1909 oder früher gedruckt wurden. Auf den Fotografien bzw. den 'OriginalPhoto-Radierungen' sind die Buchstaben 'E.EG.' vermerkt. Sie stehen für 'Ernst Frese, Grevesmûhlen', eine Greves-

mühlener Firma, die unter anderem Ansichtskarten herausgab.

1 9 Diese Karte trägt die Serienbezeichnung 'Mecklenburgische Bauernhäuser II.'. Sie zeigt die Bauernstelle X, die ab 1906 Otto Facklam gehörte, der sie von seinem Onkel überschrieben bekam. Ab den zwanziger [ahren bewirtschaftete Franz Wiedow diesen Hof als Pächter.

Diese Bauernstelle befand sich auf der östlichen Straßenseite, unmittelbar der Stelle von Heinrich Baumann benachbart. Das Hauptgebäude muß in den zwanziger oder dreißiger Iahren baulich verändert worden sein.

20 Das Foto zeigt die Brandreste der 1942 niedergebrannten Bauernstelle Facklam/Wiedow. Links ist der Giebel des Wolmhauses erkennbar, links davon der Pferdestall, rechts dagegen der Kuhstall, der drei Türen aufwies. Davor befand sich die Dunggrube. Hinter dem Kuhstall erstreckte sich der Garten. Rechts vom Kuhstall war ein Teich vorhanden.

In Upahl gab es mehrere Gebäude mit derartigem Giebel, geschaffen um 1930 vom Upahler Maurer August Körner, z.B. bei Johannes Kruse und bei Facklam/Wiedow. Seit den sechziger Iahren bestand hier ein Reparaturstütz-

punkt der LPG Upahl, seit einigen Jahren nutzt das Autohaus Rater diese Stelle.

2 1 Diese Postkarte trägt die Serienbezeichnung 'Mecklenburgische Bauernhäuser HL'. Sie zeigt das Haus des Büdners Iohann Evert, der die Büdnerei Nr. 6 bewirtschaftete. Im vorderen Teil des Hauses befand sich derWirtschaftsteil, beiderseits der Diele. Davon kündete auch der Misthaufen vor dem Haus. Der hintere Gebäudeteil, dessen Giebel zum Torfmoor wies, diente Wohnzwecken.

An der Stirnseite des Stalles (rechts) saßen in früheren Zeiten die alten Everts und ruhten sich auf einer Bank in der Abendsonne aus. Hinter dem Viehstall führte ein Weg zur Gemeindeweide. Auch dieses, nahe derTestorfer

Straße gelegene Haus brannte beim Großbrand 1942 nieder.

22 Diese Postkarte trägt die Serienbezeichnung 'Mecklenburgische Bauernhäuser rv. Sie zeigt die Bauernstelle UI, die sich seit den zwanziger jahren im Besitz des Bauern Ludwig Nölck und danach dessen Sohns Ernst befand. Das abgebildete Bauernhaus lag im mittleren Dorfteil in

ca. 50 Meter Entfernung westlich der Dorfstraße. Es brannte bereits im [ahre 1912 ab, an seiner Stelle entstand ein heute noch vorhandenes Backsteinhaus.

Die große Scheune am rechten Bildrand stand längsseits zur Dorfstraße. Sie existierte bis Anfang der siebziger jahre, bis der Platz für ein Einkaufszentrum benötigt wurde. Zwischen den beiden großen

Gebäuden ist ein überdachter Umgang, ein Göpelwerk, erkennbar. Zu dieser Karte liegt auch die entsprechende Zeichnung als Karte vor, abgestempelt in Grevesmühlen am 28.Juli 1941.

23 Diese Karte wurde am 29. Juni 1911 in Grevesmühlen abgestempelt. Sie trägt die Serienbezeichnung 'Mecklenburgische Bauernhäuser V' und zeigt vermutlich die Bauernstelle I, die der Bauer Holst und nach ihm Wilhelm Brennecke bewirtschaftete. Auch zu dieser Ansichtskarte liegt eine 'Original-Photo-Radierung' als Postkarte vor.

24 Diese Ansichtskarte trägt die Serienbezeichnung 'Mecklenburgische Bauernhäuser VI:. Sie zeigt die Bauernstelle V, die am Anfang unseres [ahrhunderts dem Bauern Evert gehörte. Die Bauernstelle lag im unteren Dorfteil auf der westlichen Straßenseite. Der Besitz ging in den zwanziger Iahren an dessen Tochter Olga über, die zunächst mit Peter Reuter, der 1930 starb, und später mit Wolfram Lübbert verheiratet war. Die Familie nutzte das große Niederdeutsche Hallenhaus als Wohn- und Wirtschaftsgebäude, Zur Dorfstraße hin befand sich die Toreinfahrt, der hintere Teil des Hauses bildete den Wohnbereich. Bereits während der zwanziger Iahre

erfolgte ein Umbau des abgebildeten Hauses, der das Aussehen des Häuses völlig veränderte. Die baulichen Veränderungen mögen dazu beigetragen haben, daß dieses Bauernhaus den Großbrand des

jahres 1942 überstand, obwohl das benachbarte Haus des Bauern August Körner den Ausgangspunkt des Großfeuers bildete. Das Haus verfiel im Laufe der [ahrzehnte, seine Überreste wurden erst

in den letzten Iahren abgebrochen.

25 Zu dieser 'Original-Photo-Radierung' fehlt die entsprechende Ansichtskarte vom Anfang unseres [ahrhunderts. Auch bei dieser Zeichnung von einem großen Bauerngehöft mit einem sensenden Mann wird es sich um ein Upahler Bauerngehöft handeln. Der Besitzer dieses Hofes konnte aber bislang nicht ermittelt werden.

Das große Niederdeutsche Hallenhaus wies mit seiner Toreinfahrt zur Straße, darûber hatte ein Storch sein Nest. Längsseits erstreckte sich ein Wirtschaftsgebäude. Das kleine Gebäude ganz rechts war vermutlich ein Backhaus.

26 Die Reproduktion einer Zeichnung zeigt die Bauernstelle der Hufe VI, die im 20. jahrhundert die Bauern August Körner und dessen Sohn Theo Körner bewirtschafteten. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude dieses Gehöfts war ebenfalls ein Niederdeutsches Hallenhaus. Vor dem Haus stand links der Einfahrt auf das Grundstück eine Scheune, rechts befanden sich ein Wagenschauer bzw. im hinteren Teil ein Schweinestall. An das Wohnhaus war rechts ein Kuhstall angebaut. Hinter dem Wohnhaus nutzte die Familie ein groBes Backhaus.

Auf diesem Gehöft brach am 7. Mai 1942 das Feuer infolge eines Schornsteinbrandes aus,

dem insgesamt sieben Bauernstellen zum Opfer fielen.

27 Das Foto zeigt Gebäude der Bauernstelle Martin Kruse. Im Niederdeutschen Hallenhaus befand sich vorn der Wohnteil, im Anbau unten der Kuhstall und darüber der Speicher. Der Bauernhoflag hinter der Schule zum Teich hin, also im mittleren Dorfteil auf der westlichen Seite.

Das abgebildete Bauernhaus brannte am 27. November 1939 nieder, genau hundert [ahre nach seiner Fertigstellung. Ausgelöst wurde der Brand durch Funkenflug eines beim Kartoffeldämpfen eingesetzten Lokomobils der Raiffeisengenossenschaft, das nacheinander auf den Bauernwirtschaften Lohnarbeiten verrichtete. Martin Kruse erbaute sich seinen neuen Bau-

ernhof auf seinem Ackerland außerhalb Upahls in Richtung Grevesmühlen. Am 18. Dezember 1940 zog die Familie dort in ihr neues Heim ein.

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