Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Diedrichshagen, Das Kirchspiel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6108-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten'

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28 Die Hufe IT, die zunächst Wulfsche Stelle, bewirtschaftete seit Mitte der zwanziger [ahre Hermann Kruse und ab 1 933 dessen Sohn Martin Kruse. Das Foto aus dem [ahre 1930 zeigt auf dem pferdewagen Hermann Kruse und Frau Frieda sowie Emma Kruse, die Frau des auf dem pferde sitzenden Alwin Kruse, dem Bruder des Bauern.

29 Zwischen 1924 und

1 935 bewirtschaftete August Warncke die Bauernstelle IX, die zuvor im Besitz von 'Busch-Kruse' war, danach sein Sohn Werner Warncke. Der Hoflag auf einer kleinen inselartigen Erhöhung, die Zufahrtsmöglichkeit bestand lecliglich von derTestorfer Landstraße her, also von der Südostseite. Das Gehöft brannte 1942 nieder. An seiner Stelle stehen seitdem ein größeres Wohnhaus, bewohnt unter anderen von Manfred Kruse, und mehrere Wirtschaftsgebäude. Nach einer alten Fotografie entstand das abgebildete Gemälde, das sich im Besitz von Mathilde Schrnidt geborene Warncke befmdet. Es zeigt das elterli-

che Bauerngehöft. Im Hintergrund ist das typische Niederdeutsche Hallenhaus erkennbar, links davon befand sich der Schweinestall, im Vordergrund rechts stand clie große Scheune, hinter der in

einern Anbau ein Göpelwerk vorhanden war, das in frûherer Zeit zum Dreschen genutzt wurde.

30 Der in Kastahn gebürtige Bauer August Warncke und seine in Upahl gebürtige Ehefrau Elise geborene Koop hatten acht Kinder. Die Aufnahme aus dem Iahre 1918 zeigt von links nach rechts: Bernhard, Richard auf dem Schoß van Oma Wilhelmine Koop, Paul, Liesbeth, Werner, Hans und Mathilde. 1 9 1 9 wurde noch Olga geboren. Werner übernahm später die väterliche Bauernstelle in Upahl, Paul und Bernhard wurden Lehrer, Hans erwarb nach und nach eine Bauernstelle in Upahl, Richard arbeitete in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben, Liesbeth und Mathilde heirateten einen Bauer in Baienhagen bzw. einen Inspektor in

Wilmstorf. Olga Warncke wurde nach 1945 im Westen Deutschlands wohnhaft.

3 1 Bauer August Warncke (geboren 1 8 . [anuar 1 879 in Kastahn, gestorben 10. Oktober 1935 in Upahl) verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Landarbeiter. Dann kaufte er sich eine Bûdnerei und nach der Inflation große Teile der Bauernstelle IX, die zuvor im Besitz von 'Busch-Kruse' gewesen war. Sie galt mit 45 ha als die größte Bauernstelle Upahls, wurde aber Mitte der zwanziger Iahre in Teilen an verschiedene Interessenten verkauft. In seinen letzten Lebensjahren wirkte August Warncke als Schulze des Dorfes Upahl. Das Bild zeigt ihn mit zwei seiner pferde im Iahre 1935.

32 Ende der zwanziger Iahre ließAugustWarncke offensichtlich die Giebelfront an der Toreinfahrtsseite baulich verändern. Dies ist deutlich an den Mauersteinen oberhalb der unteren Fenster zu sehen. Vor derToreinfahrt stehen (von rechts) Elise, Liesbeth, Olga und Richard Warncke, auf dem Wagen hält August Warncke die Zügel. Der Hund 'Lott' bewachte das Anwesen. Das Foto entstand ca. 1930.

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33 In früherer Zeit versuchte der Bauer, alle auf seinem Acker gewachsenen Früchte zu ernten. Dem diente auch die sogenannte 'Hungerharke', mit der die letzten Getreidehalme vom Stoppelfeld abgeharkt wurden, oftmals nicht nur in einer Richtung, sondern anschließend auch quer. Für diese Zeiten spricht das abgebildete Foto: Landwirt Hans Warncke, der Mitte der dreißiger Iahre mit dem Aufbau einer eigenen Landwirtschaft mit wenig Land und keinen Pferden begonnen hatte, auf der Hungerharke und einer Kuh davor.

341m Mai 1 938 schaffte sich Landwirt Hans Warncke, der seit zwei [ahren zugleich als Bürgermeister von Upahl wirkte, eine zweite Kuh an. Sein Kuhgespann gehörte damals zum Upahler Dorfbild. Zuerst verlachten die Bauern den 'geliehrten Börgermeister', doch als später sechs Kühe abwechselnd eingespannt werden konnten und trotzdem täglich vier Kannen Milch auf dem Milchbock vor dem Hause standen, verdrängte Neid dasVerlachen.

35 Die folgenden vier Aufnahmen fertigte Bernhard Warncke Anfang der dreißiger [ahre an. Der Mähbinder erleichterte seit dem Ende des vergangenen Iahrhunderts die Arbeiten in der Getreideernte erheblich. Das Getreide wurde mit Hilfe von vier pferden maschinell gemäht, zu Garben gebunden und seitlich ausgeworfen. Durch den Einsatz des Mähbinders konnten mehrere Arbeitskräfte eingespart werden, außerdem erhöhte sich das Erntetempo wesentlich.

36 Nur trockenes Getreide konnte eingefahren werden. Um die Getreideähren zu trocknen, mußten die Garben zu Hocken aufgestellt werden. Nach einigen sonnenreiehen Tagen konnte dann das Einfahren des Getreides erfolgen.

37 Die Garben wurden auf den Wagen gestakt. Zwei Arbeitskräfte reichten die Garben hoch, eine Arbeitskraft legte die Garben fachgerecht ab. Hochbeladen fuht der Pferdewagen dann zur Bauernstelle zurück, inzwischen war ein zweites Gespann zur Stelle. Das Getreide wurde in der Scheune des Bauern gelagert. Das Dreschen des Korns erfolgte in den Herhst- bzw. Wintermonaten.

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