Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Diedrichshagen, Das Kirchspiel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6108-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten'

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38 Die Herbstmonate waren und sind in der Feldarbeit vor allem den Hackfrüchten vorbehalten. Das Bild zeigt Bauer AugustWarncke (links) und Adolf Gutknecht (im Vordergrund), der jahrzehntelang auf diesem Hof arbeitete, bei der Kartoffelernte. Das Foto entstand im Herbst 1938.

39 Ein Erntefest gab es [ährlich, Hochzeiten waren schon seltener. Das Bild zeigt das Hochzeitspaar johann und Emma Saschenbrecker geborene Koop, das im Iahr 1910 heiratete. Hinter dem Brautpaar die Brautjungfern und deren Herren, letztere im eleganten Frack und mit Zylinder, ein hübscher Anblick auf der Upahler Dorfstraße. johann und Emma Sachenbrecker bewirtschafteten fortan die Bûdnerei 11. Die sichtbaren Häuser gehörten Bauern und Büdnern: Links die zur Gastwirtschaft gehörende Scheune, daneben das am Ende des Zweiten Weltkrieges zerbombte Haus von Büdner [ohann Saschenbrecker und ein Wagenschup-

pen, ganz rechts die Scheune des Bauern Heinrich Baumann.

40 Seit langer Zeit feierte die gesamte Dorfbevölkerung des Bauerndorfes Upahl das Erntefest als das wichtigste Ereignis des jahres, Festlich gekleidet zog man, angeführt von einer kleinen Kapelle, gemeinsam durch das Dorf zu dem Bauern, der für die Ausgestaltung dieses Festes zu sorgen hatte. Das Bild entstand ca. 1910. Das linke Gebäude nutzte damals Gastwirt Friedrich Welsch, in der Bildmitte seine Scheune, rechts das Haus des Büdners joharm Saschen brecker.

41 Nahe der Chaussee Grevesmühlen-Upahl befand sich aufUpahler Feldmark die Bauernstelle van Wilhelm Brennecke. Im März 1 932 zerstörte ein Feuer sein Niederdeutsches Hallenhaus (vgl. Abb. 23). Innerhalb weniger Wochen entstand dort ein neuer Bauernhof, so daß die Familie bereits im Juli 1932 ins neue Heim einziehen konnte. Dies war nur möglich, weil Wilhelm Brennecke seinen Bauauftrag mit der Auflage an die bauausführende Firma verknüpfte, daß diese die arbeitslosen Maurer des Dorfes Upahl einstellen würde. Die Firma Kletzien (Grevesmühlen) nahm diese Bedingung an. Im Akkord entstand der neue Bauernhof.

42 Über der heute noch vorhandenen Toreinfahrt weist eine kleine Tafel mit den Eintragungen 'WB. 1932' auf die Übergabe des Bauernhofes an Wilhelm Brennecke im Iahre 1932 hin. Das Richtfest nahm er zum Anlaß, gleichzeitig das Erntefest auszurichten. Die Erntekrone hielten Ernst Nölck (links) und Martin Kruse. Wenige Wochen später starb Wilhelm Brennecke. Als Wirtschafter fungierte Ewald Kruse, der die Tochter Hildegard Brennecke heiratete.

43 Im Iahre 1933 wurde in Grevesmühlen ein Heimatfest begangen, an dem sich auch die Bevölkerung benachbarter Dörfer beteiligte. Auf dem festlich geschmückten Wagen standen unter anderen (von links nach rechts) August Warncke, der Upahler Bürgermeister, Ernst Nölck, Wilhelm Kaben und Franz Wiedow. Das zweite Trachtenmädchen war Liesbeth Warncke.

44 AmAnfang der dreißiger Iahre pflegten die Dorfbewohner die alten mecklenburgischen Trachten wieder irn stärkeren Maße. So auch in Upahl. Während des Grevesmühlener Heimatfestes 1933 beteiligten sich die Upahler Mädchen Else Nevermann und Hilde Brennecke (erste Reihe) und Latte Metelmann, Olga Warncke und Ilse Waack (jeweils von links) in ihren Trachten an einem Festumzug durch die Straßen der Stadt Grevesmühlen.

45 Am Ende des vergangenen [ahrhunderts und am Anfang dieses Jahrhunderts betrieb Gastwirt Püstow in Upahl eine Gastwirtschaft, die den Namen 'Pûstows Etablissement' führte. Um 1910 verkaufte er das Anwesen, zu der neben der Gastwirtschaft eine Schmiede und eine kleine Landwirtschaft gehörten. Diese am 30. Dezember 1910 in Diedrichshagen abgestempelte Ansichtskarte zeigt das damalige Aussehen der Gastwirtschaft, unter anderem mit dem Eingang im hinteren Bereich der Frontseite und einem kleinen Gerüst zum Anzäumen der pferde. Sehr gut ist auch die Scheune neben dem Wohnhaus zu erkennen. Auch diese Ansichtskarte gab

der Verlag Ernst Frese, Grevesmühlen, heraus (vgl.Abb. 17 bis 25). Diese Karten zeichnen sich durch ihre Klarheit und Detailtreue aus.

46 Gastwirt Püstow veräußerte das Anwesen wenige [ahre später an August Waack, der die Schmiede von der Gastwirtschaft trennte. Die Gastwirtschaft kaufte Friedrich Welsch. Aus dem Verkaufserlös baute August Waack 1914 das Wohnhaus neben der Schmiede, linkerhand der Gastwirtschaft und des unmittelbar daneben gelegenen Teiches, des heutigen Parkplatzes. Bis Ende der zwanziger jahre betrieb Büdner Friedrich Welsch die mit der Büdnerei 14 verbundene Gastwirtschaft, danach kurzzeitig Gastwirt Ingenhaag. Am 1. [anuar 1930 kaufte Hermann Romann diese Stelle. Die Gastwirtschaft Romann bestand bis Anfang der achtzi-

ger jahre. Seit dem 1. Juni 1990 betreibt Ernst-Ludwig Dubbe das 'Gasthaus Dubbe' . Links neben der Haustür existierte bis Anfang der siebziger [ahre ein Lebensmittelladen. Dieses Haus galt als

Treffpunkt zu den verschiedensten Anlässen, wie es die beiden folgenden Bilder beweisen.

47 Das Innere des zur Gastwirtschaft gehörenden Saales zeigt dessen Großzügigkeit. Als die Aufnahme 1 92 8 entstand, bereitete der MTV Upahl eines seiner Feste vor. Dies wird durch die Dekoration an der Stirnseite des Saales deutlich. Upahl war zur damaligen Zeit und auch später ein sportfreudiges Dorf. Der in den zwanziger jahren zur Deutschen Turnerschaft gehörende Männerturnverein (MTV) förderte nicht nur den Sport, sondern auch andere Geselligkeit, z.B. die beliebten Wanderungen mit groß und klein am Himmelfahrtstag bzw. Wintervergnügen 'bestehend in turnerischen Vorführungen, Theater und Ball'. wie es in einer Anzeige in der

'Grevesmühlener Zeitung' vom 24. Dezember 1927 hieß. Die in der Gastwirtschaft vorhandenen Turngeräte bildeten das Eigentum des MTV Upahl. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die

Schule den Saal und die Turngeräte für den Sportunterricht nutzen.

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