Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Diedrichshagen, Das Kirchspiel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6108-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Kirchspiel Diedrichshagen in alten Ansichten'

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58 MühlenpächterWalter Groth beschäftigte Mitte der dreißiger Iahre den Arbeiter Wilhelm Brinkmann (Häuslerei 1) als Pungenwagenfahrer. Mit einem solchen pferdewagen holte der Pungenwagenfahrer das Getreide zur Mühle und brachte das Mehl in die benachbarten Dörfer. Die Gutsarbeiter erhielten seinerzeit das Deputat, zu dem auch Getreide gehörte. Sie gaben es in kleinen Säcken oder größeren Beuteln, den sogenannten 'Pungen' , zum Mahlen. Gleichzeitig versorgte Wilhelm Brinkmann die Bewohner benachbarter Dörfer auch mitBrot.

59 Am 1. April 192 7 übernahm Otto Deters die vom Gut Rüting verpachtete Gastwirtschaft und Schmiede vom bisherigen Pächter Bull. Das Foto zeigt den Schmiederneister Otto Deters und seinen Gesellen Werner Gotam aus Redefm.

Der Schmied erfüllte seinerzeit in jedem Dorf wichtige Aufgaben. Es galt unter anderem, pferde zu beschlagen, Wagenräder aufzuziehen, Beschläge und Maueranker anzufertigen, Pflugschare zu schärfen, Erntegeräte und Fahrräder zu reparieren sowie Zäune und Fenstergitter zu bauen.Außerdem bot jede Schmiede Erwachsenen und

Kindern die Gelegenheit zum Erzählen oder zum Zuschauen.

Zu den besonderen Dienstleistungen Otto Deters gehörte es aber auch, Töpfe und Bratpfannen zu reparieren, Kon-

servendesen abzuschneiden und zu verschließen sowie Konservendosen und -deckel zu verkaufen.

60 An die eigentliche Schmiede war ein Beschlagschauer angebaut, in dem das Beschlagen der Pferde mit Hufeisen erfolgte. Das sogenannteAuswirken der Fohlenhufen, das heißt die notwendige Vorbereitung auf das spätere Beschlagen, erfolgte zumeist in den bäuerlichen Betrieben selbst. Zum Einzugsgebiet der Rütinger Schmiede zählten vor allem die Orte Diedrichshagen, Rüting. Schildberg und Wüstenmark.

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61 Die Rütinger Schmiede war mit einer Gastwirtschaft gekoppelt. Das abgebildete Gebäude hatte am Ende des vergangenen Jahrhunderts statt eines Reetdaches eine Ziegeleindeckung erhalten. Das Foto, aufgenommen im [ahre 1930, zeigt Emma und Otto Deters (2. und 3. von links) sowie ihre dreijährige Tochter Elita. Otto Deters führte die Gastwirtschaft und Schmiede bis zum 1. Dezember 1959. Da er Mitglied der LPG wurde, übergab er die Gastwirtschaft seiner Tochter Elita Mansch, die sie bis zum 1. Oktober 1990 bewirtschaf-

tete. Seitdem ist die Gastwirtschaft 'Schmiedekrug' im Besitz der Tochter Wilma Thiem.

62 Zum Erntefest des [ahres 1937 erfolgte der Abmarsch von der Gastwirtschaft von Otto Deters zum Kornspeieher auf dern Resthof Die Erntekrone trug Otto Leu, links seine Schwester Anna. Der Grevesmühlener Händler Bernhard Paepke (auf der Treppe ganz links) war mit seinem Auto zugegen, mit dem er seine Transporte durchführte,

63 Das Bild vom Erntefest in Rüting entstand ca. 1936. Auch in diesem Dorf pflegten die Mädchen und Frauen wieder die alte Tradition der Trachten, so daß bereits mehrere von ihnen die für große Teile Westmecklenburgs typische Schweriner Frauen- bzw. Mädchentracht trugen, unter anderen Paula Meyer geborene Voß (zweite in der mittlere Reihe). Ganz links marschiert Elita Deters, die Tochter des Gastwirtes.

64 Irn Iahre 1936/37 entstand in Rüting ein neues Schulgebäude, das nach den Herbstferien 1937 eingeweiht wurde. Als Lehrer der damals einstufigen Schule Rüting wirkte bis zum Kriegsanfang 1939 Ernst Krüger, ausgebildet von 1923 bis 1925 im Lehrerseminar Lübtheen. Im Hintergrund ist das 1937 fertiggestellte Schulhaus sichtbar, das bis 1981 Schulzwekken diente. Seitdem befindet sich in diesem Hause neben einerWohnung eine Kindertagesstätte. Das Foto zeigt die Schüler der Rütinger Schule und andere Kinder beim Kinderfest, betreut von der Kindergärtnerin Gertrud Rilling, die damals den Emtekindergarten leitete.

65 Das Gut Schildberg gehörte jahrhundertelang zum domanialen Besitz und wurde somit verpachtet. In den zwanziger und dreißiger [ahren bewirtschaftete es Landwirt Paul Ehlers, Er bewohnte das abgebildete Gutshaus.

66 Beim Erntefest 1934 in Schildberg trugen zwei Arbeiter die Erntekrone, links Willi Schröder. Hinter dem kleinen Festzug sind zwei Scheunen sichtbar, die zu einem Komplex von drei hintereinanderliegenden Scheunen gehörten.

67 Die Kastahner Hufe V, zu der 160 Morgen (= 40 ha) gehörten, befand sich seit dem 18.JahrhundertimBesitz der Familie Warncke. Am Anfang des 20. [ahrhunderts ging die Bauernstelle an Gottlieb Warncke über, der bereits in jungen [ahren verstarb. Sein Sohn Hans war zunächst noch nicht volljährig, so daß die Stelle vom Pächter Kähler bewirtschaftet wurde.

Das Foto zeigt den Bauernhof Warncke/Kastahn ca. 1910. Anstelle des Wagenschauers (links) entstand 1 914 das noch heute vorhandene, von der Familie Lüdemann bewohnte Haus. In der Bildmitte ist das frühere Wohnhaus, ein Niederdeutsches Hallenhaus, erkennbar. Dort wurde ein

Kuhstall gebaut. Die im Bild sichtbare Scheune (rechts) brach 1962 bei einem Orkan

zusammen.

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