Das Münsterland in alten Ansichten

Das Münsterland in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Bockholt
Gemeente
:   Münsterland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0193-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Münsterland in alten Ansichten'

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49. Was wäre das Münsterland ohne seine vielen Wasserburgen, die majestätisch aus der schlichten Landschaft herausragen? - Zu den bekanntesten zählt Haus Hülshoff', das mit dem Namen der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), die hier geboren wurde, untrennbar verbunden ist. Von einem großen Wassergraben umgeben, erhebt sich das Herrenhaus mit angebauter Kapelle, das durch eine steinerne Brücke mit der Vorburg verbunden ist, wuchtig aus der schlichten Landschaft. In dem Schloßgraben spiegelt sich die Wasserburg, deren Wirkung dadurch noch betont wird.

50. Wer von Schloß Hülshoff spricht, wird im gleichen Atemzug auch das Haus Rüschhaus erwähnen müssen, Der von Johann Conrad Schlaun 1745-1749 errichtete Landsitz ist ein machtiger Gräftenhof, auf dem von 1826 bis 1846 Annette von Droste-Hülshoff lebte. Die symmetrische Anlage besteht aus einem Haupthaus und zwei Wirtschaftsgebäuden aus Backstein. Das Wohnhaus erinnert stark an ein münsterländisches Bauernhaus. Die Aufnahme stammt aus den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts.

51. Ein Bliek in die spätherbstliche Landschaft des Münsterlandes: Die bizarren, knorrigen, von Jahrhunderten geformten Eichen sind fast entlaubt. Der Novemberdunst legt sich langsam auf Felder und Weiden. Nur die Wallhecke, die den Kamp begrenzt, hindert uns daran, durch den Nebel in die Ferne zu blieken, wo hinter einem kaum spürbaren Erdhügel der Giebel eines Bauernhofes zu erahnen ist. Die Landschaft wirkt ruhig, bescheiden. Laub hat sich wie ein Teppich auf das Grün des Rasens gelegt und verleiht dem Bild eine schlichte Schönheit. Gespenstisch hingegen wirken im fahlen Licht die Äste und Zweige der machtig ausladenden Eiche in der Mitte, die aus der münsterländischen Landschaft nicht wegzudenken ist.

52. Ein Familienbild aus dem Fotoalbum der Großeltern: Vor ihrem Bauernhaus, direkt vor dem weit geöffneten Tennentor, hat sich die Familie Drees eingefunden, Auf den beiden Binsenstühlen sitzen die Eltern, die Mutter in dem zu jener Zeit üblichen Kleid mit der dunklen Schürze, der Vater, ein 'kerniger', westfälischer Landwirt, mit Holzschuhen und langer Pfeife. Hinter den Eltern stehen die vier erwachsenen Kinder, die sich sonntäglich 'herausgeputzt' haben. Das Foto entstand vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Hof Vedder-Drees-in der Bauerschaft Eickendorf zwischen Drensteinfurt und Ahlen.

53. In der Nähe von Rinkerode, kaum fünfhundert Meter von Haus Bisping entfernt, liegt das Haus Borg des Freiherrn Kerckerinck zur Borg. Bei der Wasserburg handelt es sich um eine Zweiinselanlage mit Gebäuden aus Back- und Bruchstein. Im Bild ist das Brauhaus mit dem angebauten Rundturm zu sehen, der aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammt. Der Burggraben hatte zunächst die Funktion des Schutzes für die Bewohner. Schießscharten des Rundturmes deuten noch heute den wehrhaften Charakter des Wasserschlosses an. Im Burggraben gab es 1940, als diese Aufnahme entstand, sogar noch Seerosen.

.cüàmghalJsen Burg VISchering

54. Zu den ältesten und schönsten Wasserburgen im Münsterland gehört die Burg Vischering in Lüdinghausen. Das Foto zeigt uns die Hauptburg im Jahre 1908. Es wird deutlich, wie die Burg in die sie umgebende Landschaft eingebettet liegt, der Zufluß zum Wassergraben, die parkartige Urngebung und die Geschlossenheit und Wuchtigkeit der Anlage verleihen der Burg Vischering einen besonderen Reiz , machen aber auch die Einzigartigkeit deutlich. Wenn es um eine typische mittelalterliche Burganlage geht, so wird man die Burg Vischering, eine Perle unter den münsterländischen Wasserburgen, anführen müssen.

55. Die Wasserburg Vischering, die am Stadtrand von Lüdinghausen liegt, ragt mit ihren Gebäuden steil aus dem Wasser des sie umgebenden Grabens. Der Weg zur Burg führt zunächst an einer Kapelle vorbei über eine Zugbrücke zur Vorburg. Will man die eigentliche Burg erreichen, so gelangt man über eine weitere Zugbrücke in den kleinen Burghof, der von Gebäuden und einer hohen und dieken Mauer begrenzt wird. Unser Foto verdeutlicht den wehrhaften Charakter der Anlage. Umgeben von Feldern, Wiesen und Wäldern, taucht die Burg unverhofft in der Landschaft auf. Man glaubt sich ins Mittelalter zurückversetzt.

56. Ein Bild, das in keiriem Buch über das Münsterland fehlen darf, ist die Ansicht des Rathauses in Münster. Diese Grußkarte aus dem Jahr 1912 zeigt Münsters gotisches Rathaus in voller Schönheit, Hinter der kunstvollen Giebelfassade verbirgt sich auch der berühmte Friedenssaal, in dem der Dreißigjährige Krieg 1648 endlich sein Ende fand. Die vor dem Rathaus promenierenden Herren sind nach guter alter Sitte in dunklem Anzug mit 'Vatermörder' und 'Kreissäge' gekleidet, die Damen mit riesigen, kunstvoll dekorierten Hüte.

57. Ein unverwechselbares Stück Münsterland ist der 'Kiepenkerl', dem man in Münster am 'Spiekerhof", der Verlängerung des Prinzipalmarkts, ein Denkmal gesetzt hat. Die 'Kiepenkerle' waren Bauern, Handwerker und Händler, die in eigener Tracht gekleidet - blauer Kittel mit rotem Halstuch, schräge Schirmmütze, Kniebundhosen und Holzschuhe - mit einem Korb, der Kiepe, auf dem Rücken mit ihren Waren über Land zogen, um sie zu verkaufen. Zum echten Kiepenkerl gehort auch der knorrige Wanderstab und die lange 'Piepe', Das Andenken des Kiepenkerls wird auch heute noch liebevoll gepflegt, vor allem, wenn die alte Tracht auf Stadtfesten oder zu ähnlichen Gelegenheiten wieder getragen wird.

58. Die schönste und bedeutendste Straße Münsters war schon immer der Prinzipalmarkt. Er bildet in der Schönheit der Architektur, der aneinandergereihten hübschen Giebel mit den Arkadengängen, den Mittelpunkt und Anziehungspunkt der Stadt. Wegen seiner Gemütlichkeit, die der Prinzipalmarkt ausstrahlt, wird er auch die 'gute Stube' Münsters genannt. Im Hintergrund hinter den kunstvollen Giebeln erhebt sich die Domburg mit den beiden Türmen des St-Paulus-Doms, vorne rechts ist noch die Fassade der Lambertikirche zu erkennen. Auf der Straße sieht man noch die Straßenbahnschiene, die aus der Salzstraße kam und sich hier am Prinzipalmarkt in beide Richtungen gabelte.

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