Das Münsterland in alten Ansichten

Das Münsterland in alten Ansichten

Auteur
:   Werner Bockholt
Gemeente
:   Münsterland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0193-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Münsterland in alten Ansichten'

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59. Ein weiteres Stück Münster ist die Larnbertikirche, kurz 'Lamberti' genannt. Sie bewahrt eine weitere Tradition Münsters und des Münsterlandes - den Türrner, der zu Zeiten, da es noch kein Telefon und Alarmanlagen gab, vom hohen Kirchturm aus ins Land schauen konnte und die Stadt vor allem des Nachts vor Feuerbrunst bewahren konnte, indern er bei einern erspähten Feuerschein die Feuerwehr alarrnierte, Auch heute noch bläst der Türrner nach Mitternacht zu jeder vollen Stunde das Horn. Der Prinzipalrnarkt zeigt sich hier in seiner alten Gestalt. Nicht Autos und Busse bestimmen das Bild, sondern die Straßenbahn und Pferdefuhrwerke.

60. Ein Bliek in Münsters 'gute Stubc': Was ist wohl typischer für den Prinzipalmarkt als ein BiJd vom zweimal in der Woche (Mittwoch und Samstag) stattfindenden Wochenmarkt. Vor dem Stadtweinhaus und dem Rathaus sind die Marktstände aufgebaut, die von einer Fülle von Weidenkörben bestimmt werden. Die sogenannten Marktfrauen sind oftmals Bäuerinnen, die frührnorgens aus der näheren und weiteren Umgebung zu Fuß oder mit Pferdewagen losgezogen sind, um 'unter den Bögen' Eier, Butter, Gernüse, Hühner und so weiter zu verkaufen. Auch die Kiepenkerle, die zu einem Syrnbol für das Münsterland geworden sind, konnte man hier an den Markttagen mit ihrer Kiepe, in der sie die verschiedensten Waren transportierten, antreffen.

61. Noch ein Foto vom Markttreiben unter den Bögen - eines, das Münster charakterisiert, aber nicht auf die Provinzialhauptstadt beschränkt bleiben muß. Eine Marktszene wie diese fand sich in alter Zeit in jeder kleineren Stadt im Münsterland. Die alten Weidenkörbe sind ebenso verschwunden wie die Tracht, in der die Bäuerin ihr Obst anbot. So malerisch wie hier unter den Bögen von Münster sah es allerdings nur an wenigen Orten aus.

62. Die kleinen Häuser, nur wenige Meter breit, sind dem wachsenden Straßenverkehr gewichen. Sie standen einmal auf Münsters Drubbel neben der Lambertikirche. Noch heute kann man am Muster des Kopfsteinpflasters sehen, wo sich diese kleinen Häuser befunden haben, und schon mancher hat sich kopfschüttelnd gefragt, wie es nur möglich war, so kleine Wohnhäuser zu bauen und darin auch noch Geschäfte unterzubringen.

63. Ein Bild aus dem alten Münster! Eine Straßenszene, die noch nicht von Autos bestimmt wird, sondern in der der Mensch noch Mittelpunkt ist, So kommt einem schon fast der Radfahrer, der sein Rad über das Kopfsteinpflaster schiebt, wie ein Fremdkörper vor. Das Leben spielte sich auf der Straße ab, ob es sich nun um die Frau handelt, die Waren aus ihren Weidenkörben zum Kauf feilbietet, die weißbeschürzten Frauen, die das Neueste zu erzählen wissen, oder die Kinder, die noch ungestört auf der Straße spielen können. Romantisch mutet die verwinktelte Anordnung der Häuser an, rechts die kleineren traufenständigen Geschäftshäuser, im Hintergrund der prächtige Giebel des stattlichen Bürgerhauses.

64. Im Zentrum Münsters an der Salzstraße liegt der Erbdrostenhof. Der barocke Bau wurde vom großen Baumeister der Stadt, Johann Conrad Schlaun 1753-1757 für den Erbdrosen von DroseVischering errichtet. An dem Aussehen des Adelspalais hat sich bis heute im wesentlichen nichts geändert. Das Foto aus dem Jahre 1913 zeigt uns die Anlage, die sich harmonisch in das durch die Straßen gebildete Dreieck einfügt. Das Herrenhaus selbst besteht aus Backstein, der immer wieder von Baumberger Sandstein abgelöst wird. Im Vordergrund ist noch die Oberleitung der Straßenbahn zu sehen, die hier in der Salzstraße einen starken Bogen macht, um auf den alten Steinweg zu gelangen. Weil die Straßenbahnwagen an dieser Stelle immer einen höllischen Lärm von sich gaben, nannte man sie auch die 'heulende Kurve'.

65. Nicht nur Windmühlen, auch die ehemals zahlreichen Wassermühlen nutzten für das Mahlen des Korns die Energie, die ihnen das Wasser der kleineren Bäche und Flüsse bot, aus. Unmittelbar in der Nähe der Innenstädte waren sie häufig anzutreffen wie etwa in Lüdinghausen oder Telgte. Eine Ausnahme bildet die auf dem Foto wiedergegebene Wassermühle, die zum ehemaligen Zisterzienserkloster Vinnenberg gehört, das zwischen Milte und Füchtorf direkt an der Bever liegt. Man könnte fast meinen, die Fachwerkmühle mit dem großen Schöpfrad sei in die Landschaft hineingewachsen, so paßt sie sich der Umgebung, den Bäumen und dem Wasser, in dem sie sich widerspiegelt, an.

66. Die Ruhe und Beschaulichkeit, die der münsterländischen Landschaft so eigen ist, läßt sich auch auf die Dörfer und Kleinstädte übertragen. Ein Beispiel dafür mag das Mühlentor in Drensteinfurt sein. Nähert man sich der Altstadt, so verengt sich plötzlich die Straße, um sich dann einen geschlängelten Weg an der Kirche vorbei durch den Stadtkern zu bahnen. Im Bild links ist das Wohnhaus des münsterländischen Dichters Karl Wagenfeld zu sehen, im Hintergrund die Drensteinfurter Pfarrkirche St. Regina. Auf der gepflasterten Straße fährt noch kein Auto, lediglich drei Jungen ziehen einen 'Bollerwagen' über das Pflaster.

67. Auf dieser Aufnahme von 1930 zeigt sich ein dörfliches Bild, das fast mittelalterlich anmutet. Die kleinen Fachwerkhäuser drängen sich eng aneinander, scheinen ineinander verschachelt, kaum voneinander zu trennen zu sein. Hier fehlen sowohl Grenzen zwischen den Häusern als auch Abgrenzungen zu Platz oder Straße, die direkt an die Hauswände heranreichen. Der kopfsteingepflasterte ('Kattenköppe'), baumbestandene Platz öffnet sich zu einer Seite in einen schmalen Durchgang, der aber auch überbaut wurde, um keinen Raum unnötig zu verschenken. Die verwinkelten Giebel und Häuserecken bieten ein reizvoll-beschauliches Bild der Ruhe. Die Linden, die den Kirchplatz zur Straße begrenzen, spenden dem ganzen Bereich Schatten.

68. Der Hof Möer in Schmintrup (Capelle) existiert nicht mehr wie er hier abgebildet ist. Aus der Anlage des Hauses ist zu ersehen, daß Wohnbereich und Stallungen eng aneinandergrenzten. Typisch sind der hölzerne Giebel und die große, meist grüngestrichene Tennentür, die aus vier Flügeln bestand und von der aus man auf die große Deele oder Tenne gelangte, Ein weiteres Tor, das durch Rollen, die über Eisenschienen laufen, zu öffnen ist, befindet sich seitlich. Stolz steht der Besitzer mit seiner Familie vor seinem alten Hof, der bereits im 18. Jahrhundert erbaut wurde.

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