Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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7. Im Jahre 1720 erbaute Jakob Münker aus Tiefenbach im Dreisbachtal ein Hammerwerk mit zwei Schwanzhämmern, die von einem oberschlächtigen Wasserrad getrieben wurden. In diesern Hammerwerk wurden die Halbprodukte der Hammerschmieden gereckt, zu Pflugscharen, Steinkratzern, Bohrern oder Knippeisen für den Bergbau. Der Betrieb konnte sich erfolgreich weiterentwickeln und 1919 einen 30 Zentner schweren Dampfhammer anschaffen. 1929 ging der Hammer in den Besitz der Familien Oeh Ier & Fick , Boschgotthardshütten, über. Unter neuem Besitzer nennt sich der alte 'Dreisber Reckhammer' seit 1979 wieder 'Dreisbacher Hammer' und führt in seinem Namen die alte Tradition der seit dem Mittelalter bedcutenden Dreis-Tiefenbacher Hammerwerke fort. Das Haupterzeugnis sind bis heute fertigbearbeitete Freiformstücke .

8. NETPHEN an den Einrnündungen von Netphe und Obernau in die Sieg. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1239. Dieses Bild zeigt den Ort Niedernetphen im Jahre 1907. Auf der Hochebene hinter der Ortschaft ist das bewaldere Terrain des Burggrabens zu erkennen. Hier wird Platz und Hof eines Hundertschaftgrafen vermutet. Bei Grabungen fanden sich bisher nur Reste und Brandspuren einer Wallanlage. Im Vordergrund des Bildes sind Bahnhofsgebäude und Siegbrücke der am 1. Dezember 1906 in Betrieb genomrnenen Kleinbahn-Weidenau-Deuz zu sehen. Die Kleinbahn ist mit einer Normalspur ausgelegt, wodurch ein unmittelbarer Übergang zum allgemeinen Eisenbahnnetz gegeben ist. Im Jahre 1968 wurde der Personenverkehr auf eine Omnibus-Linie umgestellt. Der Güterverkehr ist heute noch in Betrieb.

9. Am 13. Juli 1869 brach in Niedernetphen ein Großbrand aus. Das gesamte Zentrum mit seinen vielen Häusern, wurde bis auf die Grundmauern vernichtet. Durch übergroße Kaminhitze hatte sich Heu und Stroh, unter dem Dach eines Hauses entzündet, Die Bekämpfung mit Wassereimern konnte nicht durchgeführt werden, da durch den sehr trockenen Sommer die vorbeifließende Netphe kaum Wasser führte. Die Bürger mußten hilflos zusehen, wie ihre Häuser zerstört wurden. Es wird berichtet, daß nur die Sr-Peters-Kapelle, durch den für sie günstig stehenden Wind, verschont geblieben ist. Eine Feuerversicherung gab es damals noch nicht. Der Amtmann Heinrich Thomas sorgte als Netpher Bürger dafür, daß alle Brandgeschädigten eine gute Notunterkunft erhielten.

10. Die St.-Peters-Kapelle in Niedernetphen war eines der ehrwürdigsten Baudenkmäler des Netpherlandes. Obwohl nicht nachweisbar, will der Volksmund wissen, daß Ursprünge dieser Kapelle bis in die Zeit des Apostels der Deutschen, des heiligen Bonifatius, zurückgehen. Im Jahre 1257 wurde die Peterskapelle erstmalig urkundlich erwähnt. Durch die Jahrhunderte waren immer wieder Renovierungen und Umbauarbeiten erforderlich. Eine Urkunde aus dem Jahre 1704 berichtet, daß die Peterskapelle in Niedernetphen 'theils nidergefallen, theils dachlos' ist. Auch die dauernden Religionswirren der damaligen Zeit haben die Netpher Bürger nicht davon abgehalten, das Gotteshaus immer wieder aufzubauen. In den ersten Apriltagen des Kriegsjahres 1945 wurde beim Kampf um den Kreuzberg die St.-Peters-Kapelle durch Granaten vollkommen zerstört.

11. Über die Nutzung der St-Peters-Kapelle für gottesdienstliche Feiern kann folgendes ausgesagt werden: Selbst in den Religionswirren des Mirtelalters, als um Besitz und Nutzung oft gestritten wurde, fand man eine gerechte Lösung. Die St.-PetersKapelle stand ab 1651 beiden christlichen Kirchen zu gleichen Rechten zur Verfügung. Dieses Recht wurde nach dem Wiederaufbau der Kapelle in den Jahren 1985 bis 1987 erneut zugesichert und dokumentiert. Die Erhaltung dieses Rechtes erfordert im Minimum eine einmalige Nutzung im Jahresablauf durch die jeweilige Kirchengemeinde.

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12. Im Jahre 1852 wurde an der Ecke Sieglahn- und Kronprinzenstraße das Alte Amtshaus, (der Räst), gebaut. Im Keller dieses Hauses waren auch zwei Zellen für Unholde vorhanden, die oftmals besetzt waren. Die danebenliegende Brücke über die Netphe wird heute noch im Volksmund die Räst-Brücke genannt. Zwischen dem alten Amtshaus und dem Haus Dotz (heute FeyKlein) auf der anderen Straßenseite war um die Jahrhundertwende noch ein Schlagbaum angebracht. Die vorbeifahrenden Fuhrwerke mußten Straßenzoll bezahlen. Dieser wurde von der Familie Dotz eingezogen und an das Amt Netphen abgeliefert. Über die im Hintergrund sichtbare 'Gaststätte Wilhelm' ließe sich so manche Geschichte erzählen. Das Haus war jahrzehntelang Domicil des Männergesangvereins Liederkranz 1907 Netphen e. V.

13. Seit nunmehr 124 Jahren führt ein Kreuzweg von Niedernetphen hinauf zum 'Schömel', um den sich in Form eines Halbkreises Ober- under Niedernetphen hinzieht. Dechant Alexander Vollmer war es, der im Jahre 1866 diesen Berg zu einem Kreuzberg machte. An der Stelle auf der Bergeshöhe, wo einst der Galgen stand, wurde eine Kreuzkapelle errichtet. Wahrlich ein Ereignis für Netphen und das ganze Siegerland. Mit vielen Opfern und Mühen wurde von der Karwoche des Kriegsjahres 1866 ab, der Kreuzweg mit 14 Stationen, darunter eine Grabkapelle, ausgestattet. Die Einweihung dieses Kreuzweges war am 7. April 1867. Am Feste der Apostelfürsten Petrus und Paulus im Jahre 1868 erfolgte die Grundsteinlegung der Kapelle. Diese wurde am 24. August 1869 durch den Bekenner Bischof Konrad Martin konsekriert.

14. Diese Aufnahme von Obernetphen entstand im Jahre 1870. Die auf dem Bild ersichtliche Kreuzkapelle war erst ein Jahr vorher fertig gestellt worden. Durch zahlreiche Steinzeitfunde auf der Hochebene des Wittig ist der Nachweis erbracht, daß bereits vor etwa 9000 Jahren Menschen als Jäger, Fischer und Sammler hier gewesen sind. Die Martinikirche konnte auf ein urkundliches Alter von 631 Jahren zurückblicken. Diese Kirche ist im Stil südwestfälischer Hallenkirchen erbaut. Sie soll eine fränkische Holzkirche als Vorgängerin gehabt haben. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1239 bekannt. Von 1651 bis 1897 wurde sie zu gottesdienstlichen Zwecken simultan genutzt. Jetzt dient sie ausschließlich der evangelisch-reformierten Pfarrgerneinde von Netphen.

15. Im Jahre 1882 entschloß sich die katholische Kirchengemeinde von Netphen ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Nach Zustimmung durch die bischöfliche Behörde in Paderborn am 6. Juni 1891 und der Baugenehmigung seitens der Amtsverwaltung Netphen am 24. April 1893, konnte am 29. Juni 1893 der Grundstein gelegt werden. Am Martinstag. dem 11. November 1895, wurde die katholische Kirche St. Martin durch Dechant Alexander Vollmer benefiziert. Etwa 4 000 Gläubige nahmen an der Feier teil. Osterrnontag, dem 19. April 1897 fand die Glockensegnung durch Dechant Vollmer statt. Der Lösevertrag des Simultaneums mit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Netphen wurde am 2. Mai 1897 unterzeichnet. Die Konsekration der Kirche erfolgte am 22. September 1897 durch Weihbischof Augustinus Gockel. Am 2. Februar 1898 wurde dann der Schlußpunkt durch die Orgelweihe gesetzt.

16. Um die alte Martinikirche gruppierten sich die ersten Häuser von Obernetphen. Auf dem Marktplatz dokumentiert ein Druckständer die zentrale Wasserentnahmestelle für diesen Ortsbereich. Die Häuser: von links 'Wickels Hus-Klöckner, dahinter 'Spics'<Schmiede, vorn Mitte 'Dommeses Hus-Groos, nach hinten angebaut 'Wickels Schür', dahinter 'Hüttenhains Schür' (Lager für Lohe), rechts 'Kämpers Schür'-Kämpfer, in einer Hausecke 'Klinkers Schreinerei, das Doppelhaus 'Kämpers', zum Kirchrain 'Cremersch' mit Gastwirtschaft, hinter der Scheune sieht man 'Werthenbachs Haus', rechts 'Hugos' ('Eling'-Bäckerei), dahinter 'Wabbelersch Hus' mit Wirtschaft und Bäckerei. Im Vordergrund rechts ist die alte steinerne Obernaubrücke zu erkennen, über welche die Straße nach Deuz führt.

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