Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

17. Die unter der Initiative des Lederfabrikanten Wilhelm Hüttenhain aus Obernetphen gegründete und am 16. Januar 1895 beim Siegener Amtsgericht eingetragene 'Netphener-Omnibus-Gesellschaft mbH', hatte die Aufgabe übernommen, eine Kraftbus-Linie Siegen-Netphen-Deuz einzurichten. Bei der Fa. Benz in Mannheim wurde ein achtsitziger Wagen mit einern 5Pferdigen Motor bestellt. Der in Handarbeit hergestellte Benzinwagen traf am 10. März 1895 in Obernetphen ein. Am Montag, dem 18. März 1895 knatterte frühmorgens der erste Benzin-Omnibus der Welt von Netphen nach Deuz. Von hier wurde um 6.25 Uhr die erste fahrplanmäßige Omnibus-Linie eröffnet. Unser Bild zeigt den Benzin-Omnibus 1895 mit dem Kraftfahrer Karl Otto aus Nauholz am Steuer. Die Fahrzeit für die einfache Strecke betrug etwa 85 Minuten.

18. DEUZ liegt an der Einmündung des Werthebaches in die Sieg. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1290 verzeichnet. Schon die Menschen der jüngeren Steinzeit haben in Deuz ihre Spuren hinterlassen. Erst in den letzten Jahren wurden weitere Nachweise der frühen Besiedelung erbracht. Ein umfangreiches Gräberfeld am unteren Höhenweg zum Lahnhof ergab durch die Bergung von zahlreichen Urnen und Brandnestem die Gewißheit, daß bereits um 600 v. Chr. keltische Gruppen hier ihre Toten bestatteten. Um 1890 unterscheidet sich das Ortsbild von Deuz kaum von dem anderer Siegerländer Dörfer. Auffallend sind die mächtigen Gebäude der alteingessenen Bauern. Nur wenige sogenannte Beisassenhäuser, deren Besitzer sehr viel weniger Grund und Boden besaßen, lockern das Ortsbild etwas auf. Auch die im Ortsmittelpunkt stehende Schule/Kapelle scheint von den N achbarhäusern erdrückt zu werden.

19. Die erste Mühle in Deuz wird schon um 1300 erwähnt. Es handelt sich dabei aber offensichtlich um eine Ölmühle und nicht um die hier abgebildete Getreidernühle. Über deren Entstehung ist wenig bekannt. Sie wurde lange Zeit genossenschaftlich und danach in Privathand betrieben, bis sie zu Beginn unseres Jahrhunderts von der Fa. Herrn. Irle aufgekauft wurde, um dort eine Generatorturbine zu installieren. Diese Aufnahme der Alten Mühle entstand um die Jahrhundertwende.

20. Die alte Schule in Deuz war kein homogenes Bauwerk, wie bereits das Fachwerk erkennen läßt. Der ältere rechte Teil wurde 1745 von den evangelischen Gemeindemitgliedern als Ersatz für eine in der Nähe gelegene, aber baufällig gewordene Kapelle gebaut. Auf dem Glockenturm befand sich eine Nachbildung des Siegener Krönchens, die heute das Gemeindehaus ziert. 1769 wurde der linke Teil angebaut, der als Schule diente. Schule und Kapelle sind 1834 renoviert worden. Nach dem Neubau der evangelischen Kirche wurde 1912 auch der rechte Teil als Schulraum umgebaut. Das Gebäude wurde 1964 beim Neubau der Ortsdurchfahrt abgerissen.

21. Etwas unüblich scheint ein an einem Privathaus angebrachter Glockenturm zu sein. Doch das Haus beherbergte früher die Schule nebst Gemeindeglocke. Als die Schule 1769 an die evangelische Kapelle angebaut wurde, und von den Evangelischen für die Kapelle eine eigene Glocke angeschafft wurde, die aber nur zum Gottesdienst und zur Schule läuten sollte, blieb der Glockenturm mit der Gemeindeglocke für sonstige Zwecke weiter in Betrieb. Das ehemalige Schulgebäude ist dann von den Vorfahren der heutigen Besitzer für Wohnzwecke umgebaut worden.

22. Das Haus Klein darf ohne Neid als das Kleinod des Ortes Deuz bezeichnet werden. Ungewöhnlich ist auch seine Entstehungsgeschichte. Der Erbauer des Hauses besaß etwa an gleicher Stelle eine Gastwirtschaft. Graf Ludwig von Wittgenstein, der sich als Baumeister und Zimmermann zahlreicher Gebäude im Raum Laasphe bereits einen Namen gemacht hatte, pflegte auf seinen Reisen gerne im Haus Klein Rast zu machen. Auf einer seiner Reisen erkannte er das vergebliche Bemühen des Besitzers, das altersschwache Gebäude instand zu halten und bot ihm an, Pläne und Material für einen Neubau zu liefern, wenn er die Zimmerleute entlohnen würde. Da der adlige Handwerker auf seinen Rufbedacht war, entstand 1768 dieses Schmuckstück.

DEUZ i. W

23. Bahnhof, Kirche und Walzengiesserei Irle stellen die markanten Eckpunkte des Ortsbildes um 1915 dar. Aber auch die weitere Entwicklung der Gemeinde ruht maßgeblich auf diesen drei Säulen. Die neu eröffnete Eisenbahnlinie Weidenau-Deuz, die dadurch eingeleitete wirtschaftliche Entwicklung, aber auch der Bau der evangelischen Kirche bringen für den Ort zahlreiche zentrale Aufgaben mit sich, die ihn schneller als die Nachbargemeinden des oberen Johanniandes anwachsen lassen.

24. Die Kleinbahn Weidenau-Deuz nahm ihren Betrieb am 1. Dezember 1906 mit drei Dampfloks der Fa. Henschel auf. Bereits 1908 machte die starke Nachfrage die Anschaffung einer weiteren Lok erforderlich. Die Bauart entsprach in etwa den ersten drei Loks. Die Loknummer war unter dem Schornstein angebracht. Lediglich das Namensschild 'Buddenberg' gab es nur bei der vierten Lok. Dieses war eine Würdigung des Herrn Geheimrats Buddenberg, wegen seiner Verdienste als leitender Baurat , für die zügige Durchführung und Fertigstellung der Kleinbahn. Zu erwähnen bleibt noch, daß die Bahnlinie , als erste Kleinbahn Deutschlands imlahre 1938 direkte Tarife zur Reichsbahn erhielt, die eine durchgehende Abfertigung ermöglichten.

Gruss aus Gris enbach

25. GRISSENBACH an der Einmündung des Grissenbaches in die Sieg. Die erste urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1311 verzeichnet. Im 9.-10. Jahrhundert gelangten fränkisch-karolingische Siedler nach Grissenbach, wo sie am Oberlauf des gleichnamigen Baches, 'am alten Feld' eine Hofsiedlung gründeten, Bei Ausgrabungen stieß man auf eine Rennfeuerstelle mit Scherbenfunde aus dem 11. und 12. Jahrhundert zeitigte. Später zogen die Siedler bachabwärts um sich im Gebiet des heutigen Ortskerns niederzulassen.

Tot&lan.iC"'bt

Gru~ aus Grissenbach Kreis Siegen i. Westf.

26. Feldpostkarte von 1918. Im Jahre 1790 bauten die evangelische und die katholische Schulgemeindeglieder von Grissenbach für jede Konfession eine eigene Schule. Mit der Errichtung dieser Schulen begann zu gleicher Zeit die sogenannte Wechselschule mit der Nachbargemeinde Nenkersdorf. Unter Wechselschule versteht man die Unterrichtserteilung durch einen Lehrer in zwei versebiedenen Gemeinden, und zwar meist im monatlichen Wechsel. Die direkt an der 1851-1855 gebauten Sieg-Lahn-Straße liegende Gastwinschaft Steuber lud den Wanderer wie auch den zu Pferd Reisenden zum Verweilen ein. Der Gastwirt mußte stets 1 Gastzimmer, 3 beheizbare Fremdenzimmer und ein Pferdestall für 6 Pferde freihalten. Das Gastzimmer mußte mit einer besonderen Ventilationseinrichtung versehen werden.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek