Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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27. Die seit 1832 zu einem Schuiverband zusammengeschlossenen Gemeinden Grissenbach und Nenkersdorf nahmen 1892 Verhandlungen auf zum Bau einer gemeinsamen Schule. Schon im Herbst 1901 wurde die Schule eingeweiht und löste somit die Wechselschule ab. Jede Konfession hatte ihren eigenen K1assenraum und jeder Lehrer eine Wohnung. In diesem massiven Neubau wurden die Kinder bis zur Schulauflösung im Zuge der Reform 1968 unterrichtet. Die Orientierung erfolgte anschließend nach Deuz. Im Schulhaus fand ab 1971-1978 der Heimatverein Netpherland eine vorläufige Bleibe und errichtete dort eine Heimatstube. Die Schule fiel1980 der Spitzhacke zum Opfer.

NENKERSDORF, Ks. Siegen

28. NENKERSDORF liegt im oberen Siegtal. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte um das Jahr 1300. Das Bild zeigt eine Ansicht um die Jahrhundertwende. Wie allgemein im Netpherland, so war auch Nenkersdorf von der Siegerländer Haubergswirtschaft geprägt. Der sogenannte Niederwald wurde seit Jahrhunderten durch die Bevölkerung zur Gewinnung von Brennholz, Holzkohle, Eichengerbrindc, Brotgetreide und nicht zuletzt für die Viehhude genutzt. Die Gemarkung Nenkersdorf ist in zwei Teilen aufgegliedert. Während im kleineren Teil die Ortschaft liegt, umfaßt der größere Teil (ca. 60%) eine vom Dorf abgetrennte Exklave mit hohem Waldanteil. Vom Lahnhof aus längs der Eisenstraße liegen unter anderem die Quellgebiete der Lahn und der Sieg, in der Gemarkung Nenkersdorf.

29. Ein besonderes Kleinod irn Netpherland ist auch dieses weit über die örtlichen Grenzen hinaus bekannte Nenkersdorfer Fachwerkhaus mit hessischem Kratzputz. Das ursprünglich strohbedeckte Haus wurde erbaut durch die Eheleute Johannes und Katharina Klein im Jahre 1779. Die schöne Fachwerkkonstruktion und die vielfältigen Kratzputzornamente suchen ihresgleichen an Ausdruck und Schönheit.

30. Die Inflations- und Arbeitslosenzeit der zwanziger Jahre hat aueh im Netpherland ihre Spuren hinterlassen. Arbeitslose Männer wurden zu gemeinnützigen Arbeiten eingesetzt. Auf dem Bild sind Nenkersdorfer Notstandsarbeiter beim Wegebau zu erkennen. Ob jung oder alt, an niemanden sind diese Jahre der Entbehrung spurlos vorüber gegangen. Sieherlieh wird sieh noch maneher, sofern er auch die noch schwereren Jahre des Zweiten Weltkrieges überlebt hat, an diese Zeit erinnern. Auch in dunklen Zeiten soll man den Humor nicht verlieren. Hier das Lied der Notstandsarbeiter von darnals: Weißt du wieviel Arbeitslose steh'n am [rûhen Morgen auf? / Mit den Händen in den Hosen zieh'n sie ihren Tageslauf. / Gott, der Herr, hat sie gezählet, / daß am Lohntag keiner fehlet, / von der ganzen großen Zahl ...

Waloersdorf

31. WALPERSDORF unterhalb der Siegquelle. Die erste urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1372 verzeichnet. Doch der Ort ist älter, als die Urkunden aussagen. Ihren Lebensunterhalt haben die Siedler zunächst als Viehzüchter und kleine Ackerbauern bestritten. Daneben waren der Wald, und vor allem die Köhlerei und Eisenverarbeitung wichtige Erwerbszweige. Der Köhlerberuf stand lange Jahre an erster Stelle, nur wenige sind davon übrig geblieben. Kirche und Schule sind wichtige Kulturzentren im Dorf. Auf dem Bild ist im Hintergrund links die alte Kapellenschule zu sehen, die im Jahre 1823 für simultane Nutzung erbaut worden war. Ab 1860 ist in Walpersdorf eine Pfarrvikarie eingerichtet, für die drei oberen Dörfer im Siegtal, bei damals 640 katholischen und 293 evangelischen Christen. Auf unserem Bild von ca. 1920 ist auch die neue Schule zu erkennen.

Walpersdorf, d.

32. Hier die kurze Chronik eines Walpersdorfer Hauses. Die Postkarte stammt aus dem Jahre 1905. Erbaut wurde dieses Anwesen zu Walpersdorf, Wittgensteiner Straße 47, um das Jahr 1880. Im Jahre 1903 .eröffnete die Familie Klein eine Gaststätte. Mit öffentlicher Erlaubnis des Kreises Siegen wurde dieselbe im Laufe des Jahres 1913 von Johannes Fuhrmann übernommen. Später, um das Jahr 1915, kam noch ein Kolonialwarenladen hinzu. Dieser wurde nebst Gaststätte, in den sechziger Jahren geschlossen. Das Haus wird heute von der Familie Heinrich bewohnt und steht seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz.

33. Heute noch rauchen in Walpersdorf die Kohlenmeiler. Nachdem sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Holzkohle auf breiter Ebene der Steinkohlen-Konkurrenz stellen mußte, ging die Herstellung der Holzkohle immer mehr zurück. Seit Jahrzehnten wird im Netpherland nur noch in Walpersdorf gebrannt. Für die Industrie und zu familieren Zwecken werden in regelmäßigen Abständen von Bruno Wagener und seiner Familie, die Kohlenmeiler hergerichtet und in Betrieb gesetzt. Ein Kohlenrneiler hat einen Durchmesser von etwa 7-8m. Um etwa 10 t Holzkohle zu gewinnen, werden 40 t Holz gebraucht. Die Brenndauer eines Meilers beträgt etwa 14 Tage. Der Meiler brennt, aber er verbrennt nicht. Unter Bewachung, bei Tag und bei Nacht, ist diese 'Schwarzarbeit' auch heute noch erlaubt.

Eckrnannshausen, Kreis Siegen.

AM DREISBACH UND IN SEINEN NEBENTÄLERN

34. ECKMANNSHAUSEN an der Mündung des Unglinghäuser Baches in den Dreisbach. Die erste urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1300 verzeichnet. Das Bild zeigt Eckmannshausen um 1925 (von Südwesten her gesehen) mit dem Homberg im Hintergrund. Im Vordergrund rechts die relativ neue Straßenverbindung nach Dreis-Tiefenbach. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gelangte man über den Hohlweg (im Vordergrund halb links) unter Inkaufnahme starker Steigungen in die industrielle Nachbargemeinde Dreis-Tiefenbach, die durch die Kleinbahn Weidenau-Deuz für die Eckmannshäuser 'das Tor zur Welt' bedeutete.

35. Drei Ansichten Eckmannshausens aus den zwanziger Jahren. Im Ortsmittelpunkt, in dem sich die Unglinghausener und Herzhausener Landstraße vereinigcn, liegt der Gasthof Schneider - hier noch als Fachwerkbau, der 1929 niederbrannte und in Massivbauweise wiedererrichtet wurde - und die Kapellenschule, vor ihrer Erweiterung im Jahre 1926.

36. Die Kapellenschule nach der 1926 erfolgten Erweiterung (rechts). 1957 wurde das Gebäude neugestaltet und erhielt statt des Dachreiters einen nach Westen hin angebauten Glockenturm. Seit 1953 dient die Kapellenschule nur noch gottesdienstlichen Zwecken, da Eckmannshausen im gleichen Jahr eine separate Volksschule erhielt.

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