Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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37. HERZHAUSEN am Oberlauf des Dreisbaches. Die erste Urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1290 verzeichnet. Mit den Höfen 'Buchen' (1512) und 'Maustal' (1749) liegt Herzhausen im Grenzbereich zu Hilchenbach. Die Bewohner erwarben ihren Lebensunterhalt in der Hauptsache mit Acker- und Wiesenban. Viehzucht, Haubergswirtschaft und Köhlerei. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist im Laufe der letzten 100 Jahre stark zurückgegangen. (Die Arbeitskräfte sind in die Industrie des Siegerländer-Umlandes abgewandert.) Bereits um 1300 wird urkundlich eine Mühle in Herzhausen erwähnt. Für viele Jahre war auch die Schule ein kultureller Mittelpunkt. Trotz Anschluß an die moderne Entwicklung, haben sich bäuerliches Erbe und ländliche Stille über Jahrhunderte hinweg erhalten.

38. Wer erkennt auf diesem Bild vielleicht seine Groß-, Urgroß- oder gar Ururgroßeltern? Im Jahre 1890 hatte sich hier das Ehepaar Peter Schneider vor seinem Haus zum Fototermin aufgestellt. Das Haus wurde seinerzeit von Klur Senior erbaut und erhielt daher den Hausnamen 'AleKlursch'. Ein heute noch erhaltenes Fachwerkhaus trägt dagegen den Namen 'Neue-Klursch'. Es wurde etwas später erbaut von Klur Junior.

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39. Über die ehemalige Gastwirtschaft Josef Decker gibt es sicherlich so manches zu berichten. Sie war zu ihrer Zeit das Stammlokal der Jäger und Jagdpächter, auch derer aus den umliegenden Ortschaften und Jagdgenossenschaften. Man kann sich unschwer vorstellen. daß hier allezeit eine 'rege Treibjagd' veranstaltet wurde. Das Gasthaus wurde im Jahre 1907 durch Feuer vernichtet. Nach Wiederaufbau übernahm ein Herr Lersch aus Niederdielfen das Gasthaus, um es 1911 an Fritz Lengeling weiter zu verkaufen. Dieser war mit seiner Frau Anna geborene Stellte aus dem Kreis Büren zugezogen. Beide führten das Haus in noch heute bekarmter vorbildlicher Weise. Der Wirtschaftsbetrieb ist allerdings seit vielen Jahren eingestellt.

40. UNGLINGHAUSEN am Oberlauf des Unglinghauser Baches. Die erste Urkundliche Erwähnung ist um das Jahr 1344 anzusetzen. Nieder-Unglinghausen um 1925. Eingebettet in einem schrnalen Tal zieht es sich rnit dem Ortsteil Ober-Unglinghausen zwei Kilometer lang hin. Von Norden ist es geschützt und abgeriegclt durch die Lichtenhardt (494m). Große alte Fachwerkhäuser bildeten den Ort. Die ersten Ansiedlungen sollen auf der Braas gewesen sein. Die Bewohner lebten hauptsächlich von der Land- und Forstwirtschaft sowie von der Köhlerei. Zur Zeit der Industrialisierung zog es auch einige Männer in die Bergwerke und in die Hüttenindustrie nach Müsen und Weidenau.

41. Unser Bild zeigt die alte einklassige Volksschule von Unglinghausen in den zwanziger Jahren. In Fachwerkbauweise erstellt, war sie zwischen den Ortsteilen Ober- und Nieder-Unglinghausen 1744 erbaut worden. Bis zum Jahre 1926 wurden hier die Kinder beider Ortsteile unterrichtet. Nach Errichtung einer neuen, größercn Schule, oberhalb der alten, mußte sie das Feld durch Abbruch räumen. Die kleine Glocke im Türmchen hat all die vielen Jahre den Schulbeginn und den Schulschluß angekündigt. Mittag und Abend sagte sie den Menschen in Feld und Hauberg an. Auch tat sie ihre Pflicht beim Weg der Toten zur letzten Ruhestätte.

42. Kartoffelernte in Unglinghausen um 1925. Im Hintergrund ein Teil von Ober-Unglinghausen am Fuß der Lichtenhardt. Die meisten derzeitigen Gespanne in der kargen Landwirtschaft waren Kuhgespanne. Nur selten sah man, wie hier im Bild, ein Pferdegespann. Hierfür fehlten die Futtermittel. Die dargestellte Art von Kartoffeln ausmachen mit Pflügen, Gabeln, Kartoffeln auflesen und in Säcke schütten, kennt man heute nicht mehr. Auch gehören die eisenbereiften Holzwagen der Vergangenheit an. Schwere Schlepper mit Ladewagen bringen die Ernte vom Feld heim. Hoffentlich gibt es aber noch recht lange das von allen beirn Kartoffelnausmachen ersehnte Kaffeetrinken mit 'Quätschegrutsdonge'.

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43. FROHNHAUSEN am Quellgebiet des Breitenbaches. Die erste Erwähnung ist aus dem Jahre 1417 im 'Siegener Urkundenbuch' verzeichnet. Unser Bild zeigt einen Bliek von der Grobe um das Jahr 1919. Die schönen Fachwerkhäuser sind noch zum Teil mit Stroh bedeckt. Der Name des Ortes dürfte von dem alten Wort 'Fron' hergeleitet sein. Zahlreiche Schlackenfunde im Mühlbachtal weisen auf Eisenverhüttung und Waldschmieden aus keltischer Zeit hin. Auch die Köhlerei wurde jahrhundertelang betrieben. Im übrigen gehörte zum Lebensunterhalt die Bearbeitung von Äckern und Wiesen sowie die Viehzucht und Forstwirtschaft. Seit 1718 bestand eine gemeindliche 'Schafhude " wie es auch einen Hirten zur Betreuung der Kühe gab.

44. Dieses Bild, um die Jahrhundertwende entstanden, zeigt deutlich die damaligen Verhältnisse des noch recht bäuerlichen Frohnhausen. Vom Ende des 15. bis ins 19. Jahrhundert hinein gab es die sogenannten Lehnshöfe, zu denen auch die auf dem Bild ersichtlichen Häuser, links 'Dernandt's Hof und rechts 'Scholln's Hof, gehörten. Vorne ungeschnittenes Haubergsholz neben dem ehemaligen Spritzenhaus und im Hintergrund gut erkermbar die alte Schule. Am Ende der Lehnsverträge wurden jeweils Vertragsgebühren erwähnt: die Vorheuergebühr (Anerkennungsgebühr), das Fräuleingeld (Einnahme für die Stiftsfräulein), das Geld für den Lehnbrief (eine Schreibgebühr) und der Weinkauf ('Wenggoff', wohl eine Gebühr für die beim Lehnsakt übliche Bewirtung im Stift Keppel).

45. Ein wichtiges Erzeugnis des Hauberges war die Eichenlohe. Noch im 16. Jahrhundert wurde dieselbe in erster Linie zur eigenen Aufbereitung der Felle gewonnen. Erst die Teilung der Arbeiten zwischen Loherzeuger, Gerber und Schuhmacher hat zu selbständigen Lohmühlen geführt. Wenn im Frühjahr der Saft in den Eichenstämmen hochstieg, begann die Lohernte. Die Rinde der Eichen wurde mit einem speziellen 'Lohlöffel' vom Stamm gelöst. Sie blieb dann so lange hängen, bis sie bruchtrocken war. Abgerissen und gebündelt wurde sie zur Gerberei gefahren. Noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges sah man in fast allen Haubergsschlägen die Gerbrindegewinnung. Unser Bild zeigt einen Hauberg in Frohnhausen mit geschälten Eichenstämmen. 'Krämersch Martha' mit Sohn Ernst begutachtet den Stand der Arbeiten.

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46. ÖLGERSHAUSEN am Breitenbach. Erste urkundliche Erwähnung ist im Jahre 1319 verzeichnet. Dieses Bild zeigt das Dorf Ölgershausen in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts. Die Aufnahme wurde aus der Sicht des Felderbereiches 'Auf der Sang' gemacht. Zur damaligen Zeit bestand der Ort aus 16 Häusern, von denen jedes einen eigenen Hausnamen hatte, die zum Teil auch heute noch Bestand haben.

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