Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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47. Zu einem späteren Zeitpunkt bot sich dem Wanderer hoch vom 'Spieß' diese Teilansicht von Ölgershausen. An einem schönen Sommertag war im Hintergrund der Berggipfel der 633 m hohen Alte Burg zu sehen. Im Umfeld dahinter die Bergköpfe rund urn den Giller.

48. Der Soldat Gustav Bruch nutzt seine Urlaubszeit um landwirtschaftliche Bestellungen vorzunehmen. Entgegen aller heutigen Erleichterungen, wurde die Jauche damals mit der 'Sorrelscheppe' verteilt. Entwicklungspolitisch dürfte sicherlich noch interessieren, daß die Kreisstraße nach Netphen ausgebaut und ein breiteres Wegenetz angelegt war. Auch ein Taute-Emma-Laden war noch vorhanden. Bevölkerungsmäßig war in all den langen Jahren ein relativ langsames Wachstum zu verzeichnen. Von 1864 bis 1933 stieg die Einwohnerzahl um 15 Personen, von 105 auf 120.

GruB aus Eschenbach Kr. Siegen

AN DER NETPHE AUFWÄRTS

49. ESCHENBACH an der Netphe. Die erste urkundliche Erwähnung läßt sich bis in das Jahr 1311 zurück vertolgen. Der Ort Eschenbach, am Zusammenfluß des Eschenbaches und der Netphe , liegt ca. 2,5 km nördlich von Netphen. Auf dieser Aufnahme aus dem Jahre 1910 ist die Landstraße durch das Netphetal deutlich zu sehen. Sie führt von hier aus über Afholderbach auf die Wittgensteiner Höhen. An der rechts abbiegenden Straße zur Alten Burg ist unter anderem auch die alte Gerberei Jüngst zu erkennen. Heute noch werden in diesem Familienbetrieb, unter fachgerechter Leitung von Theo Jüngst, Tierfelle aller Art aufbereitet und präpariert. Die Einwohnerzahl betrug im Jahre 1910 229 Personen. Am 30. Juni 1991 hatte das inzwischen erheblich vergrößerte Eschenbach 551 Einwohner.

50. Das Vereinsleben von Eschenbach ist seit mehr als 100 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Der Treff für alle war die seit 1875 bestehende 'Gaststätte Weber' an der heutigen B 62. Hier wurde so manches Fest gefeiert, hier fand so manche Veranstaltung statt. Wilhelm Knop schrieb im Heft 11 des 'Bliek ins Netpherland': Das ist das schöne Eschenbach! Nach alten Traditionen hält man vergangene Zeiten wach, will Zukunft auch betonen. Das kleine Kirchlein, schmuck und fein, lädt ein zum Beten, Bitten, es eint die Burger, groß und klein, und festigt alte Sitten.

51. Die Andreas-Kapellen-Schule stammte aus dem Jahre 1731. 224 Jahre wurde sie zugleich kirchlich (simultan) und schulisch genutzt. Viele Generationen hat sie heranwachsen gesehen. Im Jahre 1928 entstand eine spezielle Schule mit Lehrerdienstwohnung. Diese wurde im Jahre 1969 im Zuge der Reform aufgelöst und zu einem Kindergarten umfunktioniert. Zu gottesdienstlichen Zwecken war schon irn Jahre 1955. eine um 300 Personen fassende neue Andreaskapelle gebaut worden. Damit waren beide Funktienen der alten Kapellenschule erloschen und dieselbe wurde abgerissen.

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52. AFHOLDERBACH an der Netphe. Die erste urkundliche Erwähnung ist um das Jahr 1300 verzeichnet. Den Ort Afholderbach erreicht man noch heute über eine Lindenallee, wenn man von Eschenbach korrunend die Netphe aufwärts wandert. Er ist unterhalb der geschichtsträchtigen Erhebung, dem Berg Alte Burg angesiedelt. Auf dem Berggipfel sind heute noch zwei imposante Verteidigungsringe aus den Tagen der Besiedelung durch die Kelten erkennbar. Über die heutige B 62 wurden noch Anfang dieses Jahrhunderts Vorspanndienste für den Transport von Eisenerz und anderen Waren aus dem Siegerland, bis hinauf zur Lützeler Höhe, geleistet. Hier verkehrten auch die sogenannten Pulverwagen, welche gefährlichen Sprengstoff von Würgendorf aus zu den Wittgensteiner Schiefergruben transportierten.

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53. Etwa um die gleiche Zeit wie das vorherige Bild entstand im Jahre 1910 dieses Bild, auf dem das damalige Dorf zu ersehen ist. Dem interessierten Betrachter werden die auffallend schönen Fachwerkhäuser in heimiseher Bauart nicht entgehen. Durch den entwicklungsbedingten Niedergang der Köhlerei war die Dorfbevölkerung auf 120 Personen zurückgegangen. Die Gastwirtschaft 'Kar! Krärner' ist bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben und nach wie vor bekannt für eine gute Vesper.

54. Zum Brotbacken wurde der in den Familien angerichtete und geformte Teig in den dorfgemeinschaftlichen 'Backes' getragen oder mit der Schubkarre hingefahren. Auf der wenig befahrenen Landstraße konnte dieser Transport noch relativ gefahrlos durchgeführt werden. In der noch sauberen Netphe (ca. 3 km unterhalb der Quelle) wurden die verschiedensten Arbeiten, gegebenenfalls auch bei Wind und Wetter, im Freien erledigt. So stand zum Wasehen der Wäsche, zum Reinigen von Kannen, Eimern, Trögen und anderen Geräten stets fließendes Wasser zur Verfügung. Daß hier noch eine Vielzahl von Fischen den Netphebach bewohnte war ebenfalls ein Zeichen der noch sauberen Umwelt.

55. Der Bürgermeister von Afholderbach erstattete im Jahre 1784 an die Fürstliche Landesregierung nach Dillenburg Bericht über die Baufälligkeit der Schule in Afholderbach. So kam es, daß dieselbe bereits im Jahre 1786 durch eine neue ersetzt wurde. Diese auf dem Bild dargestellte Schule wurde 1909 abgebrochen. Es wurdenach 123 Jahren wiederum eine neue Schule gebaut. Als einklassige Volksschule war dieser Bau dann bis zur Bildung der Großgemeinde Netphen 1969 als Schule von Afholderbach bekannt.

Gruß aus Sohlbach, Krs. Siegen i. Wes".

56. SOHLBACH, am Quellgebiet der Netphe, wird urkundlich erstmals um das Jahr 1344 erwähnt. Die südwestlichen Ausläufer des Rothaargebirges, mit den markanten Höhen der Alte Burg (633m) und der Dicke Rücken (62Im), rahmen dieses Dörfchen malerisch ein. Aus dem Wittgensteiner Land, von Erndtebrück komrnend, verlief eine alte Wegeverbindung über das Wegebacher Feld (Ginsberger Heide) nach Afholderbach und weiter nach Niedernetphen. Diese wird heute noch die 'Berleburger Kohlenstraße' genannt. Nach Ansicht von Hermann Böttcher sind auf diesem Weg die ersten Boten des Christentums in das Siegerland gekommen. Er sah hier die kürzeste Verbindung zwischen dem mittelalterlichen Dekanatssitz Arfeld und dem kirchlichen Mittelpunkt Netphen.

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