Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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57. Der Ort Sohlbach ist von alters her eingebettet in eine von der Natur bevorzugte Umgebung und ist seit nahezu einhundert Jahren ein vielbesuchter Ausflugsort. In den vielen Jahren seines Bestehens haben seine Bewohner auf mancherlei Art und Weise ihren Lebensunterhalt erworbcn. Landwirtschaft, Jägerei, Fischfang, Weberei, Hauberg und Köhlerei, Verhüttung und Fuhrmannswesen wurden in bunter Folge genutzt. Im Nordosten von Sohlbach, unweit der vorgeschichtlichen Süd-NordVerbindung der Eisenstraße, lag die Graf-Gerlachsburg. Nach heutigen Erkenntnissen soll die Burg nur aus einem Steinturm bestanden haben. Nichts steht mehr, alles sind Vermutungen. Die einen sprechen von einer 'Burg zur Sicherung der Eisen- und Kohlenstraße', die anderen von einem 'Raubritternest'.

58. Als nach dern Ersten Weltkrieg Wilhelm Münker aus Hilchenbach, der Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerks, Übernachtungsmöglichkeiten für die Wanderjugend suchte, fand er unter anderem auch ein schlichtes Bauernhaus in Sohlbach, welches ihm geeignet schien. Im Jahre 1924 begann man mit den Änderungsarbeiten und am 12. September 1926 konnte die Einweihung als Jugendherberge vorgenommen werden. Die Chronik schreibt darüber: Au] Anregung von Münker und Buck: wurde in dem kleinen Siegerländer Dorf Soh/bach b. Netphen ein Bauernhaus aufgekauft, das unter der [achkundigen Hand des Baumeisters Brinkmann aus Herscheid sich in eine schmucke Bleibe mit 60 Betten verwandelte. Der Tag der Einweihung war ein Volksfest.

DASOBERNAUTALUNDSEINENEBENTÄLER

59. BRAUERSDORF an der Obernau tritt erstmalig um 1337 als 'Bruerstorff" urkundlich in Erscheinung. Das obige Bild zeigt einen Bliek in das alte Brauersdorf. Im Vordergrund ist der 'Garten' zu ersehen, an dem im oberen Teil noch der Hauberg zu erkennen ist. Recht gut lassen sich auch die Häuser Schmallenbach (Änches), Bender (Wänersch), Gessner (Burggrave), die alte Schule sowie die Scheune mit dem Holzturmanbau ausmachen. Seit den zwanziger Jahren läutete hier regelmäßig die Glocke zur Mittagszeit, am Abend und bei Sterbefällen. Alle Bauten des mittleren Ortsbereiches sind dem Bau der Obernau-Talsperre zum Opfer gefallen (1972). Hierzu gehören auch die Gebäude am oberen Bildrand im Obernau- und Nauho1ztal.

60. Dem Bau der Obernau-Talsperre mußte auch der über 200 Jahre alte 'Gasthof Werthenbach' weichen, ein beliebtes Ausflugziel der Bürger des ganzen Siegerlandes. Dieser Gasthof wurde 1750 erbaut und erfuhr im Laufe der Zeit vielerlei Veränderungen. Am 25. Juni 1966 wurde die Vorderfront abgetragen. Sie soll im 'Westfälischen Freilichtrnuseum' in Detmold wieder aufgebaut werden. Die letzte Wirtin war Maria Werthenbach, die tatkräftig von Ida Kühn unterstützt wurde, wenn es um das Wohl der Gäste ging. Rechts im Bild ist das alte Spritzenhaus zu erkennen. Die dort befindliche Glocke läutete nicht nur bei Feuer. Sie rief auch zur gemeinsamen Arbeit und Iäutete bei Sterbefällen im Einklang mit der gegenüber im Holzturm neben der Scheune hängenden 'katholischen Glocke'.

61. Bliek vom Schmidthain auf den Brauersdorfer Ortseingang aus Richtung Obernau, gegenüber der Windhain. In der Bildmitte die Obernauer Straße. Rechts der Straße das Lehrerhaus Knappmann, anschließend die evangelische und katholische Schule von Brauersdorf. Zusammen mit Brauersdorf bildeten Obernau und Nauholz einen Schuiverband. Links im Bild ist der Dreschschuppen für die genossenschaftlich betriebene Dreschmaschine zu sehen. Am östlichen Ausgang des Dorfes. wo der Nauholzund Obernaubach sich verbinden, steht die alte Wassermühle (Getreidemühle). Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Jedoch -dürfte vorher an derselben Stelle eine noch ältere Mühle gestanden haben. Die vorliegenden Dokumente aus dem 16. Jahrhundert erbringen den Beweis, daß die Brauersdorfer Mühle eine landesherrliche Dominialmühle war.

Ferienheim Brauersdorf unterm Ederkopf.

Deutscher Wandervogel. Ga u Rheinland und We tfalcn.

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62. Diese Postkarte zeigt die 'Sommerfrische Brauersdorf' , die erste ihrer Art im gesamten Siegerland. Der Bliek des Betrachters geht von der 'Bockstell' ins Obernautal. Im Vordergrund links sind die beiden Konfessionsschulen sichtbar, die 1894 bezugsfähig waren. Ihr letzter Leiter war Lehrer Strauch. Die Gebäude wurden ebenfalls für den Talsperrenbau abgebrochen. Rechterhand sind der Hof von Heinrich Hesselbach (Pflöpses) und das Haus VOll Heinrich Kölsch zu erkennen. Auch diese beiden Anwesen mußten der Talsperre weichen. Der Bau der Obernau-Talsperre (1967-1972) bedeutete für Brauersdorf eine tiefe Zäsur , die das bäuerlich-dörfhche Idyll vernichtete. Nur wenige Häuser im alten Ortskern blieben erhalten. Einige Fachwerkbauten konnten durch Abtragung gerettet werden.

63. OBERNAU an der Quelle des Obernaubaches. Die erste urkundliche Erwähnung ist ebenfalls um 1300 zu finden. Grabungen im Bereich des Gehöftes der Geschwister Vitt haben bcstätigt, daß die Siedlung Obernau wahrscheinlich der alten fränkischen Siedlungsperiode des Siegerlandes angehörte. Ebenfalls konnte der Nachweis einer frühmittelalterlichen Verhüttung im 9. Jahrhundert erbracht werden. Das Bild zeigt einen Bliek ins Obernautal aus Richtung 'Im Stöcke'. Im Vordergrund aufgestellte Kornritter. Im Talkessel die Dorfstraße mit Baumallee. Am Ortseingang rechter Hand der Dorfgasthof, welcher von Anna Werthenbach und ihrem Sohn Helmut betrieben wurde. Hinter dem Gasthaus der Stromumsetzer , daneben ein Backhaus. Die Dorfstraße führte zum Forsthaus Hohenroth. Auch die Alte Burg gehört zu Obernau.

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64. Im Jahre 1770 wurde von acht evangelischen Einwohnern ein eigenes Schulhaus in der Dorfmitte am Obernaubach errichtet. Das quadratische einetagige Gebäude war aus Holz und Fachwerk gebaut. Glockengießer Joharm Knebel aus Afholderbach hatte 1793 eine Glocke geliefert. Diese wurde bei gottesdienstlichen Anlässen, Gemeindeangelegenheiten und Beerdigungen geläutet. Heute befindet sich diese Glocke im Glockenturm zu Brauersdorf mit den Glocken der Ortschaften Brauersdorf und Nauholz. Die Kapellenschule besaß auch 'Einen Pfennig' Haubergsgerechtigkeit in der Obernauer Gemarkung, der später auf den Schulverband Brauersdorf überging. Er war 1797 von Thomas und Johann-Heinrich Vitt gestiftet worden. Ende Juni 1966 trafen sich die Bewohner von Obernau zum letzten Mal in ihrer alten Schulkapelle.

65. NAUHOLZ im Quellgebiet des Nauholzbaches, in der ersten urkundlichen Erwähnung 1328 als 'Nuboldysa' bezeichnet. Nauholz mußte als letzter der drei Ortschaften dem Talsperrenbau weichen. Der Ort verfügte über einen Dreschschuppen und zwei 'Backeser', die wie in den Nachbarorten genossenschaftlich genutzt wurden. Das alte 'Schörlche' war Gemeindeversarnrnlungsraum, in ihm wurden die Maiandacht und auch die Bibelstunden gehalten. Diese Dorfkapellenschule besaß auch eine Glokke, welche sich heute irn Brauersdorfer Glockenturm befindet. Der letzte Bürgermeister von Nauholz war Eberhard Brühl (Daubs). Als letzte Nauholzer verließ die Familie Kringe (Eekerts) 1968 ihr Dorf. Das obige Bild ist ein Bliek von der 'Struth' auf Nauholz.

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66. Diese Aufnahme zeigt einen Bliek vom 'Bühl' auf das ehemalige Nauholz. Hier seien einmal die Häuser und ihre Familiennamen aufgeführt. Vom Betrachter aus bergseitig, von links nach rechts: Heinemann, Jaschke (Hennerichs), Schäfer (Bänersch), Klöckner (Hirte), Fuhrmann (Weißes), Weber (Krämerseh) und Hoffmann. Die gegenüber liegende Häuserzeile: Bohn (Lenis), Schmidt (Däjeses), Klappert (Stöckebuhrsch), Weber (Heibbels), Hoffmann (Heidrichs), Büdenbender (Kloniersch), Brühl (Daubs), Kringe (Eekerts), Holderberg, Wagener (Hölzersch), Klappert (Möllersch), Höcker (Fuhrmanns), Klein (Gräbenersch), Althaus (Möllerschdaubs) und Niklaus. Bei den beiden Neubauten am rechten Bildrand handelt es sich um Hinkel und Weber (Heibbels Otto).

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