Das Netpherland in alten Ansichten

Das Netpherland in alten Ansichten

Auteur
:   J. Verhoeven
Gemeente
:   Netpherland, Das
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5267-9
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Das Netpherland in alten Ansichten'

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Gruss aus Beienbach

I'

DASBEIENBACHTAL

67. BEIENBACH in einem Nebental der Sieg. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1299 verzeichnet. Diese Ansicht entstand etwa im Jahre 1900. Die Bewohner von Beienbach waren überwiegend Landwirte. Sie betrieben bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts die Leinen- und BaumwolJweberei. Zu dieser Zeit fanden dann einige Männer Verdienst im Bergbau und in der Industrie. Eine Gaststätte und ein Kolonialwarengeschäft hatte der Ort aufzuweisen. Ein Schulgebäude wurde im Jahre 1768 erbaut, weIches gleichzeitig als Kapelle genutzt wurde. Dieses brannte im Dezember 1899 ab und wurde am Ortseingang neu errichtet. In dieser einklassigen Volksschule wurde bis 1969 Unterricht erteilt. Im Hintergrund des Bildes ist die Grube SchneIJenberg. Heute sind nur noch zwei Haupterwerbslandwirte im Ort.

68. Dem 'Steiger Hermann Lersch Il zu Niederdielfen' wurde auf Grund der Muthung vom 10. März 1883, das Bergwerkseigenturn in der Gemeinde Beienbach unter dem Namen 'Schnellenberg' zur Gewinnung der in dem Feld vorkommenden Eisenerze verliehen. Der Maschinenschacht besaß eine Teufe ab Rasenhängebank bei 394,83m bis zur Il. Tiefbausohle von 108,18 m. Von hier ab war ein Blindschacht geteuft. Die Gesamtteufe betrug etwa 155 m. Das untertägig aufgefahrene Streckennetz hatte eine Länge von rund 1 500 rn. Entsprechend Schreiben der 'Bergverwaltung des Bochumer Vereins im Siegerlande' an den 'Revierbeamten des Bergreviers Müsen' wurde der Betrieb der 'Grube Schnellenberg bei Beienbach' am 31. Mai 1922 eingestellt.

69. Im Stillegungsvertrag der Grube Schnellenberg waren auch die Rückbauarbeiten festgelegt worden. Auf dem eingeebneten Gelände der früheren Übertageanlage wurde 1925 eine erste Blockhütte errichtet. 1930 erfolgte dann die Gründung des 'Verein Siegerländer Bibelkreise e.V.'. Erst im Jahre 1954 wurde die vorgenannte Blockhütte durch einen Neubau ersetzt. Das 'BKJugendfreizeitheim Beienbach' ist heute modern eingerichtet. Es bietet unter fachgerechter Leitung allezeit einen Freizeitaufenthalt zum Wohle von Leib und Seele. Hier in waldreicher Umgebung findet man zu jeder Jahreszeit Ruhe und Erholung. Der Trägerverein hat sich die Aufgabe zu eigen gemacht. die Arbeit der evangelischen Jugend zu fördern, insbesondere der Schülerbibelkreise und der Jugendgruppen aus dem Siegerland.

IM WERTHENBACHT AL BIS ZUR HÖHE DES ROTHAARGEBIRGES

70. SALCHENDORF an den Mündungen von Simrnelsbach und Mittelbach in den Werthenbach, ist im Jahre 1311 erstmalig urkundlich erwähnt. Die Besiedelung ist jedoch viel früher anzusetzen in die Zeit, in der die Eingliederung in das Frankenreich erfolgte und das Christentum eingeführt wurde. Im 16. Jahrhundert besaß Salchendorf gar ein Salzbergwerk. Es wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder geschlossen. Wenig bekannt ist auch, daß laut Verordnung der Nassauischen Laridesregierung von 1779 Tabak angebaut werden mußte. Am 17. März 1847 zerstörte eine Feuersbrunst einen großen Teil des Dorfes. Der Anschluß von Salchendorf an die Kleinbahnstrecke Weidenau-Deuz-IrmgarteichenlWerthenbach erfolgte am 1. Dezember 1916.

71. Der erste Hinweis auf eine Schule in Salchendorf stammt aus Kapellenrechnungen der Jahre 1655/56. Das im Bild zu sehende Gasthaus Büdenbender kann auf eine gure alte Tradition zurückblicken. Noch heute ist 'Herbes' in besten Händen, bei Vinzenz Görg und Karola geborene Büdenbender. Als am 17. Dezember 1921 zum ersten Mal das elektrische Licht brannte, war die Freude aber auch das Erstaunen riesengroß. Stellvertretend für alle Ortschaften des Netpherlandes sei hier einmal erwähnt, daB auch die beiden Weltkriege nicht spurlos an Salchendorf vorüber gegangen sind. Im Ersten Weltkrieg haben dreizehn Männer an der Front ihr Leben gelassen. Im Zweiten Weltkrieg fielen am 22. September 1944 Bomben auf Salchendorf. Sie galten der Kleinbahn, richteten aber nur an einigen Häusern Schaden an. Dreißig Männer kehrten nicht heim, sicben werden vermißt.

72. Die St.-Nikolaus-Kapelle von Salchendorf wird im Jahre 1337 erstmalig urkundlich erwähnt als Filiale von Irmgarteichen. Nach den Wirren einiger Jahrhunderte wird 1891 die alte Kapelle durch einen Neubau ersetzt. Am 13. März 1921 findet zum ersten Mal ein regelmäßiger Gottesdienst statt. 19221926 wurden folgende An- und Umbauarbeiten durchgeführt: Empore vergrößert, Kirchenanbau, Kirchturm und neue Glocken; 1928/29 Bau eines Pfarrhauses.

73. HELGERSDORF an den Mündungen des Schalkenbaches und Ochsenbaches, die in den Werthebach fließen. Urkundliche Ersterwähnung am 23. April 1290 (erforscht Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalen in Münster, 18. August 1990). Der Ortsname Helgersdorf ändert sich in den 700 Jahren mindestens zehnmal. Der Ort ist aus einem Hof entstanden. Einzelne Flurnamen weisen noch heute darauf hin: Hofwiese, Auf der Scheunstätte, Im Großen Garten, Auf dem Baumhof. An die Abgabeverpflichtungen erinnert noch der Flurname, 'Die zehnte Freiheit'. Helgersdorf ist ein Straßendorf. Um die Jahrhundertwende waren die meisten Leute mit Ihrer kärglichen Landwirtschaft beschäftigt. Das älteste Haus im Dorf ist ein Teil der Mühle an der Werthe, das 1456durch einen Herrn von Bicken gebaut wurde.

74. RekrutenbalI bei August Stahl (Berrebennersch) 1911. Hintere Reihe, von links: Maria Stahl (Kind), Maria Stahl geborene Schmeck, August Stahl, Friedrich Kölsch (Borwe), Bernhard Büdenbender (Onemenn), Bernhard Steiner (Stohls), Friedrich Büdenbender (Herte), Edmund Schäfer (Nejhiser), August Vitt (Vitts), Karl Schäfer (Nejhiser), ? Sitzende Reihe: Josef Stahl (Junge Berrebennersch), Anna Werthebach (Ormes), Regina Büdenbender (Onernenn), Theresia Kölsch (Borwe), Regina Büdenbender (Herte), Maria Heupel (Heibels), Anna Meiswinkel (Lende), Katharina Kölsch (Borwe), Theresia Schäfer (Menn), Theresia Ley (Lowies), Helene Steiner (Stohls), Barbara Werthebach (Orrnes), Anna Schmeck (Dommeses Salchendorf), Regina Vilt (Vitts). Vordere Reihe: die vier liegenden jungen Männer (unbekannt) sind alle gefallen. Der Musiker hieß mit Vornamen August.

75. Die Kapelle St. Elisabeth Helgersdorf, gezeichnet von Fritz Kraus, Deuz. Diese Kapelle war ursprünglich Schule. Nach Einstellung des Schulbetriebs 1886 wurde sie in ein Armenhaus umgewandelt und 1905 zur Kapelle umgebaut. Im Jahre 1960 mußte sie dem Straßenbau weichen. Im Ersten Weltkrieg sollte die Mutterkirche in Irmgarteichen alle vier Glocken abgeben. Damit noch eine übrigblieb, wurde die Glocke der Kapelle in Helgersdorf geopfert.

76. WERTHENBACH im Quellgebiet des Werthebaches ist erstmalig urkundlich im lahre 1343 erwähnt. Eingebettet in eine Vielzahl von Bergen in einem Höhenbereich über 500 m, liegt der Ort Werthenbach. Viehzucht und Ackerbau sowie Waldarbeiten (Köhlerei und Lohschälen), in einer landwirtschaftlichen Umgebung mit großem Waldreichtum waren jahrhundertelang die Lebensgrundlage der Bewohner. Daneben zeugen Schlackenhalden von schon früherer Verhüttungstätigkeit. Sie finden sich links des Lützelbaches oberhalb des alten Wasserwerkes und weiter hinauf am Beginn des Nadelwaldes, wo auf der Eisenstraße herangefahrener Dillenburger Roteisenstein verarbeitet wurde. Das in Werthenbach anno 1911 erfolgte Zusammenlegen von Klein- und Streubesitz und der Ausbau von Wirtschaftswegen wirkte sich günstig aus.

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